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    FUSSBALL: KREISLIGA 2

    Das Momentum liegt beim TV Jahn

    Ein ständiger Unruheherd: Hier bringt der Schweinfurter Marcel Krug (rechts) die Knetzgauer Abwehr um Verteidiger Dominik Heide (links) und Torhüter Patrick Popa-Zobel arg in die Bredouille. Foto: Steffen Krapf

    Im Fußball hängt viel davon ab, einen Lauf und das Momentum auf seiner Seite zu haben. Das 2:4 (1:1) des TSV Knetzgau in der Kreisliga Schweinfurt 2 gegen den TV Jahn Schweinfurt war das beste Beispiel dafür. Die Knetzgauer, die vergangene Saison als Tabellendritter nur haarscharf an der Relegation vorbeigeschrammt sind, mussten im Sommer einige ungeplante Abgänge verkraften, die nicht adäquat ersetzt werden konnten – und erleben bislang eine Spielzeit zum Vergessen.

    „Wir gehen momentan auf dem Zahnfleisch“, sagte Co-Trainer Matthias Zdizeblo, der den verhinderten Coach Joachim Kaiser am Sonntag ersetzen musste. Auch auf dem Feld war der TSV mal wieder, wie so oft in dieser Saison, arg dezimiert. Fünf Stammspieler fielen aus, unter anderem Torhüter Jürgen Ullrich. Neun Punkte aus den ersten neun Spielen – das ist nicht die Ausbeute, mit der man in Knetzgau zufrieden sein kann.

    Der TSV wehrt sich

    Mit einer ganz anderen Ausgangslage ging der Gast aus Schweinfurt ins Spiel. Als Aufsteiger mischt der TV Jahn die Kreisliga gehörig auf und hatte vor der Begegnung bereits 15 Punkte auf der Habenseite. Welche der beiden Mannschaften den Lauf hat, wurde schon nach elf Minuten deutlich, als Markus Weber zur Gäste-Führung traf. Die Hausherren stemmten sich aber nach Kräften dem Negativtrend entgegen und kamen nach 31 Minuten durch Linksaußen Maid Imamovic zum verdienten 1:1-Ausgleichstreffer.

    Nach der Pause waren es erneut die Schweinfurter, die wacher wirkten. Nach einem langen Ball über das halbe Spielfeld lenkte Jahn-Stürmer Marcel Krug per Kopf den Ball mit einer Bogenlampe unhaltbar ins Knetzgauer Gehäuse (49.).

    Krug-Show in Halbzeit zwei

    Es sollte nur der Beginn der Krug-Show vor 60 Zuschauern sein. In einer intensiven, hart umkämpften Begegnung, in der die Heimelf mehr investierte, war es aber am Ende immer Jahn-Kapitän Marcel Krug, der den Unterschied machte. In der 69. Minute nahm es der Spielführer mit zwei Gegenspielern auf, schüttelte sie ab und vollendete zum 1:3. Auf der Gegenseite vergab der TSV beste Torchancen. Als Raphael Strätz nach einer maßgenauen Flanke von Manuel Schuster völlig freistehend zum 2:3 einköpfte (87.), keimte nochmal etwas Hoffnung auf.

    Das Momentum war aber in diesem Spiel immer, wenn es eng wurde, auf Schweinfurter Seite. Als Krug in der zweiten Minute der Nachspielzeit sein drittes Tor erzielte, war klar: Bei Knetzgau geht derzeit kaum etwas zusammen, der der TV Jahn macht aktuell viel richtig – und schleicht sich allmählich an die Spitzengruppe der Liga ran.

    „Wir haben heute gezeigt, dass wir alt genug sind“, sagte Dreifach-Torschütze Krug, nachdem die nächsten drei Punkte auch ohne den krankheitsbedingt fehlenden Meistertrainer Florian Riegel eingefahren wurden: „Heute ging es um Kampf und Leidenschaft. All das haben wir auf dem Platz gut gezeigt.“ Das zeigten auch die Knetzgauer. Nur: Wenn es nicht läuft, läuft es eben nicht. „Das war unnötig. Ein Punkt wäre mindestens verdient gewesen“, fand Zdizeblo nach der fünften Saisonpleite, die sinnbildlicher für den aktuellen Verlauf nicht stehen könnte.

    Die Statistik des Spiels

    Fußball, Kreisliga Schweinfurt 2

    TSV Knetzgau – TV Jahn Schweinfurt 2:4 (1:1)

    Knetzgau: Popa-Zobel – Mühlfelder, Zangl, Heide, Greul – Dumrauf, Maas, Huth, Schuster Imamovic – Knop. Eingewechselt: Strätz.

    Schweinfurt: Rudolph – Weber, Bobrich, Torun, Spallek – L. Lang, S. Baumgart, Knappke, N. Baumgart – Bauer, Krug. Eingewechselt: F. Lang, Bayat, Mönkenberg.

    Schiedsrichter: Torsten Danz (SpVgg Hambach). Zuschauer: 60. Tore: 0:1 Markus Weber (11.), 1:1 Maid Imamovic (31.), 1:2, 1:3 Marcel Krug (49., 69.), 2:3 Raphael Strätz (87.), 2:4 Marcel Krug (90.+2).

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