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    EISHOCKEY: BAYERNLIGA

    Warum die Mighty Dogs punkten müssen

    Wollen am Wochenende auch vor eigenem Publikum siegen: Die Schweinfurter um Stürmer Lukas Fröhlich (vorne). Foto: Marion Wetterich

    Eishockey

    Bayernliga

    EHC Königsbrunn – ERV Schweinfurt (Freitag, 20 Uhr)

    ERV Schweinfurt – EHC Königsbrunn (Sonntag, 18 Uhr, Icedome)

    Aktuell befindet sich der ERV Schweinfurt auf einem Tabellenplatz, der direkt in die Abstiegsrunde führen würde. Allerdings ist auch Rang sechs nur fünf Punkte entfernt, wobei der Sechste aus Landsberg auch noch ein Spiel weniger absolviert hat. Um so wichtiger ist es für die Mighty Dogs an diesem Wochenende, in den zwei Duellen mit dem direkten Tabellennachbarn aus Königsbrunn zu punkten, um nicht weiter in den Tabellenkeller zu rutschen – und gleichzeitig die Schlagdistanz zu den vorderen Plätzen zu wahren. Sicher kein leichtes Unterfangen für das Team von Trainer Michael Dippold – nach zuletzt vier Niederlagen in Serie und einem damit nicht gerade ausgeprägten Selbstvertrauen.

    „Ich will an diesem Wochenende beide Spiele gewinnen“, betont der Coach und weiß gleichzeitig, dass es bereits wichtig wäre, auswärts in Königsbrunn am Freitagabend (20 Uhr) Zählbares mitzunehmen, um nicht im Heimspiel am Sonntag ab 18 Uhr noch mehr unter Druck zu sein. Zudem ist für den ERV auch an der Zeit, auswärts zu punkten, gingen doch bislang alle Partien in der Fremde glatt verloren.

    Wiedersehen mit dem EHC-Goalie

    Bei den Duellen mit den Pinguinen wird es auch ein Wiedersehen mit einem Schweinfurter Eigengewächs geben. Denn auf Seiten des EHC wird in beiden Partien Nico Hetzel das Tor hüten, da Torfrau Jennifer Harß mit der deutschen Nationalmannschaft unterwegs ist. Fehlen wird den Königsbrunnern hingegen Leistungsträger Patrick Zimmermann, der nach der 1:5-Niederlage gegen Passau am vergangenen Sonntag seinen Vertrag aus beruflichen Gründen auflöste. „Das wird ihnen sicherlich wehtun“, glaubt Dippold, der gleichzeitig hofft, dass der Trainerwechsel in Königsbrunn vor gut zwei Wochen nicht neue Kräfte beim Gegner freigesetzt hat. „Ich möchte nach dem Spiel nicht schon wieder vom gegnerischen Trainer hören, dass sie gegen uns ihre beste Saisonleistung gebracht haben.“

    Das zu verhindern ist allerdings auch die Aufgabe der Mighty Dogs, die ohne den für die litauische Nationalmannschaft freigestellten Domantas Cypas auskommen müssen. Ansonsten hat Dippold aber fast alle Mann an Bord und ist zuversichtlich, dass das Team auf den Punkt fokussiert ist.

    „Wir hatten in dieser Woche eine interne Aussprache. Alle – Spieler, Trainer, Vorstand – haben sich reflektiert. Ich denke, dass uns das ein ganzes Stück vorangebracht hat“, so der Trainer, der seiner Mannschaft zudem eine konzentrierte und intensive Trainingswoche attestierte.

    Wie er den Ausfall von Cypas, der es als Verteidiger in dieser Saison bereits auf beachtliche acht Scorerpunkte bringt, defensiv aber auch immer wieder Schwächen offenbarte, kompensieren will – ob mit nur fünf Verteidigern oder durch das Zurückziehen eines Stürmers – wird erst kurzfristig entschieden. Maximilian Rabs, der in dieser Runde schon mehrfach als Verteidiger in die Bresche sprang, wird zumindest am Freitag keine Alternative sein, da er aufgrund seiner Spieldauerstrafe vom vergangenen Sonntag gesperrt ist. Festgelegt hat sich der 50-Jährige hingegen bei den Torhütern: Phillip Schnierstein wird zumindest beim ersten Duell mit dem EHC auf dem Feld stehen. „Was den Sonntag betrifft, warte ich die Leistung am Freitag ab.“

    Ansonsten plant der frühere Bayreuther keine wesentlichen Veränderungen der Reihen. „Jeder soll noch einmal seine Chance bekommen. Aber die Jungs müssen jetzt auch abliefern. Diese beiden Spiele sind für den weiteren Saisonverlauf unheimlich wichtig.“

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