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    Schweinfurt

    Kommentar: Unnötige Provokation

    Eine kontroverse Debatte aufgelöst hat diese Geste der türkischen Nationalspieler, die auch auf anderen Sportplätzen zu sehen war.   Foto: Uncredited

    In Nordrhein-Westfalen ermittelt der Landesverband gegen drei Vereine, deren Spieler den Salut-Jubel gezeigt haben. Der Bayerische Fußball-Verband will ebenfalls genau hinschauen. Zu Recht.

    Jene türkischen Spieler und Verantwortlichen, die dem militärischen Gruß seine politische Bedeutung absprechen wollen, gehen von enormer Gutgläubigkeit ihrer Zuhörer aus. Die Bekundungen tauchen schließlich erst seit der türkischen Nordsyrien-Invasion derart gehäuft auf. Aber diese Offensichtlichkeit allein ist noch nicht einmal ausschlaggebend dafür, diese Gesten zu verurteilen und zu sanktionieren.

    Es ist die Naivität, die dahinter steckt. Angesichts der Invasion gerät so ein Gruß, egal, wie er gemeint ist, zwangsläufig zu einer unnötigen Provokation. Und die wiederum ist Wasser auf die Mühlen rechter Hetze. Die entstehenden Fronten schaden dem Fußball-Sport, der Integration, dem Miteinander  - ein klassisches Eigentor.

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