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    FAUSTBALL: WELTMEISTERSCHAFT

    Fabian Sagstetter will den Faustball-Titel

    Die besten Männer-Faustball-Nationalteams kämpfen alle vier Jahre um den begehrten Weltmeistertitel. Für Fabian Sagstetter vom Bundesligisten TV Oberndorf ist das nichts Neues. Aufregend wird es für ihn allerdings schon, wenn er mit der deutschen Nationalmannschaft von Sonntag bis kommenden Samstag in Winterthur um den Titel kämpft: Der baldige Volleyball-Profi ist nämlich erstmals bei einer WM Team-Kapitän – und wird die Deutschen durch das Turnier führen. 

     

    Für das Großevent wurde im Fußballstadion des FC Winterthur zusätzlich zu den Haupttribünen eine mobile Faustball-Arena errichtet, die 7500 Zusehern Platz bietet. Spätestens bei den Halbfinalspielen soll sie dann bis auf den letzten Platz gefüllt sein. Bereits im Vorfeld gingen 11 000 Tickets weg. Viele Fans wollen also die Titelkämpfe der 18 besten Faustball-Nationen sehen. Als Favoriten im Kampf um WM-Gold werden Deutschland, Brasilien, Österreich und die Schweiz gehandelt. Das gesamte Teilnehmerfeld erstreckt sich über fünf Kontinente – auch Teams aus Neuseeland, Japan und Argentinien werden in Winterthur aufschlagen.

     

    Mit elf Titeln bei den bisherigen 14 WM-Entscheidungen ist Deutschland ab Sonntag wieder der Gejagte. „Wir wollen wieder gewinnen, nicht den Titel verteidigen. Wir legen viel Wert auf diesen feinen Unterschied, denn es gibt für uns nichts zu verteidigen. Es wird ein neuer Weltmeister gekürt“ , zeigt sich Bundestrainer Olaf Neuenfeld voll fokussiert. Ausgerechnet Gastgeber Schweiz dürfte ein harter Konkurrent um den Titel werden, konnte die Schweizer Nati doch den Rekordweltmeister im Juni bei einem Testspiel überraschend mit 3:2 besiegen. Selbstbewusst setzen sich die Eidgenossen auch Gold zum Ziel. „Natürlich ist der ein sehr hohes Ziel. Aber wenn wir nicht den Titel zum Ziel machen, müssen wir gar nicht erst antreten“ , sagt der Schweizer Kapitän Ueli Rebsamen. 

    Drei Duelle bis zur Zwischenrunde

    Zunächst treffen die Deutschen in der Vorrunde auf Argentinien (Sonntag, 18 Uhr), Italien (Montag, 19 Uhr) und Österreich (Dienstag, 19 Uhr). Die Zwischenrunde im Double-Elimination-Modus, Platzierungs- und Finalspiele folgen ab Mittwoch. Viele der Begegnungen überträgt der Faustball-Weltverband IFA live unter www.fistball.tv, in der Schweiz werden einige Duelle auch im Fernsehen übertragen. 
    Die Entscheidung um die Goldmedaille steht am kommenden Samstag ab 18 Uhr auf dem Programm. Dann wird sich zeigen, ob Deutschland um Fabian Sagstetter den Erwartungen gerecht wird – oder doch ein Außenseiter den Titel holen kann. (mit dpa)

     

    Der deutsche Kader im Überblick

    Fabian Sagstetter (Kapitän, TV Oberndorf), Patrick Thomas (TSV Pfungstadt), Ajith Fernando (TSV Pfungstadt), Lukas Schubert (VfK Berlin), Jonas Schröter (TSV Pfungstadt), Steve Schmutzler (MTV Rosenheim), Nick Trinemeier (TV Mannheim-Käfertal), Sebastian Thomas (TSV Pfungstadt), Oliver Späth (FBC Offenburg), Tim Albrecht (Ahlhorner SV).

    Bearbeitet von Dominik Großpietsch

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