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    FUßBALL: KREISLIGA SCHWEINFURT 1

    Ettleben/Werneck will Rechnung begleichen

    Erfolgsgaranten des TSV Ettleben/Werneck (von links): Co-Trainer Michael Lutz, Torjäger Leon Rottmann und Spielertrainer Christoph Weeth. Foto: Rausch

    Man könnte den TSV Ettleben/Werneck vor dem Auswärtsspiel am Sonntag gegen die DJK Schweinfurt (15 Uhr, Sportgelände Bellevue) als das „Team der Stunde“ in der Kreisliga Schweinfurt 1 betiteln. Das wäre allerdings etwas zu kurz gedacht und untertrieben. „Team des Jahres“ würde den Nagel schon eher auf dem Kopf treffen. „Wir sind der verdiente Meister nach einer Runde, wie sie im Kreis Schweinfurt in den letzten 20 Jahren wahrscheinlich keiner gespielt hat,“ sagte TSV-Co-Trainer Markus Lutz nach der Kreisklasse-Meisterschaft im Mai. Mit 24 Siegen, zwei Unentschieden und keiner Niederlagen, marschierten die Schwarz-Gelben aus Ettleben und Werneck durch die Spielklasse, nach dem der Verein in den zwei Jahren zuvor jeweils in der Relegation den Aufstieg verpasst hatte.

    Ein Höhenflug, der sich auch eine Etage höher, nach zehn Spieltagen nahtlos fortsetzt. Neun Siege und eine Niederlage – die erste nach über einem Jahr der Unbesiegbarkeit – sowie Tabellenplatz eins stehen aktuell auf dem Tableau. Da kommen selbst die Gegner ins Schwärmen, wie Dominic Nastvogel, der Spielertrainer der DJK Schweinfurt: „Die sind eigentlich eine komplette Mannschaft. Die sind jung, eingespielt und hungrig.“ Mit Marcel Faulhaber (zehn Saisontore) und Leon Rottmann (acht Saisontore) hat der TSV zudem eine der gefährlichsten Offensiven der Liga. Nur das Spielertrainer-Duo Fleischmann/Rumpel von der SG Eisenheim/Wipfeld ist mit insgesamt 21 Toren noch treffsicherer.

    „Die hätten den Aufstieg eigentlich schon früher verdient gehabt“, merkt DJK-Trainer Nastvogel noch an. Darauf angesprochen, fällt Christoph Weeth, dem Spielertrainer des TSV Ettleben/Werneck, auf, dass es ja noch eine mittlerweile knapp eineinhalb Jahre alte Rechnung mit der DJK zu begleichen gibt. In der Relegation 2018 scheiterte die Weeth-Elf mit 0:3 in der Relegation an den Schweinfurtern. „Von damals wissen wir noch, dass die DJK gute Spieler hat. Aber für Sonntag haben wir schon einen Plan, wie wir sie diesmal schlagen wollen,“ kündigt der ehemalige Landesliga-Kicker Weeth an. Die Vorzeichen auf eine geglückte Revanche könnten freilich kaum besser stehen. Der TSV kann nach der Rückkehr einiger Urlauber aus dem Vollen schöpfen.

    Leistungsträger mit Kreuzbandriss

    Ein Zustand, von dem die DJK-Verantwortlichen nur träumen können. Die Personaldecke beim früheren Landesligisten ist durch eine Vielzahl von Verletzten dünn. Mit Markus Zink und Pascal Hornung fallen zwei Leistungsträger mit Kreuzbandrissen die gesamte Runde aus. „Eigentlich sind wir jeden Spieltag am Basteln“, verrät Spielertrainer Nastvogel, der zuletzt selbst immer auf der Position auflief „wo eben Not am Mann ist“.

    Neben seiner Rolle als Allrounder auf dem Feld, war er zum Saisonstart auch als Mentalcoach gefragt. Der Start in die neue Spielzeit verlief nämlich mit einem 1:6 gegen die SG Eisenheim/Wipfeld und einem 2:4 gegen den TSV Eßleben schlecht. „Mittlerweile haben wir uns gefangen“, findet Nastvogel. Mit 13 Punkten steht die DJK knapp über dem Strich. Das soll wenn möglich auch in der Endabrechnung so sein.

    Punkte aus Heimspielen wären da sicherlich hilfreich. „Wenn wir am Sonntag so kompakt verteidigen, wie in den letzten Spielen, können wir vielleicht einen Punkt holen“, zeigt sich der DJK-Spielertrainer vorsichtig optimistisch. So zuversichtlich man eben ist, kurz vor dem Duell mit dem amtierenden Spitzenreiter, der obendrein noch eine alte Rechnung begleichen möchte.

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