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    FUSSBALL: BAYERNLIGA

    Warum Tobias Burger stolz auf sein Team ist

    Abgeklärt: Der Schweinfurter Simon Götz (links) behält hier im Zweikampf mit dem Münchner Ahanna Francis Agbowo die Oberhand. Foto: Steffen Krapf

    „Ich bin stolz auf euch“, sagte Tobias Burger, Trainer der U 19 des FC 05 Schweinfurt, im Mannschaftskreis nach der Bayernliga-Begegnung seiner Elf gegen den TSV 1860 München. Dabei haben die Nullfünfer gegen die Talentschmiede aus Giesing ihre erste Saison-Niederlage kassiert. Mit 1:4 zog der FC 05 den Kürzeren. Die Parallelen zum U-17-Duell beider Vereine in der Vorwoche, das mit 0:3 aus Schweinfurter Sicht verloren ging, waren frappierend. Erneut reichte eine sehr starke Schweinfurter Hälfte nicht, um den Gegner aus der Landeshauptstadt etwas Zählbares abzuluchsen.

    In einem von Beginn an mit hohem Tempo geführten Spiel erwischten die in schwarz-weißen Trikots spielenden Hausherren einen Auftakt nach Maß. Burger überraschte sein Gegenüber, 1860-Trainer Benjamin Götz, mit einer 3-4-3-Formation, die sich in der Defensive zu einem 5-4-1 umwandelte. Der Kniff mit der flexiblen Aufstellung zeigte schnell Wirkung.

    Durch das hohe Angriffs-Pressing mit einem intensiven Anlaufen gelang es dem FC-05-Mittelfeldmann Fabio Reck in der siebten Minute, 1860-Verteidiger Niklas Lang derart unter Druck zu setzen, dass sein Rückpass zum eigenen Torhüter verunglückte und Reck aus 20 Metern nur noch ins leere Tor schieben musste.

    München schlägt zurück

    Die Schweinfurter Glückseligkeit währte aber nicht lange. Acht Minuten später markierte Brahim Moumou, der eine sehr überzeugende Leistung im zentralen Mittelfeld ablieferte – nach einem unnötigen Ballverlust der Gastgeber in der eigenen Hälfte, mit einem satten Flachschuss den Ausgleich. Noch vor der Pause hatten der FC 05 – durch Luis Wirth und Reck – und auch die Sechziger (durch Ahanna Francis Agbowo) die Chance, in Führung zu gehen.

    Der FC 05 tauscht früh drei Mal

    Nach dem Seitenwechsel ließ sich Burger erneut etwas Spezielles einfallen. Mit einem Dreifach-Wechsel wollte er die Gäste erneut überraschen. Ein Plan, der nur zeitweise aufging.

    Obwohl nun drei Ausgeruhte auf dem Feld waren, gelang es dem Heimteam mit zunehmender Spieldauer nicht mehr, ausreichend Druck aufzubauen. Als die Kräfte schwanden, waren die starken Individualisten im Team des TSV 1860 zur Stelle: Mittelstürmer Valdrin Konjuhi entschied die Partie in der Schlussphase innerhalb von fünf Minuten mit einem Doppelpack. Fünf Minuten vor Schluss erzielte der eingewechselte Rocco Tavra noch den 1:4-Entstand – gegen ein FC 05-Team, das längst müde war.

    „Das war absolut ärgerlich. Vier Gegentreffer hatten die Jungs nach ihrer Leistung heute nicht verdient. Auch wenn der Sieg für 1860 – über die gesamte Dauer des Spiels gesehen – verdient war“, befand Coach Burger. Ein Sieg, zwei Unentschieden und eine Niederlage stehen jetzt zu Buche. Die Punkte müssen für den FC 05 gegen andere Teams her. Zum Beispiel gegen Illertissen, Quelle Fürth und Memmingen – sie sind die nächsten Gegner.

    Das weiß auch A-Lizenz-Inhaber Burger, der die U 19 erst in diesem Sommer übernommen hat: „Der Saisonauftakt war klasse. Wir haben heute bewiesen, dass wir auch mit den Spitzenmannschaften der Liga mithalten können. Ich freue mich auf die weiteren Spiele mit der Mannschaft, weil sie echt Spaß macht.“

    Die Statistik des Spiels

    Fußball, U-19-Bayernliga

    FC 05 Schweinfurt – TSV 1860 München 1:4 (1:1)

    Schweinfurt: Kritzner – Hartmann, Knöll, Schwab – Binder, Reinhart, Reck (46. Götz), Landeck (46. Schmid) – John (69. Konrad), Hack (46. Stecklein), Wirth.

    München: Heidfeld – Kuljanac, Lang, Manghofer, Roth – Takacs, Moumou (84. Tavra) – Agbaje, Agbowo (74. Kronthaler), Heseini (64. Brönauer) – Konjuhi (86. Mannhardt).

    Schiedsrichter: Tim Schoch (DJK Stralsbach). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Fabio Reck (7.), 1:1 Brahim Moumou (15.), 1:2, 1:3 Valdrin Konjuhi (77., 82.), 1:4 Rocco Tavra (85.).

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