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    FUSSBALL: REGIONALLIGA

    Marco Fritscher will mit dem FC 05 nachlegen

    Hartnäckig in den Zweikämpfen: FC-05-Außenverteidiger Marco Fritscher (rechts), hier im Duell mit Dominik Grader (TSV Aubstadt). Foto: Frank Scheuring

    Zwei Siege aus zuletzt zwei Spielen. So soll es weitergehen beim FC 05 Schweinfurt (3. Platz/10 Punkte). "Es muss unser Anspruch sein, wieder drei Punkte zu holen. Sonst hat der Auswärtssieg in der Liga nichts zu bedeuten." Nach dem überzeugenden 4:0 in Rosenheim und dem 4:1-Erfolg im Pokal gegen den TSV Lohr macht Trainer Timo Wenzel klare Vorgaben. Und das, obwohl der schwach gestartete SV Heimstetten (16./3), auf den die Nullfünfer am Samstag ab 14 Uhr im Willy-Sachs-Stadion treffen, ein ganz unangenehmer Gegner sein kann. 

    Das wissen sie ganz genau. Spätestens seit dem 30. März des Vorjahres. Da war eben genau dieser SV Heimstetten in Schweinfurt zu Gast – und siegte mit 2:0. Damals verspielte Wenzels Team die Chance auf die Teilnahme am DFB-Pokal, was der 41-Jährige natürlich nicht vergessen hat. "Eigentlich waren wir klar besser, haben die Tore aber einfach nicht gemacht. Klar, dass da noch eine Rechnung offen ist." 

    "Marco ist ein Spieler, der sich Woche für Woche zerreißt."
    FC-05-Coach Timo Wenzel über Marco Fritscher

    Einer, der diese Rechnung begleichen will, ist Außenverteidiger Marco Fritscher. Nach 24 Liga-Einsätzen in der Vorsaison verpasste der 24-Jährige in den ersten vier Partien keine Minute und wurde auch gegen Rosenheim erst nach 70 Minuten ausgewechselt. "Marco ist ein Spieler, der durch seine Geschwindigkeit als Verteidiger schon viele Dinge wegräumt und sich Woche für Woche zerreißt", lobt sein Trainer. Fritscher ist eben ein Kämpfertyp, der dann aber auch mal – wie beim bislang letzten Freitagsspiel in Oberbayern – feine Pässe spielen kann, die zu Toren führen. Dabei war er lange Zeit vornehmlich offensiver im Mittelfeld unterwegs. "Ganz neu war das Verteidigen für mich nicht, schließlich habe ich in der Jugend schon lange defensiv gespielt." Tipps vom Coach, der auch mal in der Champions League die Angreifer des schottischen Traditionsklubs Glasgow Rangers in Schach gehalten hat, gibt's natürlich trotzdem.

    Nur ein Mann fehlt sicher

    "Als früherer Verteidiger hat man natürlich schon das Augenmerk dafür, die Viererkette und die Sechser zu sehen", meint Wenzel verschmitzt, "hinten haben wir uns zuletzt ja auch stabilisiert." Stabilität im Defensiv-Verbund wird auch gegen die Elf aus dem Kirchheimer Ortsteil vonnöten sein. Den Eindruck des früheren Stuttgarters bestätigen indes die Duelle des SV mit dem TSV Rain/Lech (3:0) und dem SV Wacker Burghausen (0:3). "Die habe ich mir ganz genau angesehen. Wir wissen also, wie sie spielen. Wir werden den Jungs in der Videoanalyse auch noch einmal zeigen, worauf sie achten müssen. Wenn man die SVler spielen lässt, kriegt man nämlich ein Problem." Als besonders gefährlich gilt neben dem früheren Schweinfurter Jugendspieler Manuel Duhnke (zwei Treffer gegen Rain) auch Kapitän Lukas Riglewski. Der 25 Jahre alte Deutsch-Pole netzte in der vergangenen Regionalliga-Saison immerhin 17 Mal ein.

    Wie genau die Grün-Weißen ihre "Mission Heimsieg" angehen wollen, ließ Wenzel offen und meinte vielsagend, dass "wir uns wieder was überlegt haben, was nicht ganz so neu ist." Geholfen hat ihm bei seinen Überlegungen sicherlich, dass Kapitän Stefan Kleineheismann und Gianluca Lo Scrudato, bei dem in Lohr der Hüftbeuger Schmerzen verursacht hatte, wieder im Training sind. Einzig der langzeitverletzte Ronny Philp (Schulter) fällt noch sicher aus. 

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