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    BASKETBALL: BEZIRKSLIGA

    Reserve der DJK Schweinfurt holt den Derbysieg

    Ballsicher: Der Schweinfurter Aufbauspieler Furkan Barutcu (weiß) versetzt im Dribbling den Gerolzhöfer Mathias Geyer. Foto: Steffen Krapf

    Basketball

    Bezirksliga Männer

     

    Aschaffenburg Damm – Oerlenbach/Ebenhausen 58:39  
    DJK Schweinfurt II – TV Gerolzhofen 60:48  
    TSV Lohr – TG Veitshöchheim II 60:75  
    KuSG Laufach – TSV Grombühl III 50:68  

     

    DJK Schweinfurt II – TV Gerolzhofen 60:48 (26:27)

    Zum Auftakt in die neue Bezirksliga-Saison, war für die Basketballer der DJK Schweinfurt II und des TV Gerolzhofen gleich mal Derby-Zeit angesagt. Man kennt sich. Die Basketball-Community in und um Schweinfurt ist nun mal nicht die allergrößte. TV-Coach Stefan Nörl saß vor Jahren auch schon mal auf der DJK-Bank. Viele herzliche Begrüßungen waren demnach vor dem Tip-Off zu beobachten.

    Als es aber los ging, ruhten die Freundschaften für 40 Minuten. Den besseren Start erwischten die Schweinfurter, die vor allem durch ihren erfahrenen Flügelspieler Maurice Spitzner (16 Punkte) immer wieder zu schwer zu verteidigenden Punkten kamen. Bis zur Pause entwickelte sich ein völlig offenes Spiel, in dem sich die Gäste vor allem durch eine engagierte Defense im Spiel hielten. Dank einer geschickten Aktion von Marcel Bauer kurz vor Ablauf der Uhr, als er drei Freiwürfe herausholte und diese alle verwandelte, gingen die „Geo Falcons“ mit einer Ein-Punkt-Führung in die Pause.

    Nach dem Seitenwechsel drückte die Reserve der DJK zunehmend aufs Gaspedal und spielte sich eine Sieben-Punkte-Führung heraus. Gerolzhofen kam zwar noch mal mit einem Lauf zurück und führte zwischendurch mit vier Punkten. Im Verlauf des Schlussviertels jedoch ließ das Team von DJK-Spielertrainer Kevin Howard keine Zweifel mehr aufkommen und fuhr einen verdienten 60:48-Sieg ein. „Wir haben das richtig gut gemacht“, sagte Howard nach dem erfolgreichen Saisonauftakt.

    „Unser Plan ist es jetzt, von Spiel zu Spiel zu schauen“, erklärt Howard, der in einem erfahrenen Team zusätzlich einige Spieler aus der U 18 integrieren will, um im Idealfall ein Sprungbrett zur Bayernliga-Mannschaft zu sein. „Wir sind viel besser als letztes Jahr“, findet der US-Amerikaner. Das läge auch daran, dass mit Shane Rogan ein Australier, der jetzt in Schweinfurt lebt, Lust auf Basketballspielen hatte und bei der DJK anheuerte. Der Neue vom anderen Ende der Welt erzielte bei seiner Premiere auch gleich sieben Punkte.

    Auf einem guten Weg befinden sich auch die Gerolzhöfer, die seit fünf Jahren das vielleicht spannendste Basketball-Breitensportprojekt der Region betreiben. Mit viel Enthusiasmus wurden unter dem Dach des TV Gerolzhofen von acht Leuten, die sich zuvor immer zum Zocken auf dem Gerolzhöfer Freiplatz trafen, die „Geo Falcons“ ins Leben gerufen, um neben dem in der Stadt sehr beliebten Handball eine weitere Hallensportart zu etablieren.

    Von der U 8 bis zur U 18, stellen die „Falken“ in jeder Altersklasse ein Jugendteam. Trainiert werden die Mannschaften jeweils von motivierten und gut ausgebildeten Trainern. Darüber hinaus gibt es sogar eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Bundesliga-Klub von Brose Bamberg. „Das entwickelt sich alles sehr, sehr gut“, befindet Stefan Nörl, Trainer der ersten Mannschaft.

    Der Schweinfurter, der in sein zweites Jahr als Gerolzhöfer Headcoach geht, ist voll des Lobes für das ambitionierte Projekt: „Die machen das im Verein wirklich gut und vor allem strukturiert. Es wurde auch viel in die Schulen gegangen, um dem Nachwuchs den Sport näherzubringen.“ Die Erste der „Falcons“, die vor zwei Jahren als Meister in der Bezirksliga noch den Aufstieg verweigert hatte („der sportliche Sprung, wäre für die unerfahrenen Spieler, die teils erst seit drei, vier Jahren Basketball spielten, zu groß gewesen“) möchte dieses Jahr unter die ersten Vier kommen. Ein Aufstieg wäre dieses Jahr aber drin.

    Auch wenn in Schweinfurt und Umgebung keine Basketballspitze in Sicht ist, die Breite leistet gute Arbeit – und das ist für den Sport schließlich nicht minder wichtig.

    Schweinfurt: Maurice Spitzner 16 Punkte (1 Dreier), Tobias Schaupp 12 (1), Holger Sternberg 8, Shane Rogan 7, Sergej Kechter 6, Kevin Howard 6, Robert Richter 5 (1), Romeo Riecszanszky, Julian Jauernig, Steffen Gock, Furkan Barutcu.

    Gerolzhofen: Daniel Fernes 15 (2), Marcel Bauer 10 (1), Markus Krapf 7, Simon Plener 5, Sylejman Makasci 4, Mario Sienknecht 4, Mathias Geyer 2, Constantin Appold 1, Jonas Kleinhenz, Konstantin Soldatkin.

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