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    FUßBALL: U-17-BAYERNLIGA

    Der FC 05 überrumpelt den Club

    Kampf um jeden Zentimeter Rasen: Hier behauptet der Schweinfurter Mittelfeldspieler Maximilian Stahl (grün) den Ball.
    Kampf um jeden Zentimeter Rasen: Hier behauptet der Schweinfurter Mittelfeldspieler Maximilian Stahl (grün) den Ball. Foto: Steffen Krapf

    Fußball

    U-17-Junioren Bayernliga

     

    Würzburger Kickers – ASV Neumarkt 6:1  
    Jahn Regensburg – SpVgg GW Deggendorf 4:0  
    FC Augsburg II – FC Ingolstadt 0:0  
    FC 05 Schweinfurt – 1. FC Nürnberg II 2:1  
    TSV 1860 München – SpVgg Ansbach 9:1  
    TSV Weißenburg – Wacker Burghausen 1:1  
    Würzburger Kickers – FC Memmingen 2:1  

     

     

    1. (1.) TSV 1860 München 12 12 0 0 53 : 9 36  
    2. (3.) FC Ingolstadt 12 8 2 2 41 : 16 26  
    3. (2.) 1. FC Nürnberg II 12 8 2 2 34 : 9 26  
    4. (4.) Jahn Regensburg 12 8 1 3 28 : 23 25  
    5. (6.) FC Augsburg II 12 6 3 3 17 : 12 21  
    6. (5.) Bayern München II 10 6 2 2 31 : 10 20  
    7. (8.) Würzburger Kickers 11 5 1 5 27 : 30 16  
    8. (7.) FC Memmingen 12 4 1 7 21 : 24 13  
    9. (9.) SpVgg GW Deggendorf 12 4 1 7 12 : 29 13  
    10. (10.) TSV Weißenburg 12 3 2 7 13 : 30 11  
    11. (14.) FC 05 Schweinfurt 12 2 2 8 14 : 27 8  
    12. (12.) Wacker Burghausen 12 2 1 9 15 : 32 7  
    13. (11.) ASV Neumarkt 11 2 1 8 11 : 33 7  
    14. (13.) SpVgg Ansbach 12 1 3 8 12 : 45 6  

     

    FC 05 Schweinfurt 05 – 1. FC Nürnberg II 2:1 (1:1)

    Die B-Jugend des FC 05 Schweinfurt erweist sich bislang in dieser Saison als das Sorgenkind im Nachwuchsleistungszentrum der Grün-Weißen. Die Reserve tut sich als jüngerer Jahrgang in der Landesliga schwer und steht nach der Derby-Niederlage am Wochenende gegen die Zweite der Würzburger Kickers auf dem vorletzten Tabellenplatz. Noch schlechter war es vor dem letzten Spieltag um die U17 in der Bayernliga bestellt, die gar die Rote Laterne hochhalten musste. Am Samstagnachmittag, um kurz nach Halbfünf, als es witterungsbedingt schon dunkel wurde, bejubelten die Schweinfurter allerdings den Befreiungsschlag. Gegen den bis dato Tabellenzweiten, den 1. FC Nürnberg II, siegte die Elf von Trainer Stephan Götz überraschend, aber hochverdient mit 2:1.

    Vorausgegangen war ein kampfbetontes Spiel mit vergleichsweise wenigen Torchancen. Bereits nach zehn Minuten sorgte der 05-Nachwuchs für den ersten Paukenschlag der Partie, als Abwehrspieler Tom Siller nach einer Standardsituation, die von den Gästen nur unzulänglich verteidigt werden konnte, zur Stelle war und zur frühen Führung einköpfte. Im Anschluss folgten eine druckvolle Phase des Favoriten, der fast schon wütend anrannte und verdient durch Deniz Koc, nach einem guten Spielzug das 1:1 markierte (17.). „Wir wollten es heute einfach mehr als der Gegner“, sagte Götz hinterher. Hinzu kam, dass sein Team sich, anders als bislang üblich, nicht durch Rückschläge oder eigene Fehler aus der Bahn werfen ließ.

    Die Schweinfurter marschierten weiter und drängten dem körperlich schwächeren Gegner ihr physisches Spiel auf. Nürnberg konnte seine individuelle und spielerische Überlegenheit kaum zur Entfaltung bringen. Hinzu kam, dass die Nullfünfer an diesem Tag auch mit gefühlten zwölf Mann auf dem Platz standen. FCN-Trainer und Ex-Club-Profi Reinhold Hintermaier war wenig amüsiert über die äußerst aktive Heimbank, mit der er sich mit zunehmender Spieldauer das eine oder andere Wortgefecht lieferte.

    Wortgefechte der beiden Trainer

    Besonders laut wurde es nach knapp einer halben Stunde, als Leon Feser von einem FCN-Verteidiger elfmeterwürdig im Sechzehner zu Fall gebracht wurde. Die Pfeife des ansonsten umsichtigen Schiedsrichters Nikita Kolodeznyj blieb jedoch stumm. Das rief FC-Trainer Götz auf den Plan, der für kurze Zeit im Spielfeld auftauchte, um lautstark seinen Unmut über die Fehlentscheidung kundzutun. „Ich weiß, dass das etwas drüber war. Damit wollte ich aber auch meiner Mannschaft ein Zeichen setzen.“ Als Quittung gab es die Gelbe Karte für ihn.

    Der gewünschte Effekt trat trotzdem ein. Gegen die mitunter eingeschüchterten und kopflos agierenden Cluberer, ließen die Nullfünfer auch im zweiten Abschnitt nicht locker und kamen nach einigen vergebenen Torchancen, sieben Minuten vor Ende durch ihren umtriebigen und bissigen Stürmer Andreas Kundmüller doch noch zum erlösenden Siegtor.

    Hintermaier, der in seiner Karriere unter anderem als österreichischer Nationalspieler viele „Schlachten“ geschlagen hat, lief nach dem Schlusspfiff zielgerichtet zur Schweinfurter Bank, beschwerte sich über deren Verhalten während der 80 Minuten und verschwand anschließend in Richtung Umkleide. Für eine Analyse war er nicht bereit. Sein Schweinfurter Gegenüber, der trotz einer schweren Erkältung bis ans Limit ging, war nach dem zweiten Saisonsieg seiner Elf hingegen erleichtert: „Wir haben heute die Leidenschaft gezeigt, die wir brauchen um in der Klasse zu bestehen.“

    Schweinfurt: Mack – Werb (80. M. Brozmann), Schneider, Siller, D. Brozmann – Back, Fleischmann (61. Halbig), Stahl, Feser (46. Keidel) – Kundmüller, Duensing (75. Zeitler).

    Schiedsrichter: Nikita Kolodeznyj (TSV Münnerstadt). Zuschauer: 50. Tore: 1:0 Tom Siller (10.), 1:1 Deniz Koc (17.), 2:1 Andreas Kundmüller (73.).

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