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    FAUSTBALL: BUNDESLIGA

    Warum der TV Oberndorf trotz einer 0:5-Pleite nicht unzufrieden ist

    Seltener Anblick: Oberndorfs Schlagmann Oliver Bauer "steht" in der Luft und befördert das Spielgerät mit einer Seitwärtsbewegung hinter die Leine in die Pfungstadter Hälfte. Foto: Wolfgang Müller

    Faustball

    Bundesliga Süd Männer Feld

     

    TV SW-Oberndorf – TSV Pfungstadt 0:5  

     

     

    1. (1.) TSV Pfungstadt 10 10 0 0 50 : 3 20 : 0  
    2. (3.) TSV Calw 9 6 0 3 33 : 21 12 : 6  
    3. (2.) TV SW-Oberndorf 9 6 0 3 33 : 23 12 : 6  
    4. (4.) TV Käfertal 10 4 0 6 25 : 34 8 : 12  
    5. (5.) TV Unterhaugstett 10 5 0 5 36 : 31 10 : 10  
    6. (6.) FBC Offenburg 10 5 0 5 31 : 37 10 : 10  
    7. (7.) TV Augsburg 10 3 0 7 23 : 41 6 : 14  
    8. (8.) TV Vaihingen/Enz 10 0 0 10 9 : 50 0 : 20  

     

    TV Oberndorf – TSV Pfungstadt 0:5 (9:11, 9:11, 6:11, 9:11, 9:11)

    Im vorletzten Saisonspiel unterlag der TV Oberndorf dem Serienmeister TSV Pfungstadt mit 0:5. „Wir haben schon deutlicher gegen Pfungstadt verloren“, sagte TVO-Spielführer Fabian Sagstetter angesichts der Tatsache, dass vier Sätze mit nur zwei Punkten Abstand an die Gäste gingen. Er sprach von einem „guten, aber nicht sehr guten Spiel“ – und brachte es damit auf den Punkt.

    Abgesehen vom 6:11 im dritten Satz, in dem Pfungstadt sehr stark aufspielte, waren die Sätze auch im Verlauf durchweg knapp. Gab es in der Anfangsphase, begünstigt durch den noch regennassen Rasen und den damit schnellen, flach abspringenden Bällen, viele direkte Aufschlagpunkte, waren später auch vermehrt starke Einzelleistungen aus dem Spiel heraus zu sehen. Die Gäste aus Südhessen waren im zweiten und fünften Durchgang nervenstärker und drehten ein Mal ein 8:9 zu einem 11:9 – und im finalen Satz ein 6:8 zu einem 11:9.

    Oberndorfer Endspiel gegen Calw

    Jetzt geht es im letzten Spiel gegen den TSV Calw noch darum, ob der TVO sich als Zweit- oder Drittplatzierter für die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Der Sieger ist Zweiter, der Verlierer Dritter. Für Fabian Sagstetter kommt dieses finale Spiel am Samstag in Calw nicht sonderlich gelegen, befindet er sich doch zeitgleich, in seiner Rolle als Nationalmannschaftskapitän, beim WM-Vorbereitungslehrgang in Käfertal. Für ihn bedeutet das: Früh noch eine Trainingseinheit in Mannheim, dann eineinhalb Autostunden zum Spiel in den Nordschwarzwald – und am Abend wieder zurück.

    Das Spiel in Calw sollte im Hinblick auf die Deutsche in Schleswig-Holstein jedenfalls unbedingt gewonnen werden, auch wenn die möglichen Auftaktgegner aus der Nord-Liga, der Zweite TSV Hagen – oder der Ausrichter VfL Kellinghusen (Rang sechs), beide als unbequeme Gegner gelten. Dieses Spiel will das Team von Trainer Joachim Sagstetter natürlich auch gewinnen, um dann im Halbfinale zu stehen. Aber bis dahin sind noch fast fünf Wochen Zeit.

    Die Entwicklung im Oberndorfer Faustball beurteilt Trainersohn sehr positiv. „Es ist die siebte, achte, neunte gute oder sehr gute Saison“, sagte er. Das Prädikat „sehr gut“ gibt es bei Sagstetter, wenn die Qualifikation zur Deutschen geschafft wurde, was meistens gelang. Er lobte die Konstanz und die jungen Spieler, die einen guten Schritt vorangekommen seien – wie beispielsweise Janne Habenstein, den frisch gebackenen U-18-Europameister. Gleiches erreichten bereits Jaro Jungclausen und Johann Habenstein mit der U 21.

    Ein weiterer Pluspunkt ist die Spielstärke der zweiten Mannschaft. „Die rückt immer näher an die Bundesliga-Mannschaft heran“, führte der Nationalspieler aus. Klar, von der Bayernliga sind es noch zwei Spielklassen bis in die höchste Liga. Früher sei es laut Sagstetter von der Bezirksliga ein noch größerer Sprung gewesen. Und damit naturgemäß schwieriger, Spieler „nach oben in die Bundesliga zu ziehen.“ Ein weiterer positiver Effekt aufgrund der nicht zu großen Leistungsunterschiede sei das wesentlich höhere Niveau beim Training.

    Wenn Welt- und Europameisterschaft gespielt sind – und die Hallensaison wieder beginnt, wird der 28 Jahre alte Sagstetter nicht dabei sein. Er hat eine neue Herausforderung angenommen und wird als Profi in Eltmann Volleyball spielen. „Wenn diese Anfrage ein Jahr früher gekommen wäre, hätte ich sie abgelehnt, da die internationalen Faustballeinsätze – inklusive der Vorbereitungen auf die Turniere – Vorrang gehabt hätten“, erklärte er. Noch ein Jahr später würde das Ganze auch nicht gehen, da für ihn dann die Tätigkeit als Referendar ansteht.

    Für Oberndorf spielten: Oliver Bauer, Fabian Sagstetter, Maximilian Lutz, Jaro Jungclausen, Johann Habenstein, Florian Dworaczek.

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