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    FUßBALL: LANDESLIGA

    Der SV Euerbach/Kützberg steht vor einem großen Umbruch

    Hat beim SV Euerbach/Kützberg noch einiges zu richten: Trainer Oliver Kröner. Das an dieser Stelle vorgesehene Mannschaftsbild konnte nicht veröffentlicht werden, weil der SV nicht in der Lage war, rechtzeitig das vereinbarte Foto zu liefern. Foto: ArchivSimon Snaschel

    Am Ende war es der neunte Platz für den SV Euerbach/Kützberg in der letzten Landesliga-Saison. Hinsichtlich der gewonnenen Herbstmeisterschaft und lediglich noch elf mageren Pünktchen in der Rückrunde sicherlich enttäuschend. Die kommende Saison wird nicht einfacher werden, denn der SV hat neben einigen Ausfällen zum Saisonbeginn auch noch mit personellen Wechseln umzugehen. So baut man in Euerbach also immer noch keine Luftschlösser und versucht, möglichst realistisch an die Sache heranzugehen.

    Eine ganze Reihe von Abgängen haben die SVler zu verschmerzen. Vor allem offensiv schlugen Marcial Weisensel (SG Sennfeld), Timo Pitter (TSV Aubstadt) und Sturmtank Thomas Heinisch (Karriereende) ins Kontor. So gelang es den Euerbacher Verantwortlichen zwar, eine ganze Reihe von Neuzugängen mit Qualität zu holen wie beispielsweise Andreas Bauer (Würzburger FV) oder Pascal Stahl (TSV Großbardorf), ebenso wie Perspektivspieler wie Lukas Schmitt aus der U19 des TSV Aubstadt. Doch wird der Kader in Summe nicht breiter. „Wir haben auch noch den ein oder anderen Verletzten, da muss man mal schauen. David Thomas ist immer noch verletzt, Fred Weiß war die komplette Vorbereitung beruflich unterwegs und hat noch kein Training gemacht“, nennt Kröner einige Baustellen im Kader.

    Das spiegelte sich schon in der Vorbereitung wider. Die Ergebnisse waren mäßig, immer wieder waren die Coaches gezwungen, einzugreifen. „Es gab nur ein oder zwei Spiele, in denen ich nicht selbst mitgespielt habe“, so Kröner. Auch deshalb will er sich momentan noch nicht auf ein endgültiges Ziel festlegen: „Aufgrund der personellen Situation und der Umwälzungen im Kader muss man ganz klar sagen, dass wir die ersten Punkte gegen den Abstieg holen müssen. Wir müssen schauen, wie sich der Kader entwickelt.“

    Nicht zuletzt die schlechte Rückrunde könnte laut Kröner einer der Gründe dafür gewesen sein, warum sich der ein oder andere Spieler noch gegen den SV entschieden habe. „Dennoch haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und versucht, unseren Kader zu verstärken.“

    Dass die Landesliga in der kommenden Saison wieder auf 18 Teams aufgestockt wurde, macht es für ihn und sein Team nicht besser. „Wir wissen, dass es – geht man vom Ist-Zustand aus – eine ganz schwere Runde für uns wird“, so Kröner. Die Qualität der Liga bewertet er höher als in der letzten Saison. Die Aufsteiger Vatan Spor Aschaffenburg, VfL Frohnlach und FT Schweinfurt kommen mit eine großen Euphorie aus ihren jeweiligen Bezirksligen. Auch andere Mannschaften haben aufgerüstet, zudem seien die umgruppierten Teams wie der FC Lichtenfels oder der SV Memmelsdorf ebenfalls gestandene Landesliga-Mannschaften.

    Zum Auftakt müssen die Euerbacher gegen Lichtenfels und Frohnlach ran. Kröner: „Wir sind realistisch genug, dass der Beginn nicht wie letzte Saison sein wird, wo wir eine solide Saison gespielt haben und uns unserer Stärken auch bewusst waren.“ Die Vorzeichen haben sich ein wenig verschoben und man müsse in Euerbach einiges wieder holen, das man bereits erarbeitet hatte.

    Abgänge: Julian Brändlein, Mohammed Ghanem, Thomas Heinisch, Daniel Hey (alle Karriereende), Marcial Weisensel (SG Sennfeld). Zugänge: Andreas Bauer (Würzburger FV), Edisan Berisha (SV Hagenbüchach), Stefan Hahn (FT Schweinfurt 2), Louis Hiltel (eigene U19), Lukas Schmitt (TSV Aubstadt U19), Kilian Schunter (Aschaffenburg), Pascal Stahl (TSV Großbardorf).

    Kader, Tor: Irnes Husic, Kilian Schunter. Abwehr: Osama Alawami, Andreas Bauer, Constantin Brach, Stefan Hahn, Patrick Helfrich, Niko Papatzimos, Florin Popa, Marcel Schmitt, Frederik Weiß, Daniel Zänglein, Alexander Zirkel. Mittelfeld: Edisan Berisha, Nikos Bude, Mirza Mekic, Lucian Murgoci, Lukas Schmitt, David Thomas, Pascal Waigand. Angriff: Philipp Hoherz, Hassib Mansoori, Ronaldo Mucaj, Pascal Stahl.

    Trainer: Oliver Kröner (seit 2017). Saisonziel: möglichst schneller Klassenerhalt. Meistertipp: SV Alemannia Haibach, TG Höchberg.

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