• aktualisiert:

    FUSSBALL: REGIONALLIGA

    Der FC 05 will mit kleinen Schritten zum Erfolg

    Zum Auftakt der Restrunde in der Regionalliga Bayern muss Schweinfurt 05 zum SV Heimstetten. Wie soll der Start der Türkgücü-Verfolgung gelingen?
    Ein eingespieltes Team, das zusammenbleibt: Co-Trainer Jan Gernlein (links) und Tobias Strobl, Trainer des FC 05 Schweinfurt.
    Ein eingespieltes Team, das zusammenbleibt: Co-Trainer Jan Gernlein (links) und Tobias Strobl, Trainer des FC 05 Schweinfurt. Foto: Dominik Großpietsch

    Dieser Tage könnte man auch als Schweinfurter mal ausnahmsweise Anleihen bei den Würzburger Kickers nehmen. Die starteten 2014 ihr Projekt "3 x 3" und wollten innerhalb von drei Jahren in der Dritten Liga landen. In die will der FC 05 Schweinfurt als Zweiter der Regionalliga Bayern (45 Punkte) auch. Dafür sollte er möglichst alle zwölf verbleibenden Spiele gewinnen, um den derzeitigen Ersten Türkgücü München (53 Zähler) nochmal richtig unter Druck zu setzen. "12 x 3" könnte also die Rechnung vor dem Duell mit dem Tabellen-16. SV Heimstetten am Samstag (14 Uhr, Stadion im Sportpark Heimstetten) lauten.  

    • Wie groß sind die Chancen für den FC 05, die Spitze zu erklimmen? Hier gibt's eine Einschätzung.

    Doch den Rechenschieber will Coach Tobias Strobl auf gar keinen Fall rausholen. "Es gibt kein Zwölf-mal-Drei. Wenn wir uns über so etwas Gedanken machen würden, hätten wir keine Konzentration für das jeweils anstehende Spiel. Wir reden nur über Heimstetten. Bei unserem letzten Test, dem 4:6 gegen Fürth, sind Fehler offengelegt worden, nun wollen wir erfolgreich in die Restrunde starten. Wir müssen alles andere weit weghalten." 

    Probleme in der Abwehr

    Der frühere Ingolstädter war nämlich mit dem zumindest vom Ergebnis her kuriosen Match auf dem Fürther Trainingsgelände am vergangenen Wochenende nicht wirklich zufrieden. "Man hat gute Offensivabläufe gesehen, durch die wir jedem Gegner Probleme bereiten können, hinten war es auch mit den Stammkräften wackelig." Wer nun gegen das Team aus dem Münchner Vorort auf die Bank muss, wollte Strobl nicht verraten. Nur so viel: "Bei Ballverlusten war die Bereitschaft nicht immer zu 100 Prozent da, das Spiel der Gegner zu unterbinden - das betraf alle. Und das haben wir den Jungs auch auf Video gezeigt." 

    "Die alten Erkentnisse - beispielsweise aus der Hinrunde - sind immer noch gültig."
    FC-05-Co-Trainer Jan Gernlein über den SV Heimstetten

    Also auch den Akteuren, die vor einer ungewissen Zukunft beim ambitionierten Regionalligisten stehen. Wer am Saisonende gehen muss - oder gehen wird, weil er ein besseres Angebot bekommen hat -, wird sich in den kommenden Wochen endgültig entscheiden. Der ehemalige Sportleiter Björn Schlicke habe gute Vorarbeit geleistet, erklärt der 32-jährige Strobl, als er mit seinem Co-Trainer Jan Gernlein bei der Pressekonferenz in der Geschäftsstelle sitzt. "Eigentlich wissen alle Spieler, woran sie sind, Unruhe wird das Ganze nicht auslösen. Das ist aber wirklich die unangenehmste Zeit als Fußballer. Man blickt ja unter Umständen in eine ungewisse Zukunft." 

    Mehr als gewiss ist allerdings die Stärke der SVler, bei denen der FC 05 am Samstagnachmittag gefordert ist. Strobl, Gernlein, der wie Torwart-Trainer Norbert Kleider seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat - und Präsident Markus Wolf, der mit den beiden nun auch als sportlicher Leiter fungiert, wollten nichts dem Zufall überlassen. So fuhr Gernlein fix zum Testmatch der Heimstettener gegen den Süd-Bayernligisten TSV Dachau (2:0). 

    Zwei Mann sind fraglich

    "Die alten Erkentnisse - beispielsweise aus der Hinrunde - sind immer noch gültig", erklärt der 27-Jährige. "Lukas Riglewski hat aus drei Schüssen zwei Tore gemacht, und Manuel Duhnke bringt mit seiner Erfahrung Ruhe in das Spiel dieser doch jungen Mannschaft." Und auch der Verbund hinter 13-Tore-Mann Riglewski und Mittelfeldakteur Duhnke steht, "zumindest gegen einen Bayernligisten. Wir werden aber Wege finden, dem SV Heimstetten gefährlich zu werden." 

    Der Optimismus des Assistenztrainers wird allein durch den Umstand gebremst, dass Flügelflitzer Marco Fritscher nach seiner Muskelverletzung unter Umständen noch nicht fit genug für die Startaufstellung ist und es sein kann, dass Stammkeeper Luis Maria Zwick geschont wird. Der 25-Jährige hatte zwei Aussetzter bei einem EKG. "Er wurde nach seiner Rippenfellentzündung getestet - und da gab es eben Auffälligkeiten. Die sollte man in seinem Alter nicht haben. Bei einem weiteren EKG sind sie nicht mehr aufgetreten, aber bei Problemen in der Herzgegend sollte man vorsichtig sein. Wir haben aber mit Jan Reichert einen sehr guten jungen Keeper in unseren Reihen, dem wir es auch zutrauen, in Zukunft Nummer eins zu sein", erläutert Strobl - und blickt dann doch ein bisschen voraus.

    Das sagt Co-Trainer Jan Gernlein über den kommenden Gegner

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!