• aktualisiert:

    FUßBALL:

    Der Ton wird rauer beim FC 05 Schweinfurt

    v li Nicolas Andermatt TSV 1860 München 5 Richard Schneider Bayreuth 3 im Zweikampf Duell
    Möglicherweise bald ein Schweinfurter: Der FC 05 will Mittelfeldspieler Nicolas Andermatt (links, letzte Saison noch beim TSV 1860 München) gerne verpflichten. Foto: Sven Leifer/Imago

    So langsam geht's wieder los beim FC 05 Schweinfurt. Am 17. Januar war Trainingsauftakt, am Samstag (14 Uhr) steht nun das erste Testspiel im Rahmen auf die Vorbereitung zur Regionalliga-Restrunde an. Gegner ist, vermutlich auf dem Kunstrasenplatz im Willy-Sachs-Stadion, Bayernligist TSV Großbardorf. „Das ist eine starke Mannschaft. Wir haben eine harte Trainingswoche hinter uns, die Beine sind schwer, der Fokus liegt auf der Umsetzung der Trainingsinhalte“, erwartet 05-Trainer Timo Wenzel nicht zwingend einen Sieg – aber eine intelligente Spielanlage.

    Möglicherweise taucht dabei auch schon ein neues Gesicht auf. Dann müsste es aber schnell gehen mit der Verpflichtung von Nicolas Andermatt. Der 23-jährige Mittelfeldspieler war schon einmal auf dem Wunschzettel von 05-Präsident Markus Wolf gestanden und hat nun zu Wochenbeginn zwei Tage bei den Schweinfurtern mittrainiert. Der Schweizer, der aus der Jugendarbeit des FC Zürich stammt, stand zuletzt in Diensten des TSV 1860 München, ist seit Saisonbeginn vertragslos, könnte ablösefrei verpflichtet werden – und damit den nach Bayreuth gewechselten Christopher Kracun 1:1 ersetzen. Allerdings prüfte Andermatt in der zweiten Wochenhälfte noch ein anderes Angebot. „Bis Montag erwarten wir eine Entscheidung“, will Wenzel die Frist bis 31. Januar aber nicht zwingend ausreizen.

    DFB-Pokal-Quali als Pflicht

    Ein gutes Gefühl habe er derzeit mit dem bestehenden Kader: „Die Jungs haben in der Trainingspause ihre Läufe gemacht, auf die Uhr geladen, so dass wir alles kontrollieren konnten. Sie kamen in einem sehr guten Zustand zum Mannschaftstraining.“ Mit dabei sind auch noch Rechtsverteidiger Philip Messingschlager und Rechtsaußen Alexander Piller – beide sollen jedoch noch abgegeben werden. Eine Entscheidung, die für die künftig etwas härtere Gangart bei den Schweinfurtern steht. „Wir trainieren sehr hart, auch der Ton auf dem Platz ist etwas rauer geworden“, will Wenzel erst gar keinen Zweifel aufkommen lassen, dass der um neun Punkte besser postierte Tabellenzweite VfB Eichstätt noch angefangen werden soll in den verbleibenden zwölf Spielen. „Wenn wir wieder im DFB-Pokal stehen, was es noch eine ordentliche Saison.“ Was ihn optimistisch stimmt? „Die Jungs setzen die Spielformen, die wir ein halbes Jahr einstudiert haben, inzwischen von alleine um. Man sieht jetzt, dass sie mitdenken.“

    Zwei, drei Positionen seien künftig offener, auch will der Coach den Ein oder Anderen in der Vorbereitung mal auf Alternativ-Positionen testen, um künftig flexibler zu sein. In der Restrunde soll dann deutlich weniger rochiert werden, als in der ersten Saisonhälfte.

    Wenzel würde gern verlängern

    Auch wenn Wenzel nach wie vor überzeugt ist, mit dem „Schonprogramm“ den richtigen Gang eingelegt zu haben, hat er sich Gedanken über die eigene Person gemacht: „Vielleicht war ich als Trainer manchmal zu strikt. Ich habe mich sicher etwas verändert, streue mal einen Joke ein“ – ein Weichspüler ist Wenzel aber dennoch nicht geworden, Disziplin und Respekt werden im gleichen Atemzug noch größer geschrieben. Schließlich kämpft der Trainer auch für sich, sein Vertrag läuft im Sommer aus. „Ich will bleiben, aber dazu müssen alle bereit sein“, so Wenzel: „Ich weiß, was ich kann. Und ich kann jeden Tag in den Spiegel schauen. In Schweinfurt fühle ich mich jedenfalls sehr wohl.“ Eine schwache Frühjahrsrunde freilich könnte ihn für die kommende Spielzeit verschleißen.

    Fritscher fällt aus

    Ein bisschen Verschleiß gab's derweil bereits bei einigen Spielern. Nikola Jelisic war krank und ist für Samstag ebenso ein Wackelkandidat wie Matthias Strohmaier, der unter der Woche in Salzburg seinen Bachelor gemacht hat. Sicher fehlt neben dem Rekonvaleszenten Vincent Weigand noch Marco Fritscher, dem ein enormer Bluterguss aus dem Oberschenkel entfernt werden musste.

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!