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    FUSSBALL: REGIONALLIGA

    Der FC 05 peilt den nächsten Dreier an

    Warnt vor dem FV Illertissen: Trainer Timo Wenzel, der mit seinem Team nahe seiner Geburtsstadt Ulm überzeugen will. Foto: foto2press/Frank Scheuring

    In die Nähe seiner Heimat kehrt Timo Wenzel, Trainer des FC 05 Schweinfurt, immer wieder gerne zurück. Doch das Spiel beim FV Illertissen am Freitag (19 Uhr, Vöhlin-Stadion), gut eine halbe Stunde von seiner Geburtsstadt Ulm entfernt, wird wohl  - wieder einmal - kein Selbstläufer. Zu gut ist den Schweinfurtern noch das ärgerliche 2:2-Unentschieden am 3. November des vergangenen Jahres in Erinnerung. Damals musste der am Ende "maßlos enttäuschte" Nullfünf-Coach ansehen, wie seine Elf zwei sicher geglaubte Punkte doch noch verspielte. 

    Damit Wenzels Mannen wie beim 1:0-Erfolg gegen den FC Augsburg II mit einem breiten Siegerlächeln vom Feld schreiten können, müssen sie vor allem eins sein: konzentriert. "Illertissen ist ein sehr unangenehmer Gegner und hat drei seiner sieben Heimspiele gewonnen. Darunter ist auch ein 2:0 gegen Burghausen", sagt Wenzel - der mahnende Unterton in seiner Stimme ist unüberhörbar. Schließlich tritt der Liga-Primus beim Elften an, eine Konstellation, die Fußballer doch gerne mal dazu verleitet, den Konkurrenten etwas zu sehr zu unterschätzen.  

    Schweres Auswärtsspiel für Schweinfurt 05 

    "Auch die Jungen sind sehr konzentriert. Das ist etwas, was uns als Team auszeichnet. Die Tabelle ist ja jetzt auch noch nicht aussagekräftig. Wir müssen schauen, dass wir unsere Leistung auf dem Platz bringen", meint FC-05-Kapitän Stefan Kleineheismann, der wohl wieder in der Innenverteidigung dafür zuständig sein wird, die bayerischen Schwaben möglichst weit weg vom eigenen Tor zu halten. Ganz besonders Kai Luibrand. Der 25 Jahre alte Stürmer, vor der Saison vom SSV Ulm gekommen, hat in seinen bisherigen zehn Liga-Einsätzen schon sechs Treffer für das Team von Trainer Marco Küntzel erzielt. Auch beim Sieg gegen Burghausen und dem 1:1 gegen Rain am Lech vergangenes Wochenende netzte Luibrand ein. "Er gehört zu den vielen gut ausgebildeten Spielern beim FV Illertissen, die das Ganze zu einem sehr schweren Auswärtsspiel machen", führt Kleineheismann aus, der gegen die Augsburger Reserve 90 Minuten durchspielte, als besonders in Halbzeit eins ungewohnt viele Ballverluste für einen Kräfteverschleiß sorgten. 

    "Taktisches Harakiri wird es nicht geben. Auch wenn ein Trainer nahe seiner Heimat natürlich umso mehr gewinnen will."
    FC-05-Coach Timo Wenzel über seine Vorhaben für das Auswärtsspiel beim FV Illertissen

    "Natürlich läuft man lieber mit dem Ball. In solchen Spielen wie gegen Augsburg muss man immer wieder die Ordnung hinbekommen und das Gegenpressing starten", weiß Wenzel, der in dieser Hinsicht noch Verbesserungspotenzial sieht. So wurde im Training nochmal einstudiert, wie das Leder in den eigenen Reihen gehalten werden kann, ehe es irgendwann zum finalen Pass kommt. "Im Training sieht das immer super aus. Aber im Spiel - unter Druck - sind wir dann oft noch zu hektisch. In manchen Phasen des Spiels ist weniger auch einfach mal mehr."

    Vier Mann fehlen weiterhin

    Solche hektischen Phasen sollten gegen den Siebten der Vorsaison tunlichst vermieden werden. "Die können wirklich gut lange Bälle spielen", berichtet der frühere Stuttgarter, der am Freitagabend sicher ohne Lamar Yarbrough (Syndesmosebandriss), Ronny Philp (Schulter), Lukas Ramser (Knieverletzung) und Emir Bas (im Aufbautraining) auskommen muss.

    Doch wie soll es nun mit den anvisierten drei Punkten klappen? Der Ex-Profi hält sich bedeckt. "Ich stelle die Mannschaft ganz normal ein. Wie in der Vorwoche auch. Wir haben einfach nicht nichts erreicht. An jedem Spieltag geht's von Null los." Er grinst. "Taktisches Harakiri wird es nicht geben. Auch wenn ein Trainer nahe seiner Heimat natürlich umso mehr gewinnen will." 

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