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    KEGELN: 2. BUNDESLIGA FRAUEN MITTE

    Alles reine Kopfsache

    Kam gerade einmal auf 535 Holz: Auch Sabine Ruß, die beste Dittelbrunnerin, konnte das 0:8 auf der heimischen Bahn nicht verhindern. Foto: Volker Hensel

    Kegeln

    2. Bundesliga Mitte Frauen

     

    SV Harras – SKC Eggolsheim 2:6  
    Germania Neustadt – Bavaria Karlstadt 4:4  
    BW Lauterbach – Motor Gispersleben 7:1  
    Schützengilde Bayreuth – Victoria Bamberg II 4:4  
    SG Dittelbrunn – SKK Helmbrechts 0:8  

     

     

    1. (1.) Bavaria Karlstadt 11 57 19 : 3  
    2. (3.) SKK Helmbrechts 11 54.5 16 : 6  
    3. (2.) Schützengilde Bayreuth 11 54 15 : 7  
    4. (4.) Victoria Bamberg II 11 49 14 : 8  
    5. (7.) SKC Eggolsheim 10 40.5 9 : 11  
    6. (6.) Germania Neustadt 11 37.5 9 : 13  
    7. (5.) Motor Gispersleben 10 39 8 : 12  
    8. (8.) BW Lauterbach 11 42 8 : 14  
    9. (9.) SV Harras 11 34.5 5 : 17  
    10. (10.) SG Dittelbrunn 11 24 5 : 17  

     

    SG Dittelbrunn – SKK Helmbrechts 0:8

    „Kopf, das ist nur der Kopf“. Dittelbrunns Trainer Martin Thomann Senior ist die Verzweiflung deutlich anzumerken. Okay, man muss vielleicht nicht unbedingt gegen den Tabellenzweiten SKK Helmbrechts punkten, um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zu schaffen. Aber ein 0:8? Und dann noch zu Hause? „Es ist ja nicht so, dass wir es nicht könnten, doch jede unserer Spielerinnen kegelt diese Saison locker 40, 50 Holz weniger als im Vorjahr.“ Darum steht die SG Dittelbrunn nach elf Spieltagen weiter am Tabellenende.

    Allerdings ist Thomann auch klar, was einen großen Anteil an der Misere hat: Der Wasserschaden, der im Sommer die gesamte Vorbereitung ausfallen ließ. Und dafür sorgte, dass die Dittelbrunnerinnen zwar eine neue Anlage bekamen – diese aber nun ebenso wenig kennen, wie ihre Gegnerinnen. „Normalerweise machst du beim Kegeln deine Punkte zu Hause“, sagt Thomann. Schließlich würden die Spielerinnen da jede Eigenheit, jede Unebenheit in den Bahnen kennen und nutzen können. „Heuer war es bisher so, dass wir vier unserer fünf Punkte auswärts geholt haben. Erst nach dem zweiten Spieltag konnten wir erstmals auf unsere eigenen Bahnen. Wir hatten bisher quasi immer ein Auswärtsmatch.“

    Was trotzdem die schwachen Einzelergebnisse nur teilweise erklärt. Auch gegen Helmbrechts kam Sabine Ruß als beste Dittelbrunnerin gerade mal auf 535 Holz. Bei Helmbrechts holte Nicole Stenglein mit 568 Holz den „Tagessieg“. 

    Alle anderen SGlerinnen landeten irgendwo zwischen 510 und 520. „Um in der Liga bestehen zu können, müsste man ungefähr 540 Holz kegeln. Das wäre ein akzeptables Ergebnis. 560 ist gut, 580 sehr gut“, rechnet der SG-Trainer vor. Wohl wissend, dass auch die persönliche Bestleistung von Ruß, der heuer noch erfolgreichsten Dittelbrunnerin (aktuell auf Rang 21 der Liga-Bestenliste) bei 611 liegt. 

    Unbegreiflich auch, dass während der 120 Schub (30 pro Bahn, also 15 auf die Vollen und 15 zum Abräumen) komplett die Konstanz fehlt. Da fallen schon mal Achter und „alle Neune“, dafür danach nur ein Dreier oder Vierer – und das mehrfach hintereinander. Ruß und Jasmin Haupt führten sogar nach den ersten 60 Schub, ehe der Einbruch kam: 126, 137, 120, 119 lauteten die vier Teilergebnisse von Haupt. Ruß kegelte 137, 144, 125, 129. „Die ersten beiden Bahnen sind wir gut, dann gewinnt der Gegner die dritte Bahn und dann geht es dahin“ stellt Trainer Thomann immer wieder fest. Er weiß aber auch: „An der Kondition liegt es nicht.“ Stimmt, denn schon das zweite Paar Elke Stumpf (111, 129,133, 139) und Nadine Limpert (118, 126, 125, 140) steigerte sich konstant, hatte aber den Vergleich quasi schon nach der ersten Bahn verloren.

    Was bleibt also zu tun? „Aufgeben gibt es nicht“, stellt Thomann klar. „Der Blick auf die Tabelle sagt uns, dass es noch lange nicht vorbei ist. Wir spielen noch zu Hause gegen alle Teams, die ebenfalls unten stehen.“ Zwei Vereine steigen aus der Zehner-Liga ab. „Und selbst wenn wir in die Bayernliga zurück müssten, dann mit Anstand. Kaffeefahrten werden wir keine machen.“

    Vier Wochen ist nun  Weihnachtspause. „Die kommt uns gerade recht“, sagt der Coach. „In der Weihnachtswoche lasse ich die Damen in Ruhe. Ansonsten werden wir trainieren, trainieren, trainieren.“ Sozusagen die fehlende Vorbereitung nachholen, die eigenen Bahnen endlich richtig kennenlernen und dann mit neuem Schwung und Selbstbewusstsein die Mission „Klassenerhalt“ im neuen Jahr angehen.

    Ergebnisse: Jasmin Stumpf – Kathrin Hoppert 1,5:2,5 (502:518), Sabine Ruß – Rebecca Lang 1:3 (535:562), Elke Stumpf – Ursula Hübner 0:4 (512:556), Nadine Limpert – Sylvia Sorge 1:3 (509:549), Jasmin Thomann – Nadja Knopf 1:3 (522:544), Sarah Stumpf – Nicole Stenglein 1:3 (515:568). Gesamt: 5,5:18,5 (3095:3297).

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