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    FUßBALL: LANDESLIGA NORDWEST

    Göller rettet Schwemmelsbach einen Punkt

    DJK Schwebenried/Schwemmelsbach – FC Coburg 2:2 (1:0)

    „Wir hatten uns mehr vorgenommen, am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein“, gab DJK-Trainer Dominik Schönhöfer zu. „Dazu war der Gegner zu stark.“ In der Tat war die DJK Schwebenried/Schwemmelsbach mit dem 2:2 gegen den FC Coburg gut bedient. „Mehr war heute auch nicht drin“, analysierte Schönhöfer ganz realistisch.

    An und für sich hatten die Schwebenrieder gehofft, den Gegner mehr dominieren zu können. „In der ersten Halbzeit haben wir das auch sehr ordentlich gemacht“, fand der DJK-Trainer. Coburg kam da höchstens zu ein paar Fernschüssen. Zu gefährlichen Torannäherungen seitens der DJK kam es aber auch nicht. Bis zur 45. Minute: Kevin Markert hatte abgezogen, Coburgs Jonathan Baur, der im Schussweg stand, riss die Arme hoch, um sich zu schützen, Referee Fridolin Hiefer pfiff Handelfmeter. Torjäger Marcel Kühlinger verwandelte quasi mit dem Pausenpfiff.

    Nach dem Wechsel waren allerdings fast nur noch die Coburger präsent und belohnten sich für ihren couragierten Auftritt. Nach einer Ecke stiegt Gökhan Sener höher als vier Schwebenrieder und produzierte eine Kopfball-Bogenlampe, die hinter Keeper Leon Hartmann regelrecht ins Tor plumpste (57.). Dann flog der Ball meilenweit über den DJK-Strafraum, irgendwer schlug wohl auch noch ein Luftloch und Coburgs Ricardo König nahm die Einladung nur zu gerne an, das Spiel zu drehen (68.). „Saublöde Gegentore“, schimpfte Schönhöfer. Immerhin raffte sich Schwebenried noch einmal auf. Der eingewechselte Marc Müller machte auf der rechten Seite Musik, Fabian Lichtleins daraus resultierenden Schuss konnte Keeper Oleksandr Churilov noch abwehren, aber Jannik Göller stand in seinem ersten Landesligaspiel goldrichtig und jagte den Nachschuss zum 2:2 ins Netz (79.). (sel)

    Schwemmelsbach: Hartmann – Zöller (69. Bayer), Behr, Wehner, Kummer – Lichtlein, Maximilian Müller (73. Reck), Markert, Hart (61. Marc Müller) – Kühlinger, Göller.

    Schiedsrichter: Fridolin Hiefner (Finning). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Marcel Kühlinger (45.), 1:1 Gökhan Sener (57.), 1:2 Ricardo König (68.), 2:2 Jannik Göller (79.).

    TSV Lengfeld – FT Schweinfurt 2:6 (1:2)

    „Es ist eine Mischung aus beidem“, sagt FTS-Trainer Andrian Gahn. „Wir sind in der Liga angekommen, sprich wir haben uns an das Tempo gewöhnt und wir haben wieder mehr Selbstvertrauen.“ Schließlich feierte die FT Schweinfurt mit einem beeindruckenden 6:2 beim TSV Lengfeld den dritten Sieg in Folge, setzte sich im Mittelfeld fest und steht auch wieder für Spektakel: 30 Treffer haben die Schweinfurter nun schon erzielt, nur Haibach hat noch zweimal mehr getroffen in der Liga.

    Wobei die Schweinfurter die Partie schon in der ersten Halbzeit hätten entscheiden können. „Da haben wir es zwei-, dreimal zu schlampig ausgespielt“, fand Gahn auch ein Haar in der Suppe. Immerhin trafen Leander Dietrich (29.) und der dreifache Torschütze Dominik Popp (32.) zum 2:0, ehe Lengfeld mit einem „Glücksschlenzer“ von Tim Hänling (Latte, Pfosten, Tor) zurück ins Spiel fand. Kurzzeitig drängten die Hausherren nach dem Seitenwechsel auf den Ausgleich. Doch die Phase, in der der Schweinfurter Sieg gefährdet war, dauerte nur bis zur 54. Minute. Von Popp bedient, erzielte Niklas Saal mit einem herrlichen Treffer aus 20 Meter den dritten FTS-Treffer. „Der war ganz wichtig“, so der Schweinfurter Coach. „Danach haben uns auch die Platzverweise geholfen.“ Erst sah Mika Lindner, der zweimal binnen 120 Sekunden Foul spielte, die Ampelkarte. Dann bekam Julian Meyer Rot (82.), eine schockierende Szene, denn der Lengfelder war mit vollem Tempo auf Leander Dietrich zugestürmt und hatte den Schweinfurter gerammt. Beide Spieler mussten blutüberströmt mit Platzwunden ins Krankenhaus. Für Dietrich kam noch Hakan Aydin ins Spiel, der erst aus dem Urlaub um 12 Uhr in Nürnberg gelandet war. Gegen den dezimierten TSV hatte die FTS keine Mühe das halbe Dutzend voll zu machen. (sel)

    Schweinfurt: Mai – Dietrich (83. Aydin), Zeißner, Mock, Reuß – Mosandl, Rinbergas, Reith – N. Saal (75. P. Werner), Popp, Herrmann (61. Hochrein).

    Schiedsrichter: Marcel Schiller (Cortendorf). Zuschauer: 150. Tore: 0:1 Leander Dietrich (29.), 0:2 Dominik Popp (32.), 1:2 Tim Hänling (34.), 1:3 Niklas Saal (54.), 1:4 Dominik Popp (66.), 2:4 Daniel Endres (70.), 2:5 Dominik Popp (88.), 2:6 Maximilian Mosandl (90.+1). Gelb-Rot: Mika Lindner (65./Lengfeld, wiederholtes Foulspiel). Rot: Julian Meyer (82./Lengfeld, grobes Foulspiel).

    SV Euerbach/Kützberg – SV Friesen 2:3 (1:2)

    Erneut mussten sich die Kicker des SV Euerbach/Kützberg mit null Punkten zufriedengeben. Mit 2:3 zog die Elf von Coach Ulli Baumann gegen den SV Friesen den Kürzeren und muss mittlerweile aufpassen, nicht den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu verlieren. Bereits nach elf Spielminuten stand es schon 0:2. Die Friesener zogen in der Anfangsphase ein gutes Pressing auf und setzten die Gastgeber unter Druck. Diese kamen damit nicht zurecht und leisteten sich individuelle Fehler. Der ansonsten starke Euerbacher Keeper Irnes Husic ließ den Ball lediglich abtropfen, dieser fiel Lukas Mosert vor die Füße, der nur einschieben brauchte. „Davon haben wir uns nicht erholt. Wenig später hat Frederik Weiß den Ball und spielt ihn Rico Nassel genau in die Füße, der nur noch einschieben muss“, ärgerte sich der Coach. Der sah die Gründe in den fehlenden Anspielstationen und der Bewegung ohne Ball. Friesen hatte noch mehr Chancen, bis sich die SVler berappelten, ins Spiel fanden und durch Kapitän Mirza Mekic den Anschluss erzielten.

    In der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber besser in der Partie, doch waren es die Gäste, die durch Hannes Nützel zum 3:1 trafen. Dennoch hielten die Euerbacher nun gut mit, doch hatte der Gegner einfach ein wenig mehr Spielglück und seine Fehler wurden nicht bestraft. Baumann: „Ich kann es momentan nicht benennen, woran es liegt. Wir haben das Ding sehr unglücklich verloren, aber natürlich dürfen wir keine drei Tore zu Hause kriegen.“

    Euerbach/Kützberg: Husic – Helfrich, Mekic, Popa, Alawami – Aldijawi, Weiß, Hiltl (70. Okorie), Rogers – Berisha – Bude.

    Schiedsrichter: Joshua Roloff (Nürnberg). Zuschauer: 100. Tore: 0:1 Lukas Mosert (2.), 0:2 Rico Nassel (11.), 1:2 Mirza Mekic (45.+2, Foulelfmeter), 1:3 Hannes Nützel (67.), 2:3 Yasir Aldijawi (78.).

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