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    Eiskunstlauf

    Der Traum von der Eisprinzessin

    Die Pose sitzt schon mal: Milana Sterzl (ERV Schweinfurt) in der Beginners Gruppe 4b. Foto: Marion Wetterich

    Ganz schön voll war's im Icedome: 150 Starterinnen im Alter von vier bis 47 Jahren und ja, auch zehn Jungs tummelten sich auf dem Eis beim 15. Schweinfurter Eiskunstlaufwettbewerb. Der gastgebende ERV stellte 32 Teilnehmer, die weiteste Anreise hatte eine Gruppe aus Berlin - obwohl es maßgeblich ja auch um die unterfränkische Meisterschaft ging.

    • Und hier gibts alle Ergebnisse von der unterfränkischen Meisterschaft
    Na, was machen die Schützlinge? ERV-Trainerin Dagmar Buchholz-Köhler (rechts) schaut gespannt den Darbietungen zu. Foto: Marion Wetterich

    Mittendrin im Gewusel: die elfjährige Schweinfurterin Laura Leneschmidt. In ihrer Kürklasse 7 wird sie Zweite der Unterfränkischen. Das erste mal Figuren aufs Eis gezaubert hatte sie mit Sechs. Da stand sie schon länger auf Schlittschuhen und schaute sich wahnsinnig gerne das Eiskunstlauftraining beim ERV an - als Zuschauerin. "Das hat mich so begeistert, dass ich unbedingt selbst mal mitmachen wollte." Seit diesem Zeitpunkt hat Laura auch "den großen Traum, professionelle Eiskunstläuferin zu werden. Sprünge und Pirouetten in die Küren einzubauen und damit vor Publikum aufzutreten, macht mir riesig Spaß."

    Alexandra Trussowa als Vorbild

    Doch aller Anfang war schwer. Auch bei Laura, die bei der Frage nach ihrem Vorbild sofort die russische Eiskunstläuferin Alexandra Trussowa nennt, die 2018 Junioren-Weltmeisterin wurde. Aber: Laura wurde bei ihrem ersten Turnierstart nach einer sehr kurzen Vorbereitungszeit Dritte. Trotz einiger Siege, ist ihr dieser Tag als ein besonders schönes Erlebnis in Erinnerung.

    "Vor Publikum aufzutreten, macht mir riesig Spaß."
    Eiskunstläuferin Laura Leneschmidt über ihr Kürprogramm

    Freilich ist es bis zu ihrem Ziel, eine richtige Eisprinzessin zu werden, noch ein weiter Weg, aber Laura lässt sich nicht beirren und trainiert deswegen vier Mal in der Woche jeweils 75 Minuten, manchmal auch länger. Dabei kann sie sich der Unterstützung ihrer Eltern sicher sein, die sie bereitwillig zu Trainingseinheiten und Turnieren fahren. Mit den Bedingungen beim ERV ist Laura vollkommen zufrieden. Schließlich wird sie von Dagmar Buchholz-Köhler trainiert, der Schweinfurter Eiskunstlauf-Ikone.

    Musik von Pink und pinkes Kleidchen

    Die Saison beginnt jeweils im September und dauert bis Ende März. Am Anfang einer Saison wählt Laura "ihre" Musik aus, zu der sie gerne Kür laufen möchte. Wenn die Trainerin damit einverstanden ist, wird ein passendes Kürkleid entworfen, welches von einer Bekannten nach Lauras Wünschen und mit viel Liebe fürs Detail genäht wird. "In dieser Saison habe ich mich für ein Lied von Pink entschieden" - da bot es sich natürlich an, ein pinkes Kleid zu tragen. Parallel dazu stellt die Trainerin eine Choreographie zusammen, die erst eingeübt und noch verfeinert werden muss. Nach etwa zwei Monaten mit viel Trainingseifer sitzt die Kür dann, mit der es auf die Turniere geht.

    Gelenkig: Anastasia Skrylev (ERV Schweinfurt) in der Beginners Gruppe 4b. Foto: Marion Wetterich

    Für Fußball oder Korbball interessiert sich Laura weniger, lieber schaut sie in der Eishockey-Bayernliga bei den Mighty Dogs zu . "Da bin ich auch schon zwei Mal in der Halbzeitshow aufgetreten", erzählt die Elfjährige stolz. Stolz war sie auch bei der Unterfränkischen auf ihr Team vom ERV Schweinfurt. Der Veranstalter räumte nämlich jede Menge gute Platzierungen ab. Neben elf Siegen gab's zwölf zweite und sechs dritte Plätze.

    Andreas Greubel

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