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    Fußball: Testspiel

    Kevin Fery zaubert beim 3:0-Sieg des FC 05 Schweinfurt

    Am Ende wird es für den Regionalligisten noch ein standesgemäßes Resultat gegen Bayernligist Würzburger FV. Warum die Nullfünfer trotzdem nicht allerbester Laune sind.
    Kein Tor: WFV-Keeper Christian Dietz schnappt sich den Ball vor den beiden FC-05-Stürmern Mohamad Awata (Mitte) und Florian Pieper. Foto: PresseFoto Evans / EvRy

    Berthold Göbel war trotz der 0:3-(0:1)-Niederlage im Testspiel beim FC 05 Schweinfurt nicht unzufrieden: "Wir haben mit der Vorbereitung erst angefangen", wusste der Trainer des Würzburger FV das Resultat richtig einzuordnen. "Man hat gemerkt, dass der Gegner schon weiter ist. Das Ergebnis entspricht unserem aktuellen Leistungsstand. Beim zweiten und dritten Treffer haben wir Fehler gemacht - und die bestraft ein Regionalligist eben."

    Beide Teams lassen beste Chancen aus

    Dem konnte und wollte sein Pendant bei den Nullfünfern nicht viel hinzu fügen: "Es war ein gutes Fußballspiel", sagte Tobias Strobl. "Es war eine Steigerung gegenüber dem 4:1 gegen die Kieler A-Jugend. Insgesamt lief fast alles wie gewollt, nur müssen wir die ein oder andere Chance mehr nutzen." Doch waren seine Schützlinge Kevin Fery und gleich zweimal Adam Jabiri im Auslassen sogenannter Hundertprozentiger in guter Gesellschaft; kurz nach der Pause verpasste der Würzburger Fabio Bozesan zweimal haarscharf den Ausgleich.

    "Schön."
    Kommentar von FC-05-Trainer Tobias Strobl zu Türkgücüs Nachverpflichtungen

    Für die Schweinfurter Führung hatte Mohamad Awata per Abstauber gesorgt, sie später ausgebaut dann Adam Jabiri nach feinem Bas-Zuspiel zum 2:0 und schließlich Emir Bas selbst zum 3:0. Dass Fery seine Großchance zum zweiten Tor liegen gelassen hatte, interessierte Göbel wenig für die Beurteilung des FC-05-Mittelfeldspielers, der beinahe bei jedem Angriff Umschaltstation war: "Der Mann des Spiels, von der ersten Minute an wach. Den hätte ich auch gerne in der Mannschaft." Wird er aber nicht bekommen, wie Strobl lächelnd anmerkte: "Das ist ein Schweinfurter Junge, ich kannte ihn schon als Gegner, jetzt bin ich froh, dass ich ihn trainieren darf. Er ist eine Augenweide."

    Amar Suljic fällt halbes Jahr aus

    Und doch hatte Strobl an diesem zünftig verregneten Samstagnachmittag nicht nur gute Nachrichten nach Spielschluss - Flügelflitzer Amar Suljic wird dem FC 05 vier bis sechs Monate fehlen, also bis Saisonende. Seine Leistenprobleme, die er schon vor dem Wechsel aus Ingolstadt nach Schweinfurt hatte, erwiesen sich jetzt doch als schwerwiegender; beide Sehnen im Leistenbereich sind eingerissen, er muss operiert werden, möglicherweise noch diese Woche. Dagegen kann Lamar Yarbrough (Ferse) am Mittwoch wieder ins Training einsteigen, Stefan Maderer trainiert seit einer Woche wieder, die Pause gegen den WFV war nur eine Vorsichtsmaßnahme.

    Am Donnerstag fliegen die Schweinfurt dann in die Türkei, wo sie in Belek ein einwöchiges Trainingslager absolvieren. Testspiel-Gegner werden am Samstag und Montag der Regionalligist TSV Havelse und der Oberliga-Zweite FC Düren sein. Dass derweil der, den 05ern um acht Punkte enteilte Tabellenführer der Regionalliga-Bayern, Türkgücü München nach dem türkischen Ex-Nationalspieler Sercan Sararer auch noch Emre Güral aus der zweiten türkischen Liga verpflichtet hat, ist für Strobl nur eine Randnotiz. Sein Kommentar: "Schön." 

    Tore: 1:0 Mohamad Awata (20.), 2:0 Adam Jabiri (69.), 3:0 Emir Bas (81.).

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