• aktualisiert:

    FUßBALL: REGIONALLIGA BAYERN

    FC 05: Wenzel fordert eine Trotzreaktion

    Will als FC-05-Kapitän wieder voranschreiten: Stefan Kleineheismann (grün). Foto: Wolfgang Fehrmann

    SpVgg Oberfranken Bayreuth – FC 05 Schweinfurt (Samstag, 14 Uhr; Hans-Walter-Wild-Stadion)

    Ein halbes Jahr ist der BFV-Pokalsieg des FC 05 durch das finale 3:1 bei der SpVgg Bayreuth nun her – und doch längst Schnee von gestern. Im aktuellen Landes-Cup sind die Schweinfurter durch den Formfehler im Kickers-Spiel raus und in der Liga bei der Neuauflage in Oberfranken nicht zwingen der große Favorit. Denn die Bayreuther haben nach Katastrophenstart einen Positiv-Lauf hinter sich, die Nullfünfer stecken nach einem Punkt und 3:10 Toren aus den letzten drei Partien in einer Ergebniskrise. „Das heißt aber nicht, dass wir da hinfahren, uns hinten rein stellen und hoffen kein Gegentor zu bekommen“, fordert 05-Coach Timo Wenzel von seinem Team nichts weniger als endlich wieder einen Auswärtssieg.

    „Wir müssen den richtigen Mix finden aus vorne draufgehen und fallen lassen. Keine Mannschaft kann 90 Minuten am Stück spielbestimmend sein“, erwartet Wenzel auch, dass die richtige Balance gefunden wird gegen einen Gegner, der „ein gutes Mittelfeldpressing spielt“. Den Trainer der Spielvereinigung kennt Wenzel ja noch aus alten Bundesliga-Tagen und attestiert ihm, bei seinem letzten Engagement in Fürth offenbar die Lehren aus dem von vielen Niederlagen geprägten Hurra-Stil gezogen zu haben und in Bayreuth jetzt deutlich dosierter spielen zu lassen. Seit Rost übernommen hat, haben sich die Gelb-Schwarzen stabilisiert, aus den letzten acht Partien sechs Siege geholt. 16 der 25 erzielten Tore gehen auf das Stürmer-Trio Fenninger (3), Knezevic (5) und Sulejmani (8) – eine beachtliche Quote.

    Beim auf Platz drei abgerutschten FC 05 hat man die Zeichen erkannt, unter der Woche noch intensiver gearbeitet, vor allem am Zweikampfverhalten und an offensiven Eins-gegen-Eins-Situationen. „Da war Feuer drin“, sagt Wenzel. „Die Spieler haben gelernt, zu kämpfen, kratzen, beißen. Wir haben ihnen Mut zugesprochen, ihnen in der Videoanalyse gezeigt, was sie gut machen. Aber auch die Fehler. Und da darf ich erwarten, dass sie jetzt auch aus den Fehlern lernen. Fußball ist schließlich unser Beruf.“ Und so wird sich der ein oder andere Spieler am Samstag auf der Bank wiederfinden, frische Kräfte sollen ihre Chance bekommen und nutzen.

    Beste Chancen, wieder in die Startelf zu rutschen haben Stefan Maderer, Nikola Jelisic, Alexander Piller und Kapitän Stefan Kleineheismann nach starken Trainingsleistungen. Gerade von Letzteren erhofft sich Wenzel eine Trotzreaktion auf dem Platz, zumal der Innenverteidiger selbst hart mit sich ins Gericht gegangen war. Er habe Schwierigkeiten gehabt, seine Aufgabe, als Kapitän die Mannschaft in einem Tief zu stützen, in Einklang zu bringen mit dem eigenen Auftritt. Wenzel: „Wir haben da ein sehr gutes Gespräch geführt und die Dinge geklärt.“ Auch Florian Trinks, am letzten Freitag noch dem 4-2-2-2-System geschuldet draußen, dürfte auf die Zehn zurückkehren. Fehlen wird indes Dominik Weiß, der die ganze Woche krank war.

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!