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    Fußball: Regionalliga Bayern

    Der FC 05 hat die Tabellenspitze im Blick

    Will durchstarten mit dem FC 05 Schweinfurt: Neuzugang und Flügelflitzer Benedict Laverty. Foto: Michael Bauer

    Keine Frage, der Bursche fühlt sich wohl im Frankenland. Wie sonst könne er, aus Münchens launigem Süden kommend, in Schweinfurt von der "schönen Umgebung" schwärmen. Nun geht es für Benedict Laverty mit dem FC 05 halbwegs gen Heimat - wenn auch nur in den Münchner Norden, zum VfR Garching (Freitag, 18 Uhr). Und da können die in Bestbesetzung anreisenden Schweinfurter zumindest für einen Tag Tabellenführer werden.

    Überhaupt könnten die Nullfünfer, einen Sieg vorausgesetzt, der große Gewinner des Freitagabends werden, denn mit Bayreuth und Türkgücü München spielen ihre beiden Verfolger gegeneinander. Dass das mit dem Siegen in Garching nicht ganz so einfach ist, mussten die Schweinfurter in den vergangenen Jahren mehrfach leidvoll erfahren: Von den letzten vier Auswärtsspielen gewannen sie im idyllisch am Se gelegenen Garmin-Stadion nur eines, verloren zudem auch zu Hause zweimal.

    Mehr Torgefährlichkeit und mehr Assists

    "Eine spielstarke Mannschaft, die kompakt stehen wird und auf Konter lauert", erwartet Flügelflitzer Laverty. Über die Augsburger U 19 und U 23 sowie zuletzt den SV Heimstetten war der 22-Jährige erst im Sommer nach Schweinfurt gekommen. Wo ihm neben der ostunterfränkischen Landschaft vor allem die direkte Nachbarschaft auf dem Platz gefällt: "Zentral haben wir ballsichere Spieler und die Außenverteidiger hinterlaufen gut, das schafft mir zusätzliche Möglichkeiten", sagt der Spieler, der insbesondere vom Tempo lebt, in die Dritte Liga will und sich selbst nur "mehr Torgefährlichkeit und mehr Assists" auferlegt.

    Einen ersten Rückschlag hatte Laverty nach dem dritten Spieltag und dem 3:1 über Burghausen verkraften müssen. Ein rüdes Foul eines Wacker-Akteurs sorgte für eine zweiwöchige Zwangspause. Trainer Timo Wenzel erinnert sich noch gut "an den dicken Fuß, das war an der Grenze zur Körperverletzung", lobt aber auch den Biss Lavertys, sich so schnell zurück ins Team gekämpft zu haben. "Von seiner Dynamik und den Tempo-Dribblings her ist er eine Augenweide. Ich mag Spieler, die Risiko gehen. Wenn er den finalen Ball noch ausspielt, ist er eine Waffe."

    "Von seiner Dynamik her ist er eine Augenweide. Ich mag Spieler, die Risiko zu gehen."
    FC-05-Trainer Timo Wenzel über Benedict Laverty

    Risiko und Flügelspiel werden zwei wichtige Komponenten sein gegen defensive Garchinger, die mit 19 Gegentoren in acht Partien trotzdem in der  Hintermannschaft ein Problem zu haben scheinen. Offenbar tut sich die Mannschaft noch schwer, die Marschroute des neuen Trainers Philipp Bönig 1:1 umzusetzen. Obwohl dessen Co als Innenverteidiger selbst auf dem Platz steht - und in Schweinfurt kein Unbekannter ist: Matthias Strohmaier, vergangene Saison noch beim FC 05 unter Vertrag.

    Zuletzt freilich tankte der VfR mit einem 3:1-Sieg in Rain etwas Selbstvertrauen. Für Wenzel aber sekundär. "Wir können aus eigener Kraft Tabellenführer werden und es vielleicht auch übers Wochenende halten. Was gibt es geileres? Natürlich müssen wir dafür investieren, notfalls 94 Minuten", spielt er auf die letzte Saison an, als Adam Jabiri in der Nachspielzeit einen Elfmeter verschoss und es bei einem 1:1 blieb, das bis heute als Auslöser der auswärtigen Unentschieden-Misere des FC 05 gilt. "Wir müssen einfach spielen, mit viel Bewegung ohne Ball", so der Trainer weiter.

    Die Meisterschafts-Pflicht vor der Pokal-Kür

    Und erst, wenn das Abendwerk am Freitag - an dem morgens noch eine Trainingseinheit ansteht - erledigt ist,  will er sich mit dem Dienstag beschäftigen, wenn Zweitliga-Absteiger FC 04 Ingolstadt zum Pokal-Achtelfinale ins Willy-Sachs-Stadion kommt. Weil: "Das ist ein Bonusspiel, ein Zuckerle." Zunächst gelte die ganze Konzentration aber der Mission Meisterschaft.

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