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    FUßBALL: LANDESLIGA

    Freie Turner werten 2:2 als gefühlten Sieg

    Tyrell Walton (weißes Trikot) brachte nach seiner Einwechslung frischen Wind in das Spiel der FTS. Hier lässt er mit Bajram Dzeladini und Zdekno Bilac gleich zwei Gegenspieler alt aussehen. Foto: Steffen Krapf

    FT Schweinfurt – Vatan Spor Aschaffenburg 2:2 (0:2)

    Besser hätte es das Wochenende für die FT Schweinfurt gar nicht beginnen können. Am Freitagabend wurden die Turner bei der Toto-Pokal-Auslosung als Erste aus dem Lostopf gezogen und konnten sich dann den früheren deutschen Fußballmeister 1860 München als Erstrunden-Gegner aussuchen. Die „Löwen“ müssen also am 8. August zu einem Pflichtspiel an die Maibacher Höh'. Darauf soll auch die Mannschaft am Freitagabend noch angestoßen haben. All zu wild ist es dabei aber nicht zugegangen, schließlich heißt die Gegenwart erst einmal Landesliga.

    Dorthin kehrte die FTS nach fünf Jahren in dieser Saison zurück, wartet allerdings immer noch auf den ersten Sieg in der Spielklasse. Die Aufgabe am Samstag sollte zudem keine einfache werden. Mit Vatan Spor Aschaffenburg reiste ein in dieser Spielzeit noch ungeschlagenes Team nach Schweinfurt. Das Selbstbewusstsein war den Gästen auch sofort anzumerken. Zwar suchte die Elf von Trainer Adrian Gahn ihr Heil in der Offensive, musste nach 26 Minuten aber einmal mehr einen Rückstand verkraften, als Aschaffenburgs Torjäger Gökhan Aydin nach einem Stellungsfehler in der Schweinfurter Abwehr das 0:1 erzielte. Elf Minuten nach der Gäste-Führung kam es für die Turnerschaft noch dicker, nach dem Schiedsrichter Christoph Stühler zum Entsetzen der Heimzuschauer auf den Elfmeterpunkt zeigte. FTS-Torwart Simon Mai räumte Ball und Gegner ab. In welcher Reihenfolge das geschah? Darüber ließ sich streiten. Den fälligen Strafstoß verwandelte erneut Aydin eiskalt.

    Nach dem Seitenwechsel deutete lange nichts auf eine Wende hin, ehe der Gahn-Elf in der Schlussphase ein kleines Kunststück gelang und sie die Partie durch Treffer von Julian Hemmerich (80.) und Dominik Popp (86.) doch noch drehte. So blieb am Ende des Wochenendes zumindest noch ein gefühlter Sieg.

    Schweinfurt: Mai – Werner (75. Herrmann), Dietrich, H. Aydin, Mosandl (46. Rinbergas), Reith, Popp, Öztürk, N. Saal (46. Walton), Y. Saal, Siegmund.

    Schiedsrichter: Christoph Stühler (Oesdorf). Zuschauer: 120. Tore: 0:1 Gökhan Aydin (26.), 0:2 Gökhan Aydin (37., Foulelfmeter), 1:2 Julius Herrmann (80.), 2:2 Dominik Popp (86.).

    TuS Röllbach – DJK Schwebenried/ Schwemmelsbach 3:0 (2:0)

    Sie hatten sich auf das gemeinsame Essen hinterher mit den befreundeten Röllbacher Kickern gefreut, doch diesmal dauerte es lange, bis die Delegation der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach ein wenig in Stimmung kam. Denn beim 0:3 in Röllbach war für die Gäste so ziemlich alles schief gegangen. Wobei sie sich spielerisch nicht mit Ruhm bekleckert hatten. „Wir hatten keinen guten Tag“, gab Trainer Dominik Schönhöfer unumwunden zu.

    Vielleicht wäre alles besser gelaufen, hätte die DJK die erste Großchance verwertet. Doch Röllbachs Keeper Maximilian Sponer parierte nach dem Alleingang von Marcel Kühlinger (5.). Allerdings zeigte der Gastgeber auch im Angriffsspiel eine starke Leistung. Vor allem über die Außen war man gefährlich. Schon in der neunten Minute ein schneller Angriff über die linke Seite, Pass an den Fünf-Meter-Raum, wo Daniel Koch zum 1:0 einnetzte. Sechs Minuten später eine fast identische Situation, nur von der rechten Seite. Beide Male ließ sich die DJK-Hintermannschaft zu leicht aushebeln. Pech, zudem, dass Andreas Jazev die Vorlage unglücklich ins eigene Netz abfälschte (16.). Das 0:2 war schon eine kleine Vorentscheidung.

    Nur zwölf Minuten später das frühe „Aus“ für die Schwebenrieder: Röllbachs Noah Markert stürmte alleine auf das Schwebenrieder Gehäuse zu, Keeper Leon Hartmann eilte zwar aus seinem Tor heraus, „räumte“ den Röllbacher aber knapp außerhalb des Strafraums ab. Die logische Konsequenz: Rot wegen Notbremse. „Kein Vorwurf an ihn, er musste das machen“, sagte Schönhöfer. Mangels Ersatztorwart zog sich Co-Trainer und Feldspieler Felix Zöller die Handschuhe an. „Er konnte sich sogar noch zwei-, dreimal auszeichnen“, so sein Coach, „beim dritten Gegentreffer hatte Felix keine Chance.“

    Schwebenried: Hartmann – Zöller, Jazev, Wehner, Stürmer – Lichtein, Behr (35. Bayer), Hart (74. Marc Müller) – Markert (71. Reck), Kühlinger, Kummer.

    Schiedsrichter: Manuel Steigerwald (Gräfendorf). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Daniel Koch (9.), 2:0 Andreas Jazev (16., Eigentor), 3:0 Manuel Hörst (62.). Rot: Leon Hartmann (Schwebenried/28., Notbremse).

    TSV Unterpleichfeld – SV Euerbach/Kützberg 3:1 (2:0)

    Der SV Euerbach/Kützberg kam mit leeren Händen vom aktuellen Tabellenführer TSV Unterpleichfeld zurück. Die Gastgeber bewiesen erneut ihre Stärke und warum sie zurecht ganz oben in der Tabelle der Landesliga Nordwest stehen.

    Die Gastgeber legten mit dem Treffer von Maximilain Ludwig in der zweiten Minute einen Blitzstart hin. „Sie waren sehr aggressiv und haben auch sehr hoch gepresst“, so SV-Coach Oliver Kröner. In der 21. Minute fiel durch Pascal Kamolz sogar das 2:0. Die Gäste waren wieder mit einigen Spielern aus der zweiten Mannschaft und dem reaktivierten Daniel Hey angereist. Dennoch steigerten sich die Gäste und kamen bis zur Halbzeit immer besser in die Partie. Etwas Zählbares sprang jedoch zunächst nicht heraus.

    Nach der Pause allerdings erzielte Pascal Stahl direkt den so wichtigen Anschlusstreffer. „Wir waren dann richtig stark, hatten den Tabellenführer sogar am Rand der Niederlage“, lobte Kröner seine Mannschaft nach dem Schlusspfiff. Mitten in die Euerbacher Sturm- und Drangphase kam allerdings eine Spielunterbrechung wegen Gewitters, die dem Gastgeber die Gelegenheit zum Durchatmen gab. „Wir haben es leider verpasst, den Ausgleich zu erzielen“, schwang beim Euerbacher Coach auch ein wenig Bedauern mit. Kurz vor Spielende entschied dann Maximilian Ludwig mit seinem zweiten Treffer die Partie endgültig.

    Dennoch war Kröner sehr stolz auf seine Mannschaft: „Das ist kaum hoch genug zu bewerten, was die Mannschaft heute geleistet hat. Insbesondere in unserer personellen Situation.“

    Euerbach/Kützberg: Husic – Hahn, Alawami, Helfrich, Hiltl – Popa, Berisha, Bude, Stahl – Aldijawi, Ziegler (51. Hey).

    Schiedsrichterin: Hanf (Meinhardswinden). Zuschauer: 160. Tore: 1:0 Ludwig (2.), 2:0 Kamolz (21.), 2:1 Stahl (52.), 3:1 Ludwig (88.). Gelb-Rot: Aldijawi (Euerbach, 88.).

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