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    FUSSBALL: TOTO-POKAL

    Euerbach und Schwebenried scheiden aus

    Toto-Pokal Blitzturnier Gruppe 1 VfR Bruggrumbach, TSV Unterpleichfeld - SV Euerbach-Kützberg
    Zu spät: Marcel Schmitt (SV Euerbach/Kützberg, links) kann Timo Eisenmann (TSV Unterpleichfeld) nicht aufhalten. Foto: Heiko Becker

    Wenig Zuspruch bekam der neue Toto-Pokal-Modus, den der Bayerische Fußball-Verband ins Leben gerufen hat: Die 88 Landesligisten spielen in zwei Runden elf Startplätze für die erste Runde des bayerischen Pokalwettbewerbs der nächsten Saison aus – so weit die Theorie. Die stieß aber an ihre Grenzen. Beim Blitzturnier in Burggrumbach wurde beispielsweise der Spielplan des Vierer-Wettbewerbs über den Haufen geworfen.

    So hatte Schwebenrieds Trainer Dominik Schönhöfer schon im Vorfeld befürchtet, dass die Teams wegen der nur 30-minütigen Spielzeit erst gar nicht in den Rhythmus kämen. In der Tat waren Tore Mangelware. DJK-Torwarttrainer Daniel Kemmer kritisierte zudem die äußeren Umstände in Burggrumbach, wo Schwebenried/Schwemmelsbach und die Euerbacher antraten: „Der Platz war nicht gewässert, entsprechend steinhart und schwer bespielbar.“ Zudem habe es nicht mal für jede Mannschaft eine Kabine gegeben – die Schwebenrieder mussten sich mit Euerbach zusammen in der Turnhalle umziehen.

    FTS-Trainer Adrian Gahn: "Lieber gegen Kreisklassisten"

    „In 30 Minuten kann man doch nicht taktieren, da geht es nur drauf mit offenem Visier. So etwas taugt nicht als möglicherweise letzter Test vor dem Punktspielauftakt“, erklärte Adrian Gahn, Trainer der FT Schweinfurt. Überhaupt fände er es wieder besser, „wenn wir irgendwo auf dem Dorf gegen einen Kreisklassisten spielen würden. Das war für diese Vereine immer das Highlight. Und wenn da 300 – oder mehr – Zuschauer kommen, macht das doch erst so richtig Spaß.“ In Rimpar, wie auch beim Turnier in Burggrumbach, hatten sich dagegen kaum Zuschauer eingefunden.

    DJK Schwebenried/Schwemmelsbach – FC Fuchsstadt 0:0

    Gegen eine tief stehende Fuchsstädter Mannschaft waren die Schwebenrieder optisch überlegen. Allerdings münzten sie diese Überlegenheit nicht in Tore um. Zwei Großchancen gab es durch Marcel Kühlinger und Julian Hart, alleine der Treffer wollte nicht fallen.

    DJK Schwebenried/Schwemmelsbach – VfL Euerbach/Kützberg 1:0

    Die eigentlich dritte Partie des Tages für Schwebenried wurde vorgezogen. Immerhin konnte die DJK hier zurecht einen Sieg feiern. Euerbach versuchte sein Glück mit einem extrem defensiven 5-4-1-System und konnte keine einzige Torchance verbuchen. Schwebenried tat sich freilich auch schwer, diesen Riegel zu durchbrechen. Ein Mal gelang es dann doch: Yannick Deibl netzte von links präzise ins kurze Ecke ein (20.). „Das war über den Tag gesehen unsere schlechteste Leistung. Am Ende hat die DJK verdient gewonnen“, erklärte SV-Coach Oliver Kröner.

    DJK Schwebenried/Schwemmelsbach – TSV Unterpleichfeld 0:1

    Wegen des veränderten Zeitplans blieben der DJK gerade mal zehn Minuten Pause, ehe es gegen Unterpleichfeld um den Turniersieg ging. In dem durchaus hart umkämpften Match erzielte der TSVler Andreas Eisenmann das entscheidende Tor. Steil geschickt hatte er DJK-Keeper Nikolas Herold überlupft (15.). Schwebenried hatte in der emotionalen Schlussphase Pech, als Deibl verletzt vom Feld musste (20.), die DJK aber schon zwei Mal gewechselt hatte, ein dritter Ersatzmann nicht zur Verfügung stand – und ein Rücktausch nicht gestattet war. Da auch noch Kühlinger die Ampelkarte gesehen hatte (27.), beendete Schwebenried die Partie mit nur neun Feldspielern. Am Ende schied die DJK aus – nur der Sieger kam weiter.

    TSV Unterpleichfeld – SV Euerbach/Kützberg 1:1

    Ein verdientes Unentschieden holte der SV gegen den späteren Turniersieger. Die Unterpleichfelder zeigten sich äußerst aggressiv und kampfstark, Euerbach hielt gut dagegen. Dennoch mussten die Kröner-Schützlinge das 0:1 durch Leon Vollmuth hinnehmen (10.). Den Euerbachern gelang noch der Ausglich per Strafstoß durch Nikos Bude (20.).

    SV Euerbach/Kützberg – FC Fuchsstadt 0:1

    Knapp unterlag Euerbach/Kützberg gegen Fuchsstadt. „Das war ein wenig schade, weil wir gegen sie wirklich eine gute Chance hatten zu gewinnen“, bilanzierte SV-Coach Oliver Kröner. Kröner jedenfalls fand erneut lobende Worte für seine Mannschaft: „Ich finde, dass wir uns in der Zusammensetzung, mit der wir nach Burggrumbach gefahren sind, sehr gut verkauft und nicht schlecht gespielt haben.“ Dennoch sah man nach dem 0:1 durch Tayrell Kruppa (25., Foulelfmeter) auch nach der zweiten Partie noch die Null auf dem SV-Punktekonto. Weil dann auch noch das Derby gegen die DJK verloren wurde, schied der SV als Letzter aus.

    SV Vatan Spor Aschaffenburg – FT Schweinfurt 0:1

    Im Duell der Landesliga-Aufsteiger behielten die Schweinfurter durch einen Treffer von Niklas Saal (10.) die Oberhand. „Vatan Spor hat aber auch eine sehr gute, technisch starke Mannschaft“, urteilte Gahn. Bei der FTS, die sich in starker Frühform zeigte, stand diesmal Ardian Mataj im Tor. „Er hat eine super Leistung gezeigt“, lobte der Trainer, „gut zu wissen, dass wir im Tor echte Alternativen haben.“

    ASV Rimpar – FT Schweinfurt 0:1

    Ein wenig glücklich konnten die Turner ihr zweites Match gegen die Gastgeber gewinnen. Das entscheidende Tor erzielte Neuzugang Maximilian Mosandl mit der letzten Aktion durch einen direkt verwandelten 20-Meter-Freistoß (30.). Wobei Gahn zugab: „Alle Spiele hätten auch anders ausgehen können.“

    FT Schweinfurt – SV Alemannia Haibach 1:0

    Torjäger Dominik Popp überlupfte Haibachs Keeper Joshua Schuhmacher geschickt und sicherte der FTS mit seinem Treffer in der 29. Minute den Turniersieg – und das Ticket für die zweite Runde. Allerdings hatte auch die als Landesliga-Favorit gehandelte Alemannia zwei dicke Chancen, bei denen Keeper Mataj seine Klasse zeigte.

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