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    KORBBALL: LANDESLIGA

    Die DJK Schweinfurt startet stark in die Saison

    Kein Durchkommen: Hambachs Spielertrainerin Melanie Katzenberger (Mitte) wird am Kreis von den Schweinfurterinnen Lena Rau (links) und Sarah Pfistner (rechts) geblockt. Foto: Michael Müller

    Korbball

    Landesliga Frauen Halle

    SpVgg Hambach – DJK Schweinfurt 4:7 (1:4)

    Einen nicht unbedingt erwarteten, am Ende aber fast überragenden Saisonstart legten die Korbball-Frauen der DJK Schweinfurt in der gut gefüllten TG-Sporthalle hin. Nachdem sie gegen die klar favorisierte TG Schweinfurt im ersten Saisonspiel bereits mit 5:2 gewannen, stand das zweite Spiel gegen die neuformierte SpVgg Hambach an. Hambach, im vergangenen Jahr aus der Bundesliga abgestiegen, steht vor einem kompletten Neuaufbau. Dass die DJK das Duell mit 7:4 (4:1) gewinnen sollte, war dennoch nicht abzusehen.

    Nachdem einige erfahrene Spielerinnen aufgehört haben, andere – zum Teil aus beruflichen Gründen – nicht mehr einsatzbereit sind, geht es laut SpVgg-Spielertrainerin Melanie Katzenberger in dieser Runde um Grundlagen: „Die Mannschaft muss erst zusammenwachsen. Die Jungen müssen noch viel lernen.“ Das Spiel gegen die DJK zeigte allerdings genau diese Defizite. Zwar stand mit Alina Pfaff eine Top-Korbhüterin als Rückhalt zur Verfügung, jedoch ist sie nach einem Auslandsjahr noch nicht wieder in Bestform. Mit Alisa Ziegler wurde auch die junge Ersatzkorbhüterin eingesetzt. Beide machten ihre Sache insgesamt sehr gut. Die Krux war das Zusammenspiel des Teams.

    Die DJK, beflügelt vom guten Auftakt gegen die TG, ging hoch motiviert in die Partie – mit der Gewissheit, dass man bereits seit Jahren sehr gut eingespielt ist und zudem mit Sina Seufert auch noch eine ausgezeichnete Korbhüterin hatte. Seufert half aus, weil in ihrer Stammsportart Fußball kein Spiel anstand. Trainerin Sabine Rau wusste das zu schätzen, war vor dem Spiel dennoch nur vorsichtig optimistisch: „Nach dem Sieg gegen die TG wollen wir schon mindestens ein Unentschieden holen. Mit Sina sollte das möglich sein.“

    Die DJK Schweinfurt ist überlegen 

    Sie sollte mit ihrer Einschätzung richtig liegen, denn trotz eines schnellen Rückstandes – Silke Fischer traf für Hambach nach einer Minute vom Kreis – war die DJK von Beginn an überlegen. Nina Rau vergab noch einen Alleingang, ehe Sarah Benz kurz danach einen unnötigen Hambacher Abspielfehler nutzte und zum 1:1 ausglich. Gespielt waren da erst gut drei Minuten. Sina Seufert am DJK-Korb leitete dann immer wieder gefährliche Konter ein. Claudia Wohlfeil und Lena Rau nutzten zwei davon zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung.

    Hambach nahm nun eine Auszeit. Katzenberger wechselte sich danach erstmals selbst ein. Vor allem im Angriff war nun mehr Ruhe und Variabilität im Hambacher Spiel zu erkennen – die SpVgg war nun viel gefährlicher. Allerdings entschärfte Seufert oft gefährliche Abschlüsse der SpVgg. Ein weiteres Manko auf Hambacher Seite waren die schwachen Sechsmeter-Freiwürfe. Besser machte es die DJK. Rau versenkte einen Sechsmeter (11.) zum 4:1 aus Schweinfurter Sicht, was gleichzeitig der Halbzeitstand und angesichts des Spielverlaufs eine kleine Vorentscheidung war.

    Die SpVgg kommt nicht mehr ran

    Und das, obwohl Hambach kurz nach der Pause durch Jugendspielerin Talia Neugebeuer und den ersten guten Sechsmeter zum 2:4 kam, denn die DJK schlug sehr schnell zurück. Nina Rau reagierte bei einer Lücke am Kreis blitzschnell und traf zum 2:5. Ein weiterer Sechsmeter (wieder Lena Rau) und Sarah Pfistners Treffer vom Kreis zum 3:7 aus Sicht der Hambacherinnen entschieden das Spiel zu Gunsten der DJK. Die Körbe von Nina Schneidawind und Katzenberger zum 4:7-Endstand nutzten der SpVgg nichts mehr. DJK-Trainerin Rau zeigte sich deshalb überglücklich, wollte von neuen Zielen aber nichts wissen: „Wir spielen nach wie vor um den Klassenerhalt. Die sechs Punkte tun uns natürlich sehr gut, weil sie nicht unbedingt geplant waren. Aber in den nächsten Wochen müssen wir wieder ohne Sina Seufert klarkommen. Das wird auch gegen schwächere Gegner viel schwieriger.“ Insgesamt verdankte Schweinfurt nicht nur Seufert den Sieg. Es war ein starker Auftritt der gesamten Mannschaft.

    Von Michael Müller

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