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    Fußball

    Einwurf: Chance auf Profi-Fußball

    Was hat es alles schon für Luftnummern bei den Bemühungen des FC 05 Schweinfurt um potente Hauptsponsoren gegeben. Händler von Mini-Trikots fürs Auto, Energy-Drinks und Gesundheitspülverchen, ein thailändischer TV-Sender und ein Mann mit einem nicht existenten Geldkoffer fallen mir ein. Nichts von alledem war seriös. Nie fand der Klub ein Auskommen mit seinen Einnahmen, glücklich überstand er ein Insolvenzverfahren.

    Die Nachricht von einem neuen Investor für den gerade auf den letzten Tabellenplatz der Bayernliga gerutschten FC 05 muss daher erst einmal für Skepsis sorgen. Doch diesmal scheint alles anders zu sein. Das Unternehmen kommt aus der Region, seine Geschäfte laufen glänzend und die beiden Chefs wollen beweisen, dass Fußball am Traditionsstandort Schweinfurt erfolgreich und kostendeckend betrieben werden kann. Zusammen mit FC-Beiräten, die diese große Chance erkannten, entstand in den letzten Wochen ein Konzept für die gemeinsame Zukunft der Drucker von „Flyeralarm“ und der 05-Fußballer. Ohne die Beteiligung der Vereinsführung, die es erst einen Tag vor den Medien präsentiert bekam. Die Mitglieder des Vereins werden zu entscheiden haben, ob sie die neuen Strukturen zulassen wollen. Aber es gibt keine Alternative.

    Ob es dann wirklich klappen kann mit der Dritten Liga, ist völlig offen. Auf jeden Fall wäre es eine Chance für Unterfranken auf den vermissten Profi-Fußball.

    Von Hans Strauss

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