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    MOTORSPORT

    Georg Lang glänzt in Eichenbühl

    Der Schweinfurter Georg Lang bekam von einem Sponsor einen neuen Formel-3-Renner der Marke MWS zur Verfügung gestellt un... Foto: Hartmut Hess

    Der fünfmalige Gesamtsieger des Bergrennens Eichenbühl, der Schweinfurter Uwe Lang, war dieses Jahr nur Zuschauer. Und doch hatte er nicht nur beim Sieger Alexander Hin die Hände im Spiel, sondern unterstützte auch Sohn Georg Lang auf dessen Weg zu persönlichen Bestzeiten. Uwe Lang stellte seine Firmen-Kompetenzen in Hins Dienst und hält seinem Sohn als Berater den Rücken frei.

    Georg Lang war bislang in seinem Tatuus Renault in der Klasse der Formel-3-Piloten nicht wettbewerbsfähig gewesen. Doch das änderte sich quasi über Nacht, denn ein Sponsor hatte ihm einen nagelneuen Flitzer des deutschen Herstellers MSW zur Verfügung gestellt, den das Motorsportteam Lang erst vergangenen Mittwoch in Empfang genommen hatte. „Das Auto und ich siezen uns noch“, beschrieb Georg Lang nach der ersten Auffahrt die Eingewöhnungsphase mit dem neuen Dienstfahrzeug.

    Lauf um Lauf kam der 27-Jährige besser mit dem MSW zurecht, er steigerte sich auf die neue persönliche Bestmarke von 1:19,92 Minuten in Eichenbühl. „Damit fehlen mir noch zwei Sekunden zur Konkurrenz, aber sie ist jetzt wieder in Reichweite“, skizzierte Georg Lang seine Situation. Seine Gesamtzeit von addierten 3:57,47 Minuten bedeutete den guten achten Platz im Gesamtklassement. Jetzt will er in knapp drei Wochen im österreichischen St. Agatha weiter daran arbeiten, sein neues Fahrzeug kennen und zu verstehen zu lernen.

    Sebastian Schmitt startete in Eichenbühl nach dem Hauensteinrennen zum zweiten Mal im Opel Vectra V8 des Lokalmatadoren Norbert Brenner. Beim Heimrennen in der Rhön hatte der 33-Jährige noch einem Trio an Formel-3-Fahrern die Plätze auf dem Gesamt-Siegerpodest überlassen müssen. Jetzt distanzierte er in dem ehemaligen DTM-Boliden die Konkurrenten pro Lauf um jeweils eine Sekunde – und er überflügelte auch noch Thomas Conrad in dessen Gruppe-C-Renner um eine halbe Sekunde nach der Addition der drei Rennläufe. Schmitt schaffte seine eigene Bestzeit von 1:15,11 Minuten und war damit sogar schneller als einst Brenner in seinem „Wohnzimmer“ Eichenbühl.

    „Das Auto kann auch 1,14 Minuten“, war sich der Handwerksmeister sicher und sah einen Reiz darin, diese Einschätzung zum Ansporn zu nehmen. „Heute waren mir andere Dinge wichtiger, aber in St. Agatha will ich den Gesamtsieg holen“, sagte der Stangenrother, der sich noch unschlüssig ist, ob er für kommendes Jahr seinen Opel Astra auf das neue Reglement anpasst oder weiter Brenners Fahrzeug steuert. Auf jeden Fall will er den Fokus auf Europameisterschaftsläufe wie in Glasbach und im angrenzenden Ausland richten.

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