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    FUSSBALL: LANDESLIGA

    Euerbach verliert knapp in Höchberg

    Fussball TG Hoechberg - SV Euerbach Kuetzberg
    Zu spät: Der Euerbacher Mirza Mekic (links) kann den Höchberger Sven Burkard nicht stoppen. Foto: Volker Danzer/HMB MEDIA

    Fußball

    Landesliga Nordwest

    FT Schweinfurt – VfL Frohnlach 4:0 (3:0)

    Der Bann ist gebrochen: Zum ersten Mal seit fast fünf Jahren hat die FT Schweinfurt wieder ein Landesliga-Heimspiel gewonnen. Und zwar gleich recht deutlich. Mit 4:0 konnten die Turner Mitaufsteiger VfL Frohnlach in die Schranken weisen und sich ins gesicherte Mittelfeld absetzen. „Entscheidend war der früher Doppelschlag“, analysierte FTS-Trainer Adrian Gahn.

    Bereits in der 14. Minute hatte Fabian Reith den Reigen eröffnet. Nachdem Hannes Zeißner den Ball durchgesteckt hatte, lupfte Reith das Leder über Frohnlachs Keeper Jonas Hempfling hinweg ins Netz. Kurz darauf spielte Maximilian Mosandl auf der rechten Seite Torjäger Dominik Popp frei – 2:0 (20.). „Danach hat man die Verunsicherung bei Frohnlach wieder gespürt“, fand Gahn. Kein Wunder, denn die Gäste musste in den vergangenen drei Partien bereits 19 Gegentreffer schlucken. Bis allerdings die frühe Vorentscheidung gefallen war, hatten auch die Gäste in der turbulenten Anfangsphase ihre Großchancen. Doch der sehr gute Keeper Simon Mai bewahrte seine Turner zwei Mal vor dem Rückstand. Auf der anderen Seite nahmen allerdings auch zwei Mal Popp und Julius Herrmann bereits Maß. Popp war es dann auch, der mit seinem zehnten Saisontreffer schon vor der Pause die letzten Zweifel am Heim-„Dreier“ beseitigte (44.). Das 3:0 war ein etwas kurioser Treffer, denn der schwer zu nehmende Ball sprang noch einmal auf und hüpfte über den verdutzen Frohnlacher Keeper hinweg ins Netz. Nach dem Wechsel setzte dann Niklas Saal noch einen drauf, den Assist durfte Pascal Rinbergas verbuchen (79.). „Damit haben wir auch das 6:2 von Lichtenfels vergoldet“, freute sich Gahn.

    Schweinfurt: Mai – Aydin, Zeißner, Mock, Reuß (79. Vidovic) – Mosandl, Dietrich, Reith (79. Hochrein) – Saal, Popp, Herrmann (67. Rinbergas). Schiedsrichter: Tobias Fenkl (SF Unterpreppach). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Fabian Reith (14.), 2:0, 3:0 Dominik Popp (20., 44.), 4:0 Niklas Saal (79.).

    SV Memmelsdorf – DJK Schwebenried/Schwemmelsbach 1:0 (1:0)

    „Nein, keinesfalls“ sei sein Geburtstag nun „versaut“, sagte Trainer Dominik Schönhöfer nach dem 0:1 seiner DJK Schwebenried/Schwemmelsbach beim SV Memmelsdorf. „Die Jungs haben eine gute Leistung gebracht, vor allem angesichts der Umstände – und das allein zählt.“ Mit den „Umständen“ meinte Schönhöfer zum einen die mindestens 35 Grad, die im Memmelsdorfer Schmittenau-Stadion herrschten und vor allem die eigene personelle Situation. Denn auf der Bank saß diesmal sogar ganz offiziell als dritter Wechselspieler der DJK-Vorsitzende Alexander Ziegler, der kurz vor der Abfahrt noch seine Sportsachen geholt hatte, weil Jannik Göller mit einem Magen-Darm-Infekt kurzfristig absagen musste. Zum Einsatz kam Ziegler aber nicht, wohl aber Thomas Bayer und Marcel Behr. Letzterer war erst am Morgen aus dem Urlaub zurückgekommen. Trotzdem dominierten die Schwebenrieder die erste Halbzeit.

    „Da war ich sehr mit einverstanden“, lobte Schönhöfer. Pech, dass ein Schuss von Julian Hart vom Innenpfosten ins Feld zurücksprang (20.). „Wirklich schade, weil klar war, dass der Klub, der das 1:0 macht, bei den Temperaturen klare Vorteile hat“, so der DJK-Coach.

    Nach der Pause ging den ersatzgeschwächten Schwebenriedern allerdings zunehmend die Puste aus. „Es war klar, dass das ein Treffen auf Augenhöhe ist, wie beim Armdrücken – und dass Kleinigkeiten entscheiden werden“, so Schönhöfer. Die entscheidende Szene passierte, als die DJK selbst eine Ecke hatte, den Konter aber nicht unterbinden konnte und zwei Mann auf Leon Hartmann zustürmten. Während der DJK-Keeper auf eine Ablage auf den mitgeeilten Dominik Sperlein spekulierte, entschied sich Philipp Hörnes aber selbst für den erfolgreichen Abschluss in kurze Eck zum 1:0 (77.).

    Schwebenried: Hartmann – Zöller, Jazev, Wehner, Stürmer (63. Behr) – Lichtlein, Maximilian Müller (83. Bayer), Markert, Kummer – Kühlinger, Hart. Schiedsrichter: Christoph Busch (SpVgg Vohenstrauß). Zuschauer: 150. Tor: 1:0 Philipp Hörnes (77.).

    TG Höchberg – SV Euerbach/Kützberg 1:0 (0:0)

    Die Euerbacher wollten nach dem 2:1-Sieg beim ASV Rimpar unbedingt auch gegen eine verunsicherte TG Höchberg nachlegen. Das funktionierte nicht, die SV-Kicker kehrten mit leeren Händen und einem gefrusteten Trainer zurück.

    In der ersten Halbzeit kam SV-Coach Ulli Baumann noch ganz gut zurecht mit dem, was seine Schützlinge boten. Zumindest in der Defensive standen die Euerbacher einigermaßen stabil – in der Offensive war wenig geboten. „Ich habe schon beim Aufwärmen gemerkt, dass bei uns heute nicht viel geht“, meinte Baumann nach der Partie. Dabei waren die Höchberger rein qualitativ nicht besser als Baumanns Mannschaft.

    Der kritisierte seine Spieler: „Ich bin ein wenig angefressen. Wir besprechen Dinge in der Kabine, die dann auf dem Platz ganz anders gemacht werden als geplant. Deshalb bin ich schon nach dem Spiel hart mit den Jungs ins Gericht gegangen.“ Die zweite Halbzeit war dann auch wieder ein Rückfall in alte Zeiten. Es wurde viel über Keeper Irnes Husic gespielt. In der Offensive agierten die SVler erneut zu kompliziert, verpassten oft den richtigen Moment für Pässe oder Abschlüsse. Dennoch hatte Baumanns Mannschaft in der zweiten Halbzeit die große Chance, in Führung zu gehen. Doch Livinus Okorie schoss einen Abpraller aus drei Metern über die Höchberger Kiste. Ein Fehler reichte am Ende, um doch noch zu verlieren. Eine Hereingabe trudelte durch den Euerbacher Strafraum, René Riebe bekam die Fußspitze noch an den Ball – 1:0 (88.).

    Euerbach: Husic – Helfrich, Mekic, Popa, Alawami – Berisha, Weiß, Hiltl, Aldijawi – Bude (80. Ozorio) – Okorie (70. Schäfer). Schiedsrichter: Simon Dimmerling (TSV Wilhelmsdorf). Zuschauer: 100. Tor: 1:0 René Riebe (88.).

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