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    BASKETBALL: BAYERNLIGA

    Starke Vorstellung der DJK-Basketballer im Derby gegen Würzburg

    Der 18 Jahre alte Schweinfurter Finn Ludwig dominiert im Bayernliga-Derby. Was ihm Vater Klaus künftig zutraut und warum der SC Heuchelhof leer ausging.
    Keiner gibt nach: Die grün gekleideten Schweinfurter Finn (links) und Tom Ludwig (rechts) versuchen, Elija Ndi (SC Heuchelhof) vom Ball zu trennen. Foto: Steffen Krapf

    Basketball

    Bayernliga Nord Männer

     

    BBC Eckersdorf – DJK Eggolsheim 54:77  
    BBC Eckersdorf – HAMM Baskets Weiden 89:74  
    TuSpo Heroldsberg – ATS Kulmbach 74:90  
    DJK Schweinfurt – SC Heuchelhof WÜ 81:73  
    TTV Neustadt – TB Erlangen 91:79  

     

     

    1. (1.) TTV Neustadt 16 15 1 1359 : 1078 30  
    2. (2.) TB Erlangen 17 12 5 1317 : 1150 24  
    3. (3.) TSV Breitengüßbach II 15 10 5 1137 : 989 20  
    4. (5.) DJK Schweinfurt 15 10 5 1133 : 975 19  
    5. (4.) HAMM Baskets Weiden 16 9 7 1304 : 1271 18  
    6. (6.) ATS Kulmbach 17 8 9 1226 : 1334 16  
    7. (8.) Regnitztal Bask. II 15 5 10 1077 : 1116 10  
    8. (10.) BBC Eckersdorf 16 5 11 1037 : 1125 10  
    9. (7.) TuSpo Heroldsberg 16 5 11 1048 : 1228 10  
    10. (9.) SC Heuchelhof WÜ 17 5 12 1259 : 1412 10  
    11. (11.) DJK Eggolsheim 16 4 12 1023 : 1242 8  
    12. (12.) SpVgg Rattelsdorf z.g. 0 0 0 0 : 0 0  

     

    DJK Schweinfurt – SC Heuchelhof 81:73 (45:32)

    „Das war teilweise richtig schöner Basketball, den die Zuschauer zu sehen bekamen“, meinte Klaus Ludwig nach dem Ende des Bayernliga-Derbys zwischen der DJK Schweinfurt und dem SC Heuchelhof. Die Gastgeber um ihren Headcoach Klaus Ludwig gingen gegen die junge SC-Mannschaft als verdienter Sieger vom Feld.

    „Im ersten Viertel haben die Schweinfurter uns erst einmal überrannt“, konstatierte Heuchelhof-Headcoach Enrico Kufour hinterher. 18:12 hieß es nach den ersten zehn Minuten. Es folgte eine starke Phase der Gäste, ehe Klaus Ludwig eine Auszeit nahm und offenbar die richtigen Worte fand. Nach einem Schweinfurter 10:0-Lauf – nach der Kurzpause Mitte des zweiten Viertels – zog die DJK auf 41:25 davon. Mit einer 13-Punkte-Führung ging das Ludwig-Team in die Halbzeit.

    „Konzentration“, forderte das DJK-Urgestein mehrmals, bevor es weiterging. Die Ansage fruchtete – Schweinfurt baute seinen Vorsprung aus und ging mit einer 16-Punkte-Führung ins Schlussviertel. Allmählich wachten aber auch die Gäste auf, die erst spät im Derby ankamen. „Irgendwann Ende des dritten Viertels haben wir ins Spiel gefunden und erkannt, dass wir über Kampf doch noch etwas erreichen können“, erklärte Kufour. Sein mit Nachwuchs-Spielern der s.Oliver Würzburg-Akademie gespickter Kader zeigte nun, wie viel Talent in ihm schlummert.

    Die DJK hat viel zu tun

    Schweinfurt war dann phasenweise überfordert mit dem schnellen Passspiel des Gegners, der nun Dreier um Dreier traf – acht Stück waren es am Ende. „Wenn wir von Anfang an bereit gewesen wären, hätten wir hier auch eine Chance gehabt“, ärgerte sich Kufour. Es reichte nicht mehr für den SC Heuchelhof, dafür war das Bayernliga-Spitzenteam auch einfach zu abgezockt.

    „Wir hatten jetzt zwei ganz starke Spiele und unter der Woche – bedingt durch Erkältungen und berufliche Verpflichtungen – kaum Training. Da passiert es schon mal, dass wir die Hufe zeitweise nicht mehr richtig hochkriegen. Stellenweise haben wir aber ein geiles Spiel gemacht“, meinte Trainer Ludwig. Einer der stärksten Akteure auf dem Spielfeld war Ludwigs jüngster Sohn Finn mit 25 Punkten. „Ich traue ihm Regionalliga zu“, antwortete der Vater auf die Frage hinsichtlich des Potenzials seines Juniors. Seit Herbst spielt der 18-Jährige zusätzlich noch beim NBBL-Team aus Würzburg. Ob er eine weitere Saison im Trikot seines Heimatvereins absolviert, steht noch nicht fest.

    Im Herbst beginnt er eine Ausbildung bei der Polizei und zieht dafür nach Würzburg. „Gut möglich, dass da ein paar höherklassige Vereine bei ihm anklopfen“, spekuliert Klaus Ludwig. „Mir wäre es aber am liebsten, er bleibt noch eine weitere Saison bei uns.“ Er wäre ein wichtiges Puzzleteil für die anstehende Spielzeit, vor der Klaus Ludwig mal wieder Bastel- und Überredungskünste unter Beweis stellen muss, um dann erneut eine schlagkräftige Truppe beisammen zu haben. „Ich hoffe, wir werden in Schweinfurt weiter Basketball auf diesem Niveau anbieten können“, lautet seine Prämisse.

    Über wenig Fluktuation würde sich auch Enrico Kufour freuen, der neben seiner Tätigkeit als Headcoach des SC Heuchelhof auch noch in der Akademie von s.Oliver Würzburg als Trainer fungiert: „Die Situationen sind ja ganz verschieden. Manche werden vielleicht zum Studieren wegziehen, für manche endet die Zeit im Internat hier. Mein Ziel ist es, den Großteil der Mannschaft zusammenzuhalten“.

    Schweinfurt: Vlatko Andonov, Georgios Gousis 2 Punkte, Felix Hockgeiger 2, Finn Ludwig 25, Tom Ludwig 12, Lukas Orf 7 (1 Dreier), Marcel Rink 10, Jan Rüttinger 7, Benedikt Weber 4, Tim Zenger 12.

    Würzburg: Luka Leon Basic 3 (1), Obed Francisco 13 (3), Yannick Mergler 6, Elijah Ndi 3 (1), Lukas Roth 21 (3), Steven Schalme 4, Malcolm Streitberg 2, Adrian Worthy 17, Konstantin Zeuch 4.

    Schiedsrichter: Johannes Matschui (TB Erlangen)/Andrey Gattsouk (TSV Ansbach). Zuschauer: 50. Spielfilm: 18:12 (10.), 45:32 (20.), 66:50 (30.), 81:73 (Endstand).

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