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    FUSSBALL: BEZIRKSLIGA OST

    Ein Hesse als Torjäger in Oberschwarzach

    Konzentriert: Eric Renno (links) beim Schussversuch. Foto: W. Müller

    Sechs Punkte und Tabellenführer – das ist die Bilanz des SV-DJK Oberschwarzach/Wiebelsberg nach zwei Spieltagen in der Fußball-Bezirksliga Ost. So hatte man sich das bei der DJK gewünscht. Mit insgesamt sechs Treffern stellten die Oberschwarzacher erneut ihre offensive Stärke unter Beweis. Für die Hälfte der Treffer zeigte sich jemand verantwortlich, der in den vergangenen Jahren eher weniger als Torschütze in Erscheinung getreten war: Eric Renno.

    Der ist eigentlich im Mittelfeld beheimatet und trat in seinen fünf Jahren bei den Oberschwarzachern insgesamt bisher 16 Mal als Torschütze in Erscheinung. Der 30-Jährige freut sich natürlich über den Beitrag, den er durch die Tore leisten konnte: „Natürlich ist das schön, aber am Ende ist es nicht wichtig, wer die Tore schießt. Es werden sicherlich auch wieder andere Phasen kommen, in denen andere Spieler treffen.“ Es ist nicht nur die Freude über die eigenen Treffer, die ihn positiv in Richtung Zukunft schauen lässt. Vor allem sind es die Alternativen, die sein SV-DJK im Offensivspiel hat.

    Ob mit Simon Müller, Philipp Mend oder Timo Geißler, der bisher zumindest schon einmal zwei Treffer vorbereitete, ist der Klub gut aufgestellt. „Wir freuen uns natürlich, dass der Start so positiv verlaufen ist. Besser kann es nicht sein“, so Renno weiter, der quasi zufällig zum SV-DJK kam: „Ich habe vorher in Hessen gespielt, meine letzte Station dort war der FC Neu-Anspach.“ In dieser Zeit verschlug es ihn beruflich nach Schweinfurt, wo er das Fußballspielen aber nicht sein lassen wollte. Der Kontakt nach Oberschwarzach ergab sich – und so beschloss Renno, in der Saison 2015/16 auch fußballerisch einen Neuanfang zu wagen.

    Renno will in die Top-Fünf

    Bereut hat er das nicht: „Die Mannschaft ist wirklich überragend, auch von der Kameradschaft her. Meiner Meinung nach ist sie auch qualitativ stärker als vergangene Saison.“ Dennoch leisteten sich Renno und Kollegen in den ersten beiden Spielen den Luxus eines Rückstandes, vergangenes Wochenende sogar ein 0:2. Dass sie beide Spiele noch drehten, ist für den Mittelfeldmann ein deutliches Zeichen: „Ich weiß nicht, warum wir immer einen Rückstand brauchen, um aufzuwachen. Aber wir haben beide Spiele gewonnen und das ist sicherlich ein weiterer Schritt gegenüber der Vorsaison. Da haben wir gegen vermeintlich schwächere Gegner Punkte liegenlassen.“

    Das große Plus in Oberschwarzach sei laut Renno die Verbundenheit. Die Trainer Alexander Greß und Simon Müller verstehen es zudem, die Truppe richtig einzustellen, die nach einer konzentrierten Vorbereitung topfit ist. „Ich würde ja nicht so oft von Schweinfurt nach Oberschwarzach zum Training fahren, wenn die Mannschaft nicht so toll wäre. Das ist jedes Mal eine halbstündige Fahrt“, beteuert Renno, für den Fußball ein wichtiger Ausgleich ist. Die ehrgeizigen Saisonziele mit Platz eins bis fünf sieht er im Übrigen als realistisch an: „Wenn wir unsere Form halten, denke ich schon, dass ein Platz unter den ersten Fünf auf jeden Fall drin ist.“ Dennoch müsse man auf der Hut sein und auch gegen einen angeschlagenen Gegner – wie die Sportfreunde Steinbach (16. Platz/0 Punkte) am Sonntag (15 Uhr in Steinbach) – wieder voll da sein.

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