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    FUSSBALL: LANDESLIGA NORDWEST

    Euerbacher Gala im Spitzenspiel

    Gefährlich: Der Unterpleichfelder Leon Vollmuth (links) zieht ab, der Euerbacher Patrick Helfrich (rechts) kann ihn aber... Foto: Dominik Großpietsch

    Fußball 

    Landesliga Nordwest

    SV Euerbach/Kützberg – TSV Unterpleichfeld 4:1 (3:0)

    Es waren zwei Welten, die an diesem Sonntagnachmittag aufeinander prallten. Zum einen war da die Kröner-Elf, die von Anfang an das Zepter in die Hand nahm, nach gut einer halben Stunde die Weichen auf Sieg gestellt hatte und ganz besonders vor dem Seitenwechsel eine wahre Gala ablieferte. Und auf der anderen Seite? Da standen elf Unterpleichfelder, die geradezu unterwürfig den Gastgebern den Raum ließen, den man brauchte, um den 4:1-Kantersieg herauszuspielen, an dem besonders Timo Pitter (vier Vorlagen) und der Ex-Unterpleichfelder Marcial Weisenseel mit zwei Treffern große Anteile hatten.

    „Das waren so schöne Tore, dass ich da gar keins herausnehmen kann. Im Großen und Ganzen kann ich meiner Mannschaft nur ein riesengroßes Kompliment machen“, erklärte Oliver Kröner nach Spielschluss sichtlich erfreut. Doch der Ex-Profi hob wieder einmal mahnend hervor, dass sich sein Team jetzt auf gar keinen Fall ausruhen dürfe.

    „Zudem gab es nach dem Gegentor zehn kritische Minuten, in denen meine früheren Kollegen durchaus gute Chancen hatten“, fügte Weisenseel an, dem nach seinen ersten Saisontreffern eine große Last von den Schultern fiel. „Eigentlich wollte ich nach dem ersten Tor aus Respekt gegenüber meinen früheren Mitspielern nicht jubeln, habe es dann aber doch gemacht, weil mich der Treffer riesig gefreut hat.“

    Dass seine Mannschaft zumindest in Halbzeit eins kaum Akzente setzen konnte, erfreute TSV-Spielertrainer Andreas Zehner eher weniger. „Die Jungs waren auf jeden Fall motiviert, haben aber wohl zu viel Druck verspürt. Wir haben es nicht geschafft, angemessen dagegen zu halten.“

    Euerbach: Saballus – Brach, Alawami, Popa, Helfrich – Mekic, Thomas – Pitter (86. Dago), Bude, Weisensel (81. Brändlein) – Heinisch (90. Mucaj). Schiedsrichter: Peter Frank (Uttenreuth). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Marcial Weisensel (12.), 2:0 Florin Popa (36.), 3:0 Thomas Heinisch (42.), 3:1 Patrick Helfrich (55., Eigentor), 4:1 Marcial Weisensel (69.).

    TuS Feuchtwangen – Schwebenried/Schwemmelsb. 0:1 (0:0)

    „Ich bin zu 100 Prozent zufrieden.“ Konnte Dominik Schönhöfer auch sein. Denn seine DJK Schwebenried/Schwemmelsbach glänzte beim TuS Feuchtwangen nicht nur mit dem verdienten zweiten Sieg im zweiten Auswärtsspiel – auch Einstellung, Kampfgeist und Laufleistung passten, obwohl der Trainer sein Team wegen der zahlreichen Ausfälle reichlich durcheinander wirbeln musste – Jan Ludwig absolvierte auf der linken Seite der Viererkette sein erst viertes Landesligamatch, Neuzugang Maximilian Müller gab sein Startelfdebüt. Yannick Deibl rückte neben Marcel Kühlinger in die Spitze. Für das Trio gab es ein besonderes Lob des Trainers.

    So konnte Schwebenried also die erste Hälfte auf dem sonnenverbrannten, großen Platz des Feuchtwanger Heinz-Seidel-Stadions absolut ausgeglichen gestalten. „Beide Mannschaften haben sich da ziemlich neutralisiert“, so Schönöfer, „aber wir haben auch Feuchtwangen nicht zum Zuge kommen lassen. Wenn überhaupt waren sie nur bei Standards gefährlich.“ Ein Standard war es auch, der vielleicht das Signal für die Schwebenrieder in Richtung Auswärtssieg gab. Deibl setzte kurz nach dem Seitenwechsel einen Freistoß an den Pfosten (50.). Danach hatte die DJK alles im Griff. Das Tor des Tages fiel in der 67. Minute. Mag sein, dass die unmittelbar zuvor erfolgte Einwechslung von Julian Hart die Feuchtwanger Hintermannschaft zusätzlich beschäftigte, allerdings hatte Deibl seine Ecke auch präzise auf den Kopf von Marcel Kühlinger gezirkelt, der 20-jährige köpfte sein zweites Saisontor. Danach machten die Hausherren zwar auf, doch dass das Zittern bis zum Schluss anhielt, hatte sich die DJK selbst zuzuschreiben: Daniel Riedmann, Dominik Barth und Fabian Lichtlein ließen große Konterchancen aus. „Da hätten wir das 2:0 irgendwann machen müssen“, so der Trainer.

    Schwebenried: Hartmann – Paul, Zöller, Heinlein, Ludwig – Lichtlein, Müller, Behr, Weißenberger (67. Hart) – Kühlinger (83. Barth), Deibl (73. Riedmann). Schiedsrichter: Sebastian Eder (Holzkirchen). Zuschauer: 120. Tor: 0:1 Marcel Kühlinger (67.).

    Volker Hensel/Dominik Großpietsch

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