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    FUSSBALL: LANDESLIGA

    Die DJK schielt nicht auf Rang zwei

    Abgeklärt: Schwebenrieds Jan Ludwig trennt den Feuchtwanger Noah Lanzendörfer (blaues Trikot) gerade noch rechtzeitig vom Ball.
    Abgeklärt: Schwebenrieds Jan Ludwig trennt den Feuchtwanger Noah Lanzendörfer (blaues Trikot) gerade noch rechtzeitig vom Ball. Foto: Volker Hensel

    Fußball

    Landesliga Nordwest

    DJK Schwebenried/Schwemmelsbach – Tus Feuchtwangen 1:0 (1:0)

    „Nein!“ Trainer Dominik Schönhöfer wehrt die Frage, ob er mit seiner DJK Schwebenried/Schwemmelsbach vielleicht sogar auf Rang zwei und damit auf die Relegation zur Bayernliga schiele, beinahe entsetzt ab.

    Doch ist die Tabellenspitze für die nach wie vor beste Rückrundenmannschaft der Klasse in erreichbare Nähe gerückt.

    70 starke Minuten reichen

    „Wir gucken nicht mehr nach unten, aber auch nicht nach oben. Wir schauen nur auf das nächste Spiel, die Spieler genauso wie ich. Für uns gilt es einfach, den nächsten Schritt zu machen.“ Und der, so Schönhöfer, sei über 90 Minuten konstant stark und dominant zu spielen und nicht nur 70 Minuten wie beim 1:0 gegen den abstiegsbedrohten TuS Feuchtwangen.

    Wobei das Ergebnis knapper wirkte als der Spielverlauf. Am Ende machte es die DJK unnötig spannend. „Stimmt, da mussten wir aufpassen, dass wir uns mit Hilfe des starken Windes nicht noch ein Ding gefangen haben“, gab Schönöfer zu. Denn die Gäste waren mit diesem knappen Ergebnis gut bedient.

    Schließlich knüpfte die DJK nahtlos da an, wo sie Mitte November 2018 aufgehört hatte: Mit souveränem Spiel gegen einen defensiv eingestellten Kontrahenten, der nur auf Konter lauerte. „In diese Falle sind wir nicht gelaufen“, freute sich Schönhöfer.

    Trainer Schönhöfer lüftet das Erfolgsgeheimnis

    Stattdessen markierte Torjäger Marcel Kühlinger schon mit der ersten Chance das 1:0 – sein 13. Saisontreffer. Nach einer Ecke von Simon Weißenberger hatte Felix Zöller mit dem Kopf vors Tor verlängert, wo Kühlinger goldrichtig stand (11.).

    Warum es bei der DJK so gut läuft, dafür hat Schönhöfer eine Erklärung: „Absolutes Grundvertrauen“. Untereinander und vom Trainer. So ließ Schönhöfer die elf Kicker auflaufen, die zuletzt von Verletzungen und Krankheiten verschont geblieben waren. Der 18-jährige Winterneuzugang Fabio Baum feierte dabei ein gelungenes Debüt. Überzeugend war auch der Auftritt von Jan Ludwig auf der linken Seite. „Bei uns ist es im Prinzip egal, wer auf dem Feld steht. Und diejenigen, die diesmal nicht zum Zug kamen, akzeptieren das.“ 

    Schwebenried: Kemmer – Zöller, Michel, Wehner, Ludwig – Lichtlein (87. Paul), Baum, Weißenberger, Deibl (87. Stürmer) – Hart (90.+1, Herchet), Kühlinger. Schiedsrichter: Klerner (Lichtenfels). Zuschauer: 100. Tor: 1:0 Marcel Kühlinger (11.).

    TSV Unterpleichfeld – SV Euerbach/Kützberg 0:2 (0:1)

    Eine wirklich harte Nuss hatte der SV Euerbach/Kützberg mit dem TSV Unterpleichfeld zu knacken, ging aber letztlich als verdienter Sieger vom Platz. Mit dem Ergebnis, aber noch nicht mit allen spielerischen Elementen, zeigte sich SV-Coach Oliver Kröner nach der eher schwachen Vorbereitung zufrieden.

    Der Wind macht Probleme

    Wie auch auf anderen Sportplätzen verhinderte der starke Wind großen Kombinationsfußball. „Die Unterpleichfelder waren physisch sehr stark und aggressiv – und haben uns alles abverlangt. Wir haben versäumt, nach der Führung den Sack schon früher zuzumachen“, bilanzierte der Euerbacher Trainer nach dem Spiel.

    Die optische Überlegenheit konnten die Gäste immerhin noch vor der Pause zur Führung nutzen. Nach schnellem Umschalten setzte sich Marcial Weisensel im Laufduell durch, legte den Ball quer und Thomas Heinisch musste das Leder lediglich noch über die Torlinie bugsieren (33.). So ging es mit einer unterm Strich verdienten SV-Führung in die Pause.

    Euerbach bleibt überlegen

    Auch in der zweiten Halbzeit zeigten sich die Gäste überlegen, versiebten allerdings weitere Gelegenheiten, so dass es spannend blieb.

    „Man muss ehrlich sagen, dass ein Tor für Unterpleichfeld jederzeit möglich war. Vor allem durch den starken Wind, der die langen Bälle unberechenbar machte“, sah auch Kröner die mangelnde Verwertung kritisch. Dennoch gelang es Yasir Almagrahi nach Zuspiel von Timo Pitter, zum entscheidenden 2:0 einzuschieben.

    „Ich bin froh, dass wir nach der doch durchwachsenen Vorbereitung siegen konnten, obwohl immer noch nicht alles Gold ist, was glänzt“, sieht Kröner noch Arbeit für die nahe Zukunft. 

    Euerbach: Husic – Alawami, Mekic (42. Popa), Weiß, Hey (88. Helfrich) – Almagrahi, Aldjawi, Bude, Pitter – Heinisch (77. Murgoci), Weisensel. Schiedsrichter: Andreas Voll (Kelbachgrund). Zuschauer: 111. Tore: 0:1 Thomas Heinisch (33.), 0:2 Yasir Almagrahi (90.+2).

    Bastian Reusch und Volker Hensel

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