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    Korbball: Bundesliga

    Der TSV Eßleben bleibt in der Bundesliga

    Freud und Leid: Groß war der Jubel beim TSV Eßleben nach dem Unentschieden gegen den deutschen Meister SV Schraudenbach. Während die Eßlebenerinnen den Klassenerhalt feiern, liegt Schraudenbachs Jennifer Rumpel fassungslos am Boden. Foto: Wolfgang Müller

    Die Entscheidungen sind gefallen: Neben dem TSV Bergrheinfeld und dem SV Schraudenbach qualifizierte sich der kommende Ausrichter TuS Eisbergen für die Deutsche Meisterschaft, während die Reihenfolge am Tabellenende unverändert blieb. Der Aufsteiger TV Oberndorf und die SpVgg Hambach steigen in die Landesliga Nord ab.

    TVO-Trainer Michael Kretzschmar sollte mit seiner Prognose am vorletzten Spieltag recht behalten: „Ich glaube, dass Eßleben gegen irgendwen noch punktet.“ Und dieser Irgendwer war ausgerechnet der deutsche Meister SV Schraudenbach, der zwar die meiste Zeit führte, aber einen 4:2-Vorsprung nicht ins Ziel brachte. Mit präzisen Würfen kam die Mannschaft von Martin Seltsam noch zum 4:4 und verteidigte dieses Unentschieden mit Glück und Geschick.

    Schraudenbach bekommt kaum Zugriff

    Der Favorit bekam in der zweiten Spielhälfte zu wenig Zugriff, selbst wenn Eßleben mit einer Spielerin weniger angegriffen hatte, weil Korbhüterin Klara Aschenbrenner nicht mit nach vorne ging. Damit gelang es dem TSV gut, Zeit von der Uhr zu nehmen. Geworfen wurde zumeist erst, wenn das Schiedsrichtergespann drohendes Zeitspiel signalisierte. Für Schraudenbach, das im ersten Spiel den TSV Ettleben nach 1:3 - Rückstand mit 11:4 bezwungen hatte, war das Remis freilich kein Beinbruch. Aber für Eßleben war dies der umjubelte Klassenerhalt.

    Keine Chance für den TV Oberndorf: Janine Nsiah (links) und Christine Hempel (rechts) verteidigen zwar energisch gegen die Bergrheinfelderin Laura Grob, doch am Ende siegt der TSV mit 10:4. Foto: Wolfgang Müller

    Theoretisch verfrüht, aber letztendlich berechtigt, weil direkt anschließend Spitzenreiter TSV Bergrheinfeld gegen die Oberndorferinnen aufdrehte, ein 0:1 binnen zehn Minuten zu einem 6:1 wandelte. Am Ende stand ein 10:4 auf dem Spielberichtsbogen. Dabei hatten die Gastgeber keinen leichten Start in den Spieltag erwischt. Beim 7:4 (4:3) über Schlusslicht SpVgg Hambach lag der TSV meist nur mit einem oder zwei Körben vorne. Sechs der sieben  Bergrheinfelder Körbe erzielte Spielführerin Sabrina Eckert. Das 6:4 (29.) durch Hanna Rumpel per Distanzwurf war die Vorentscheidung.

    „Ich glaube, dass Eßleben gegen irgendwen noch punktet.“
    TVO-Trainer Michael Kretschmar behielt mit seiner Prognose recht

    Hambach hielt auch im letzten Spiel der Saison gegen den TV Oberndorf in einer flotten Auseinandersetzung ordentlich mit und belohnte sich beim 9:9 (4:5) mit einem Punkt. Obwohl der TSV Eßleben den Klassenerhalt in der Tasche hatte, zeigte er gegen den TuS Eisbergen beim 2:3 (1:0) eine starke Leistung. Den Westfälinnen merkte man den Druck des Gewinnenmüssens an.

    In den ersten zehn Minuten verfehlten ihre Würfe das Zeil meist deutlich. Aschenbrenner wurde nur zwei Mal gefordert. Dann legte der TSV auch noch jeweils mit 1:0 und 2:1 vor. Mit sehr genauen Würfen vom Kreis gelang es dem Tabellendritten dann doch noch, das Spiel zu drehen. Beinahe wäre alle Eisbergener Mühe umsonst gewesen, denn wenn in der letzten Aktion Eßleben einen Sechsmeter, der hinten auf dem Korbring landete, verwandelt hätte, wäre Helpup in der Tabelle vorbei gezogen.

    Titelverteidiger fällt nicht in ein Leistungsloch

    Denn der TuS gab sich gegen den TSV Ettleben und den VfL Kleinlangheim keine Blöße, auch wenn es gegen den VfL beim 4:3-Sieg nach gut der Hälfte der Spieldauer noch 0:2 gestanden hatte. Schraudenbach und Bergrheinfeld gehörten zwar schon vor Saisonbeginn zu den Mitfavoriten. Aber man müsse die Leistung trotzdem erst mal bringen, sagte Ludwig Rumpel. Denn es gebe genug Beispiele im Sport, "wo ein Titelverteidiger nach dem Erfolg erst einmal in ein Leistungsloch fällt".

    Auch Bergrheinfelds Trainerin Kirstin Grote war zufrieden. „Ich habe nicht unbedingt mit der Quali gerechnet“, sagte sie. Denn Bergrheinfeld musste sich im Jahr davor mit Rang vier begnügen. In der Bundesliga Nord qualifizierten sich auf den ersten drei Rängen die SG Findorff Bremen, TuS Sudweyhe und der Oldenbroker TV - durchweg bekannte Namen, wenn auch teilweise in deutlich veränderter Besetzung.

    Die Korbschützinnen
    Bergrheinfeld: Eckert 9, Rumpel 4, Börger 2, E. Kegel 1, Hünlein 1; Schraudenbach: Fuchs 8, J. Rumpel 3, T. Rumpel 2, Fischer 1, Blesch 1; Ettleben: Erhardt 6, Schmitt 2, Pfister 1, Hart 1; Hambach: Sauer 7, Wildanger 4, Ziegler 1, Eck 1; Eßleben: Brendler 2, Strahl 2, Königer 1, Göb 1; Oberndorf: Gahn 6, Wilhelm 3, Hempel, Herbert, Nsiah, Schuler je 1; Kleinlangheim: Wilhelm 4, Grafmans 1.

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