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    EISHOCKEY: BAYERNLIGA

    Fokus der Mighty Dogs liegt auf Dorfen

    ERV Schweinfurt – ESC Dorfen (Freitag, 20 Uhr; Icedome), EHC Klostersee – ERV Schweinfurt (Sonntag, 17.30 Uhr)

    Das vergangene Wochenende mit zwei Niederlagen war für den ERV Schweinfurt ernüchternd. Entsprechend nimmt der Druck, gerade auch im heimischem Icedome nicht nur zu punkten, sondern auch den Zuschauern ansprechendes Eishockey zu bieten, zu. Gerade auch, weil am Freitag mit dem ESC Dorfen eines von vier Teams zu Gast ist, die in der Tabelle hinter den Mighty Dogs stehen.

    „Die Fans stehen noch hinter uns und wir müssen dafür sorgen, dass das so bleibt“, so Steffen Reiser, der weiterhin interimsmäßig auch im sportlichen Bereich aktiv ist. Er leitete in dieser Woche, in der weiterhin kein Cheftrainer vorhanden ist, genauso Trainingseinheiten wie Routinier Andi Kleider. „An der Bande stehen wird gegen Dorfen allerdings Chris Schadewaldt“, kündigt Reiser an und macht damit das aktuelle Dilemma beim ERV deutlich.

    Denn während die Mannschaft, wie Reiser bereits mehrfach betonte, sowohl im Fitness- als auch im Taktikbereich Nachholbedarf hat, ist kontinuierliches Arbeiten mit dem Team momentan schwer möglich. „Wir haben in dieser Woche behutsam im Athletikbereich gearbeitet und gezielt auch im taktischen Bereich, was Unter- und Überzahlspiel angeht, trainiert“, bescheinigt Reiser dem Team trotzdem eine ordentliche Trainingsleitung. Zudem seien auch mit den Spielern intensive Gespräche geführt worden.

    Aber nicht nur mit ihnen. Denn im Hintergrund wird weiterhin sowohl mit Nachdruck nach einem neuen Trainer, als auch nach Verstärkungen gefahndet. In beiden Bereichen sei man mit Kandidaten in Verhandlungen, weswegen Reiser auch am Freitag das Team nicht auf der Bank betreuen wird. „Was Spieler angeht, haben wir in diesem Jahr sicherlich keinen Bedarf in der Breite“, beschreibt Reiser den Kader als „so groß wie selten zuvor.“ In der Qualität sei allerdings Nachholbedarf, dem möglicherweise bald Rechnung getragen werde, wenn die Transferliste am 1. Dezember wieder öffnet.

    Erst einmal müssen es aber gegen Dorfen und am Sonntag in Klostersee die vorhandenen Spieler richten, von denen keineswegs alle sicher sind. Jan Kouba und Jonas Manger, und somit zwei Drittel der ersten Reihe, waren unter der Woche angeschlagen. Sollten beide ausfallen, wäre das schmerzlich, da gerade die erste Reihe zuverlässig gepunktet hat. „In jedem Fall werden aber die jungen Spieler in Zukunft mehr Einsatzzeit bekommen“, betont Reiser, der zum Beispiel David Adam eine Einsatzgarantie fürs Wochenende gibt.

    Eventuelle Neuverpflichtungen sollen nicht zu Lasten des Nachwuchses gehen. Nichtsdestotrotz müssen in der aktuellen Situation auch Punkte her. „Dorfen steht hinter uns in der Tabelle und das soll so bleiben“, betont Reiser die Wichtigkeit des Spiels und dass man sich deshalb auch auf dieses fokussiert. Im Hinspiel war der ERV noch unterlegen und hat etwas gut zu machen. Daher werde man die Partie ähnlich wie gegen Königsbrunn angehen. „Gegen Landsberg haben wir taktisch einiges probiert, während wir vor dem Königsbrunn-Spiel vor allem Emotionen im Team geschürt haben“, so Reiser. „Da ist die Mannschaft marschiert und hat sich zerrissen.“ Dahin müsse man wieder kommen, ohne die Taktik außen vor zu lassen.

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