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    HANDBALL, BEZIRKSLIGA

    Deutliche Schlappe für den TSV

    Die Abwehr des MHV Schweinfurt – hier mit Simon Zwiazek (Rückennummer drei) und Christian Fey schenkte im Derby keinen Ball her. Hier versucht der TSVler Christian Landgraf zum Abschluss zu kommen. Foto: Steffen Krapf

    Handball

    Bezirksliga Nord Männer

    DJK Nüdlingen – TV Gerolzhofen 28:24
    TSV Bergrheinfeld – MHV Schweinfurt 09 23:41

    1. (1.) TSV Mellrichstadt 7 6 0 1 231 : 164 12 : 2
    2. (3.) MHV Schweinfurt 09 5 4 0 1 157 : 131 8 : 2
    3. (2.) TV Königsberg 5 4 0 1 139 : 122 8 : 2
    4. (4.) HSV Thüngersheim 6 3 0 3 157 : 147 6 : 6
    5. (5.) TSV Karlstadt 6 2 1 3 140 : 165 5 : 7
    6. (6.) TSV Bergrheinfeld 6 2 0 4 122 : 147 4 : 8
    7. (8.) DJK Nüdlingen 7 1 1 5 186 : 215 3 : 11
    8. (7.) TV Gerolzhofen 6 1 0 5 102 : 143 2 : 10

    TSV Bergrheinfeld – MHV Schweinfurt 23:41 (11:15)

    „Das war ganz klar ein Klassenunterschied“, gab Willi Barthelmes, Trainer des TSV Bergrheinfeld zu. Vorausgegangen war das Bezirksliga-Derby zwischen seiner Mannschaft und der des MHV Schweinfurt. Spannung kam im Bergrheinfelder Sportzentrum zu keiner Zeit auf. Der MHV zeigte dem TSV die Grenzen auf und siegte deutlich mit 41:23 (15:11).

    Vor fast genau einem Jahr gastierte der MHV letztmals in Bergrheinfeld. Damals aber noch mit der dritten Garde. Die Handballer des TSV haben einen großen Sprung gemacht. Da kann es als Liga-Neuling mitunter noch vorkommen, dass die Aufgaben eine oder zwei Nummern zu groß sind. „Bisher haben wir es in dieser Saison ordentlich gemacht“, findet Barthelmes trotz der heftigen Derby-Schlappe. Nach etwas zerfahrenen Anfangsminuten, mit vielen Konzentrationsfehlern auf beiden Seiten, kam Schweinfurt immer besser ins Spiel. Insbesondere gegen die Tempogegenstöße fanden die physisch deutlich unterlegenen Bergrheinfelder, die außerdem auch noch auf drei Spieler verzichten mussten, über 60 Minuten keinerlei Mittel. Bis zum Pausenpfiff schlug sich die Barthelmes-Sieben tapfer und verkürzte den Abstand auf 11:15.

    Der MHV zieht an

    Was dann im zweiten Abschnitt folgte, kann getrost unter der Kategorie „Auflösungserscheinungen“ verbucht werden. Zwar versuchte sich das Heimteam nach Kräften zu wehren, war dabei allerdings mit zunehmender Spieldauer hoffnungslos unterlegen.

    Der MHV, der die Meisterschaft anpeilt – aber einen etwas holprigen Saisonstart hinlegte, spielte sich förmlich in einen Rausch. Aus dem Rückraum, über die Außen, natürlich mit Gegenstößen – die Tore für die Gäste fielen aus allen Lagen.

    „Eigentlich gehört die Abwehr zu unseren Stärken“, meinte der Trainer des TSV hinterher – in dem Wissen, dass davon diesmal freilich gar nichts zu sehen war: „Wir sind in alle Einzelteile zerfallen.“ Dabei lässt sich der bisherige Saisonverlauf durchaus sehen. Vor dem Derby standen zwei Siege und drei Niederlagen zu Buche.

    Wobei das Spiel gegen das Tabellenschlusslicht TV Gerolzhofen nur aufgrund eines formellen Fehlers verloren wurde. Beide Heimspiele vor dem Derby konnten gewonnen werden. „Anders als heute gegen Schweinfurt, kamen wir in den anderen Spielen bisher kämpferisch immer gut in die Partien“, berichtet Barthelmes, der seit dieser Saison den TSV trainiert – vormals war er für die zweite Mannschaft des MHV verantwortlich.

    Angst und Bange ist ihm nach der Klatsche mit 18 Toren Unterschied dennoch nicht. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Aber um das zu erreichen, dürfen wir nicht so viele Chancen vergeben wie im Derby“, sagt Barthelmes und spricht dabei noch einmal die katastrophale Wurfquote seines Teams an: „So hast du gegen den MHV natürlich keine Chance. Wobei ich die Schweinfurter auch nicht so stark erwartet habe. Für die war das Derby eine echte Charaktergeschichte, die sie sehr gut angenommen haben. So stark habe ich den MHV weder in dieser und auch nicht in der letzten Saison gesehen.“

    Dementsprechend zufrieden zeigte sich auch sein Gegenüber – MHV-Trainer Marcus Thalhäuser – nach Abpfiff, während seine Sieben den standesgemäßen „Derbysieger, Derbysieger!“-Chor im Mittelkreis anstimmte. „Es ist alles so gelaufen, wie ich mir das erhofft habe. Im Gegensatz zu den letzten Wochen, sind wir von Anfang an gleich gut ins Spiel gekommen. Eigentlich hätten wir zur Halbzeit schon den Deckel draufmachen müssen. Aber da waren wir etwas zu inkonsequent“, findet Thalhäuser, der sich aber für sein Team freut, dass es im Verlauf des zweiten Durchgangs einmal richtig ins Rollen kam: „Der Sieg ist auch in der Höhe verdient. Wir haben das Tempo hochgehalten, wodurch es dann zu einer klaren Geschichte wurde.“

    Bergrheinfeld: Ständecke – Bauer 1, C. Landgraf 1, Luck 5, Lunz 4, Edelmann 4, Link 1, Fleischauer, Dünninger, Meyer 7/2, Schaubeck. Schweinfurt: Fiedler – Niklaus 2, Zwiazek 3, Scholich 1, M. Schmitt 8/2, A. Schmitt 3, Fey 5, Möslein 3, Müller 4, F. Landgraf 11, Bernt 1, Kelemen, Körner. Schiedsrichter: Frank Arheidt, Michaela Fries (Hammelburg). Zuschauer: 80. Zeitstrafen: 4/2. Rot: Christian Link (46., Bergrheinfeld). Spielfilm: 0:2 (6.), 3:9 (14.), 7:12 (21.), 9:15 (28.), 14:21 (38.), 17:28 (45.), 19:36 (55.), 23:40 (58.), 23:41 (Endstand).

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