• aktualisiert:

    TISCHTENNIS: 3. BEZIRKSLIGA NORD

    Grafenrheinfeld ohne Fortune

    Frank (links) und Daniel Jaguczak holten im Doppel einen Punkt für den TSV Grafenrheinfeld. Foto: Wolfgang Müller

    TSV Grafenrheinfeld – TSV Brendlorenzen II 5:9

    Am Ende ging es ganz schnell: Binnen zwei Minuten wurde aus dem 5:7-Zwischenstand, verbunden mit der realistischen Chance auf ein Unentschieden für Grafenrheinfeld, das Endergebnis von 5:9 (23:34 Sätze). Andreas Seufert unterlag in der Mitte gegen Klaus Repasky unglücklich in fünf Sätzen und für Jan Edelmann war im dritten Paarkreuz gegen Krzysof Aszyk nach vier engen Sätzen mit 8:11, 12:10, 10:12 und 9:11 Schluss. „Wir hätten nicht gedacht, dass es so deutlich ausgeht. Vor allem, dass Udo Gebhardt gegen Frank Jaguczak so klar gewinnt, hat mich überrascht“, sagte Brendlorenzens Mannschaftsführer Repasky. Diese Partie verlor Jaguczak mit 8:11, 2:11 und 4:11. Brendlorenzen Topspieler dominierte, nah am Tisch agierend, die Auseinandersetzung und punktete immer wieder mit gut platzierten Bällen. Sein erstes Einzel gegen Böhland gewann Grafenheinfelds Nummer eins dank variabler Taktik nach 1:2-Satzrückstand im fünften Satz noch mit 11:4. Franks Bruder Daniel spielte ebenfalls vorne 1:1, allerdings war er näher dran, mehr zu holen: „Beim 0:6 im fünften Satz hatte ich nicht mehr an einen Sieg geglaubt“, sagte Gebhardt.

    Aber fortan verringerte er seine Fehlerquote, egalisierte auf 6:6 und siegte in einer ausgeglichenen Schlussphase mit 11:7, 13:11, 4:11, 2:11 und 12:14.

    Die Eröffnung gelang den Gastgebern in der äußerst kühlen Altmain-Halle recht gut mit 2:1. Frank und Daniel Jaguczak bezwangen Udo Gebhardt und Mario Böhland mit 11:13, 11:9, 11:4, 8:11 und 11:6 und das Doppel Edelmann/Feik setzte sich ungefährdet gegen Repasky/Mültner mit 5:11, 13:11, 11:2 und 11:2 durch. Außer den besagten Punkten vorne ging nur noch ein Einzel im dritten Paarkreuz an die Gastgeber. Rainer Feik bezwang in einer lebhaften Partie Krzysof Aszyk mit 11:6, 4:11, 11:5 und 12:10. Damit schien bei 4:5 aus Gastgebersicht noch alles möglich.

    „Das 5:9 sieht wesentlich klarer aus als es war“, sagte Repasky. Stimmt, denn fünf Spiele waren arg umkämpft. Speziell er und sein Mannschaftskollege Walter Poiger boten sehenswertes Tischtennis, wobei auch Stefan Werner und Seufert ihren Anteil hatten. Hier und da ein Tick mehr Mut oder die besseren Nerven sorgten auch dafür, dass die Rhöner im zweiten Paarkreuz alle vier Punkte einheimsten. Mit den höchsten Unterhaltungswert bot im dritten Paarkreuz die Partie von Grafenrheinfelds Jan Edelmann gegen den Abwehrspieler Lothar Senger.

    Letzterer agierte mit Penholder-Griff aus der Distanz. Im Tennis würde man sagen, er war ein „Bringer“, also einer der gefürchteten „Alles-Zurück-Bringer“. Jedenfalls stand er weit hinter dem Tisch und schlug, man könnte fast sagen, „schaufelte“ mit seinem abgespielten Belag die Bälle recht präzise zurück. Die schönen Punkte, aber auch mehr Fehler, machte Edelmann, der mit 9:11, 11:8, 10:12 und7:11 unterlag.

    „In der Vorrunde haben wir solche Spiele gewonnen.“, sagte Mannschaftsführer Seufert. In er Rückrunde sei man bis zur Hälfte oft gut dabei, danach klappe nur noch wenig, ergänzte er. Es war insgesamt ein Abend ohne Fortune. Sinnbildlich dafür sein 11:9, 10:12, 9:11, 14:12 und 12:14 gegen den höherklassig erfahrenen Repasky. Ein Ergebnis, wie es knapper von den Punkte-Abständen gar nicht mehr geht. Seufert legte ungewohnt offensiv los, schien auf einem guten Weg. Im zweiten Satz hatte er ein 10:8, die 2:0-Satzführung fast schon zum Greifen.

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!