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    EISHOCKEY: BAYERNLIGA

    ERV mit glanzlosem Pflichtsieg über Dorfen

    Die Migthy Dogs in Feierlaune: Soeben hat Jeffrey Murray (Mitte) das 2:0 für die Schweinfurter erzielt. Foto: Marion Wetterich

    Eishockey

    Bayernliga

     

    TSV Peißenberg – EHF Passau 6:5  
    EHC Waldkraiburg – EA Schongau n.V. 3:2  
    EC Pfaffenhofen – EC Bad Kissingen abg.  
    ERV Schweinfurt – ESC Dorfen 6:2  
    HC Landsberg – EHC Klostersee n.V. 3:2  
    EHC Königsbrunn – Erding Gladiators 7:4  
    TEV Miesbach – ESC Geretsried 8:4  

     

    ERV Schweinfurt – ESC Dorfen 6:2 (2:0, 1:1, 3:1)

    Nach dem Rückzug der Bad Kissinger Wölfe und der damit verbundenen Annullierung aller Kissinger Ergebnisse, war das Duell der Mighty Dogs mit dem ESC Dorfen das Duell Tabellenvorletzter gegen -letzter. Ein Sieg war für die Gastgeber also Pflicht und diese wurde mit dem 6:2-Erfolg erfüllt. Viel mehr allerdings auch nicht, was den sportlichen Leiter, Christopher Schadewaldt, der diesmal auch das Team auf der Bank betreute nach Spielende noch merklich mitnahm: „Ich bin sehr enttäuscht über die Leistung der Mannschaft. Das war Eishockey ohne Herz und Leidenschaft. Kein Powerhockey. So kann man in Heimspielen nicht auftreten“, ging er mit der Mannschaft trotz des Sieges hart ins Gericht.

    „Die Torhüter haben heute den Unterschied gemacht. Bei uns war es halt der erste, bei Dorfen der Vierte.“
    ERV-Sportleiter Christopher Schadewaldt

    Dabei ließ sich die Partie im ersten Drittel aus Schweinfurter Sicht recht gut an. Die Mighty Dogs wirkten spritziger als zuletzt, in der Defensive konzentrierter und zeigten von Beginn an Zug zum Tor. Das erste Powerplay in neuer Formation brachte dann auch gleich die Führung für den ERV durch Oleg Seibel (5.), der den Puck nach einem Gestocher vor dem Tor am langen Pfosten schließlich einschieben konnte. In der Folge ließen die Schweinfurter reihenweise gute Gelegenheiten liegen, sodass es nach dem weiteren Treffer von Jeffrey Murray (17.) nur mit einem 2:0-Vorsprung in die erste Pause ging.

    Ein Spielverlauf, der durchaus in Ordnung zu nennen wäre, hätte man nicht in eigener Halle gegen den personell stark dezimierten Tabellenletzten gespielt. „Wir haben im Moment sehr viele Verletzte. Vor allem der Ausfall aller drei Goalies ist natürlich sehr schwer für uns“, so der in Schweinfurt bestens bekannte Dorfen-Trainer Randy Neal, dem an diesem Abend nur zweieinhalb Reihen zur Verfügung standen und dabei etliche Leistungsträger fehlten.

    Dass diese dezimierte Mannschaft im zweiten Drittel durch nachlassende Schweinfurter wieder ins Spiel geholt wurde, missfiel Schadewaldt deutlich. Denn direkt nach einer erneut vergebenen Großchance von Jan Kouba (23.) handelten sich die Schweinfurter einen Konter zum 2:1 ein (24.). In eigener Überzahl setzte es dann beinahe den Ausgleich, den nur Philipp Schnierstein im Tor der Mighty Dogs mit einer Glanztat vereitelte. „Die Torhüter haben heute den Unterschied gemacht“, betonte der sportliche Leiter. „Bei uns war es halt der erste, bei Dorfen der Vierte.“

    Ansonsten sprach Schadewaldt nur den jungen Spielern ein Kompliment aus. „Die Jungen waren bei uns die besten.“ Das ging vor allem an Lukas Kleider, der seit Wochen ein Stabilitätsfaktor in der Defensive ist und auch mit dem 3:1 (35.) erneut einen wichtigen Treffer markierte, als auch an David Adam, der in der zweiten Reihe ein ordentliches Spiel machte und zwei Assists beisteuerte. Viele andere agierten weitgehend uninspiriert und schafften es somit folgerichtig nicht, das Spiel frühzeitig zu entscheiden.

    Im Gegenteil: In Unterzahl kassierten die Hausherren das 3:2 (44.) und hätten in der Folge auch beinahe den Ausgleich hinnehmen müssen. „Ich hatte das Gefühl, dass wir bei einem Ausgleichstreffer von Dorfen das Spiel sogar noch verloren hätten“, mahnte Schadewaldt an.

    Doch es kam anders: Binnen vier Minuten und 19 Sekunden schraubten die Schweinfurter das Ergebnis auf 6:2 in die Höhe und sicherten sich so drei wichtige Zähler, nicht aber die Begeisterung von Fans und Verantwortlichen. Für einige Spieler könnte es entsprechend ungemütlich werden, wenn der ERV einen neuen Trainer bekommt, und wenn das Wechselfenster am ersten Dezember wieder öffnet, sicher auch einige Neuzugänge.

    Schweinfurt: Schnierstein – Cypas, L. Kleider, Faust, Babinsky, A. Kleider, Köder – Kouba, Grüner, Manger, Fröhlich Murray, Adam, Ledin Tratz, Seibel.

    Tore: 1:0 (5.) Oleg Seibel (Jan Kouba, Jeffrey Murray 5-4), 2:0 (17.) Murray (Lukas Fröhlich, David Adam), 2:1 (25.) Bastian Rosenkranz (Christian Göttlicher, Martin Saluga), 3:1 (35.) Lukas Kleider, 3:2 (44.) Tobias Fengler (Andreas Attenberger 5-4), 4:2 (51.) Fröhlich (Daniel Tratz), 5:2 (54.) Kouba (Domantas Cypas), 6:2 (55.) Tratz (Adam). Strafminuten: 12/8. Schiedsrichter: Michael Fischer (S. Futterknecht, U. Schlesiger). Zuschauer: 431.

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