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    FUSSBALL: REGIONALLIGA BAYERN

    Wie der FC 05 den SV Schalding-Heining schlagen will

    Wohl wieder in der Startformation: Lamar Yarbrough (vorne), der hier vom Heimstettener Severin Müller verfolgt wird.  Foto: Frank Scheuring

    Ein Mannschaftsteil wird bei beiden Teams ganz besonders im Fokus stehen - das ist schon vor dem Duell zwischen dem SV Schalding-Heining (16. Platz/6 Punkte) und dem FC 05 Schweinfurt (3./13) am Freitagabend (18.30 Uhr, Sportanlage am Reuthinger Weg) klar: Es ist die Abwehr. Schalding hat bislang die meisten Gegentore der Liga (17) bekommen, die Schweinfurter am vergangenen Wochenende gleich zwei. Von solchen Statistik-Spielchen hält FC-05-Trainer Timo Wenzel allerdings gar nichts. "Da wird jetzt wahrscheinlich Jeder sagen: 'Volle Kanne voraus!' Aber solche Analysen, die darauf beruhen, wie viele Tore oder Gegentore der Gegner hat, die kannst du in die Tonne kloppen." 

    Deutliche Worte, die allerdings auch ihre Berechtigung haben. Schließlich war der SV Heimstetten vor dem 2:3 in Schweinfurt noch ohne Auswärtstreffer. "In dieser Liga können alle Fußball spielen, kämpfen, laufen und haben Leidenschaft", führt der Coach aus, der mit viel Arbeit rechnet - wie gegen den derzeitigen Tabellenletzten. "Das kann wirklich ähnlich werden wie gegen Heimstetten. Jetzt spielen wir eben auswärts gegen eine Mannschaft, die hinten drin steht und mit aller Macht versucht, uns zu schlagen. Wir werden auf jeden Fall alles abverlangt bekommen." Schwierig wird's genau dann, wenn das Team von Spielertrainer Stefan Köck mal eben mit zwei Fünfer-Reihen verteidigt. Um drei Punkte zu holen, müssen die Nullfünfer Lücken finden und Einsatz zeigen.

    Schalding bei Standards gefährlich

    "Deswegen haben wir auch die Laufwege trainiert. Das sah gut aus. Zudem müssen wir schnell und mit möglichst wenigen Kontakten spielen", so der Coach weiter. Sein Defensiv-Verbund, der zuletzt vor heimischem Publikum nicht immer gut aussah, muss zudem fix im Rückwärtsgang sein. Köcks Team spielt nämlich gerne mach hoch, weit und lang in die Spitze, wo dann eben versucht wird, ein Tor zu erzwingen. Das hat bei der vorerst letzten Niederlage - einem 0:3 gegen Wacker Burghausen -  nicht geklappt. "Davon darf man sich aber nicht blenden lassen. Gegen Burghausen haben sie viele lange Bälle geschlagen. Wir müssen gewappnet sein. Auch bei Standards sind sie sehr gefährlich. Meine Jungs müssen unbedingt dumme Fouls vermeiden." Wenzel kommt da gerade recht, dass er und sein Team, allerdings ohne Ronny Philp (Schulter) und Ergänzungsspieler Emir Bas (Mittelfußbruch), schon einen Tag vor dem Spiel in Richtung Passau aufgebrochen sind. 

    "Ich denke, ich werde nichts Großartiges ändern."
    FC-05-Coach Timo Wenzel über seine Defensiv-Konstellation

    "Es ist einfach enorm wichtig, dass wir zusammen sind und beispielsweise auch zusammen essen. Das schweißt dann auch zusammen." Zudem sei es leichter, auch mal Vier-Augen-Gespräche einzustreuen. Ein Gespräch führte der Trainer auch mit Stefan Kleineheismann. Der 31-jährige Innenverteidiger, eigentlich Kapitän, findet sich wohl auch am Reuthinger Weg auf der Ersatzbank wieder. "In Rosenheim haben es die Jungs echt gut gemacht. Die Gegentreffer am vergangenen Samstag basierten auf individuellen Fehlern. Ich denke, ich werde nichts Großartiges ändern", erklärt der Coach - obwohl Kleineheismann nach seiner Verletzung unter der Woche wieder voll mittrainiert hat. 

    In der Startelf stehen wird somit wohl erneut Lamar Yarbrough, der gegen Heimstetten das frühe 1:0 erzielte. Nach mehr als drei Jahren ohne Pflichtspieltreffer sei das "ein tolles Gefühl" gewesen, gibt der Neuzugang zu Protokoll, der vom baden-württembergischen Oberligisten TSV Ilshofen an den Main gewechselt ist. 

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