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    EISHOCKEY:

    Die Mighty Dogs ringen Ulm nieder

    Gab erstmals Anweisungen an der Bande: Leos Zajic (links). Bei seinem Einstand siegten die Mighty Dogs knapp mit 2:1 geg... Foto: Marion Wetterich

    Eishockey

    Verzahnungsrunde B

    ERV Schweinfurt – VfE Ulm/Neu-Ulm 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)

    Es ging an die Nerven, was der ERV Schweinfurt seinen Anhängern im Icedome darbot. Am Ende stand ein nicht unverdienter, aber hart erkämpfter 2:1-Sieg gegen Ulm/Neu-Ulm zum Einstand von Leos Zajic an der Schweinfurter Bande. „Das war sicherlich kein Spiel fürs Auge, aber eines fürs Herz“, fasste der 60-Jährige seine ersten 60 Minuten auf der ERV-Bank zusammen.

    Dabei erwischten die Schweinfurter den besseren Start und gingen in Überzahl – drei Sekunden vor Ablauf der Strafe – durch Patrik Rypar mit 1:0 in Führung (6.). Und das auf Zuspiel von Viktor Ledin, der diesmal in der ersten Reihe neben Rypar und Spielertrainer Josef Straka auflaufen durfte.

    Drei Mann bleiben auf der Bank

    Jan Kouba rückte dafür statt Jonas Manger ins zweite Glied, der in der dritten Reihe ran durfte, was Lucas Kleider, Martin Oertel und Stephan Trolda über die kompletten 60 Minuten verwehrt blieb. „Ich habe in der Woche mit Josef gesprochen und wir waren uns einig, dass wir nach dem Pfaffenhofen-Spiel etwas verändern wollten“, so Zajic, der aber deutlich machte, dass die Entscheidungen von Straka getroffen wurden.

    Er selbst konnte die Mannschaft schließlich erstmals im Training am Donnerstag unter die Lupe nehmen. „Das war heute nicht einfach. Die Jungs haben mich da ja zum ersten Mal gesehen.“ Das Schwerste für den erfahrenen Trainer sei allerdings gewesen, die Dinge während des Spiels weitestgehend laufen zu lassen. „Ich bin eigentlich schon jemand, der gerne Entscheidungen trifft. Heute ging es aber darum, das Team anzuleiten und die Spieler immer wieder an die getroffenen Absprachen zu erinnern – und nicht so sehr ins Spiel einzugreifen.“

    Kessler hält den ERV im Spiel

    Das taten dafür die Referees Roland Wittmann, Jan Kaderabek und Tim Laudenbach, die durch strittige Entscheidungen eine bereits hitzige Atmosphäre auf dem Eis weiter anheizten. Die Leistung auf Seiten der Gäste war da deutlich besser. Ebenfalls in Überzahl kamen die aggressiv spielenden Ulmer zum verdienten Ausgleich. Im Mitteldrittel ließen sich die Schweinfurter dann durch die harte Spielweise der Gäste teilweise den Schneid abkaufen.

    „Da waren wirklich viele versteckte Fouls im Spiel, die dann auch nicht geahndet wurden“, so Doppeltorschütze Rypar, der auch im Mitteldrittel die beste Schweinfurter Chance hatte, aber am Ulmer Goalie scheiterte (32.). In der Folge rückte dann Kevin Kessler immer mehr in den Mittelpunkt, der zwischen der 37. und 40. Minute gleich vier gute Paraden zeigte. „Da hätten wir das Spiel auf unsere Seite ziehen können“, befand auch Ulms Trainer Robert Linke – zu Recht.

    Mighty Dogs machen zu wenig aus der Überzahl

    Im Schlussdrittel waren es dann vor allem die Hausherren, die fast permanent Druck erzeugten und immer öfter in Überzahl agierten. „Da müssen wir uns verbessern. Da ist viel zu wenig bei rausgekommen“, analysierte Zajic, der dann doch noch den 2:1-Siegtreffer bejubeln durfte. Denn in der 55. Spielminute war es erneut Rypar, der den Puck im Ulmer Tor versenkte. 

    „Da ist uns ein großer Stein vom Herzen gefallen. Ich war mir aber auch sicher, dass das heute Abend reicht“, so Rypar. Fast wäre es aber noch anders gekommen. Denn zwei Minuten vor dem Ende trafen die Gäste den linken Außenpfosten. So feierten am Ende glückliche Schweinfurter einen hart erkämpften und wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt. 

    Schweinfurt: Kessler – Schäfer, Schadewaldt, Faust, Knaup, Köder, A. Kleider – Straka, Rypar, Ledin, Kouba, Grüner, Zajic, Tratz, Rabs, Manger. Tore: 1:0 (6.) Rypar (Ledin 5-4), 1:1 (15.) Brückner (Synek, Ceslik 5-4), 2:1 (55.) Rypar (Schäfer, Straka). Strafminuten: 16/24. Schiedsrichter: Wittmann (Kaderabek, Laudenbach). Zuschauer: 592.

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