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    KAMPFSPORT

    Der Jüngste war der Größte

    Kevin Krüger (unten) hält seinen Kontrahenten beim MMA in einer Würgetechnik. Der Haßfurter kehrte mit zwei Vizeweltmeistertiteln nach Hause zurück. Foto: Leon Scheming

    Fünf Kampfsportler der Extreme Arts Academy Haßfurt waren beim „World Cup“ in Bregenz in der Österreich am Start. Dabei sprangen ein Weltmeistertitel und sechs weitere Plätze auf dem Treppchen im Kickboxen und Mixed Martial Arts heraus.

    Der 23-jährige Kevin Krüger aus Haßfurt bestritt bei dieser Großveranstaltung sein Debüt im „Mixed Martial Arts“, zu Deutsch „gemischte Kampfsportarten“. In dieser Disziplin sind Schlag- und Tritttechniken zugelassen. Krüger gewann das Halbfinale eindeutig, indem er seinen Gegner nach einigen Boxtechniken und Kniestößen mehrmals zu Boden warf und ihn dort mit sauberen Schlägen unter Druck setzte. Mit einem Armstreckhebel brachte der Haßfurter seinen Kontrahenten schließlich zur Aufgabe. Im Finale unterlag er dann aber seinem zwölf Kilo schwereren Widersacher knapp nach Punkten, freute sich aber über den MMA-Vize-Weltmeistertitel im Schwergewicht.

    Außerdem startete Krüger im „Grappling“, auch Griff- bzw. Bodenkampf genannt. Im Gegensatz zum MMA sind in dieser Disziplin keinerlei Schläge oder Tritte erlaubt. Da hier die Gewichtsklassen ebenfalls zusammengelegt wurden, stand dem Haßfurter im Halbfinale ein 130 kg schwerer Kämpfer gegenüber, wovon sich Krüger allerdings nicht beeindrucken ließ und den Kampf bereits nach rund 25 Sekunden durch Aufgabe des Gegners beendete, nachdem der Athlet auch hier einen Armstreckhebel erfolgreich anbringen konnte.

    Im Finale gab es erneut einen knappen Punkteentscheid zugunsten seines Rivalen, sodass Krüger somit einen zweiten Vize-Weltmeistertitel nach Haßfurt holt.

    Ähnlich verlief es bei dem 24-jährigen Julian Ehehalt. Der Haßfurter trat ebenfalls im MMA und im Grappling an. Ehehalt zog in das MMA-Finale der Gewichtsklasse bis 70 kg ein, indem er seinen Halbfinalgegner mit Schlägen, Tritten und auch im Bodenkampf komplett dominierte. Aufgrund einer Fußverletzung, die er sich im Vorkampf zuzog, musste der Finalkampf kurz vor Ende abgebrochen werden. Auch im Grappling war deshalb nach dem Halbfinale Schluss für Ehehalt, um keine größeren Verletzungen zu riskieren. Dennoch standen der Vize-Weltmeistertitel im MMA und Platz 3 im Grappling zu Buche.

    Die Augsfelderin Ria Espig ging bei den Damen unter 65 kg im Kickboxen an den Start. Die Vize-Weltmeisterin aus dem Jahr 2016 zog in das Halbfinale ein, indem sie ihre Viertelfinalgegnerin mit langen Schlägen und Tritten auf Distanz hielt, somit zahlreiche Punkte sammelte und das Duell vollständig dominierte. Auch im Halbfinale lag die 29-Jährige deutlich vorne, es kam allerdings aufgrund eines Punkteabzugs zu einem knappen Punkteentscheid zu Gunsten ihrer Kontrahentin. Espig sicherte sich somit Platz 3 auf dem Treppchen.

    Der 18-jährige Kickbox-Newcomer Leon Scheming aus Haßfurt ging erstmals bei den Herren in der Gewichtsklasse über 90 kg an den Start. Der fast zwei Meter große Schwergewichtler hielt im Halbfinale seinen Gegner auf Abstand. In der zweiten Hälfte des Kampfes konnte sein erfahrener Kontrahent jedoch vermehrt die Distanzangriffe umgehen und ebenfalls Punkte sammeln. Der junge Haßfurter unterlag schließlich knapp nach Punkten und musste sich Bronze im Kickboxen zufrieden geben.

    Nachwuchskämpfer Julian Bader zeigte ebenfalls eine starke Leistung im Kickboxen. Der erst zehnjährige Athlet gewann den Finalkampf sogar bereits nach einer Minute der ersten Runde. Aufgrund technischer Überlegenheit des Haßfurters wurde der Kampf nach zahlreichen deutlichen Treffern abgebrochen. Er trägt somit den Weltmeistertitel der Altersklasse U 14 in der Gewichtsklasse bis 40 kg.

    Ein Weltmeistertitel und sechs weitere Plätze auf dem Treppchen im Kickboxen und Mixed Martial Arts holte die „Extreme Arts Academy“ nach Haßfurt. Trainer Denny Krüger (links) kann zurecht stolz auf seine Schützlinge (weiter von links) Kevin Krüger, Ria Espig, Julian Bader, Julian Ehehalt und Leon Scheming sein. Foto: Leon Scheming

    Von Denny Krüger

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