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    FUßBALL: REGIONALLIGA BAYERN

    FC 05: Generalprobe unter Wettkampfbedingungen

    Hitzig war's zuletzt gerne mal, wenn der FC 05 Schweinfurt um Lukas Billick (Mitte) auf den FC Memmingen getroffen ist. Foto: Ingo Jensen

    Der Fokus gelte jetzt dem Pokal, stellte Gerd Klaus nach dem 1:1 seines FC 05 Schweinfurt am Dienstagabend gegen die Bayern-Reserve fest. Und damit liegt der Trainer goldrichtig. Denn so stark die zweite Halbzeit seiner Elf gegen den Tabellenzweiten aus der Landeshauptstadt auch gewesen sein mag, der Ertrag war angesichts der Tabellensituation zu gering. Sieben Punkte liegen die Schweinfurter weiter hinter den Bayern, auf Spitzenreiter 1860 München fehlen schon 13 Zähler. Zu viele, um sich am späten Ausgleich gegen die Bayern-Reserve zu erfreuen – was den Spielern schon auf dem Platz klar war.

    Gestikulierte Innenverteidiger Lukas Billick doch direkt nach Adam Jabiris Treffer wild und beorderte alle Mann nebst sich selbst nach vorne, um das Siegtor nachzulegen. Und nachdem daraus nichts geworden war, da räumte Last-Minute-Torschütze Jabiri ein, dass nun andere rechnen sollen.

    Konzentration auf Pokal-Halbfinale

    Man selbst wolle sich auf die nächste Aufgabe konzentrieren. Die heißt, wie im zum vorerst wichtigsten Rückrundenspiel gewucherten Pokal-Halbfinale am 10. April, FC Memmingen. Und ist erfahrungsgemäß eine ganz unangenehme, besonders auswärts. Erst recht, weil die allgäu'sche Witterung einen arg ramponierten Untergrund erwarten lässt – kein fruchtbarer Boden für die spielerisch geprägten Schweinfurter, für die ein Sieg beim Vorletzten alternativlos ist. Schließlich hat man schon bei den Kellerkindern Unterföhring, Seligenporten und Bayreuth Punkte liegen gelassen und sich damit ein Stück weit in Richtung tabellarisches Niemandsland manövriert.

    Gerd Klaus ist derweil selbst gespannt, ob seine Mannen die nächste Stufe auf der Entwicklungs-Leiter zur Spitzenmannschaft erklommen haben. „Memmingen kann man nicht mit Unterföhring oder Seligenporten vergleichen, auch wenn sie im Moment weit hinten stehen. Sie hatten einen Negativlauf, werden mit dem Abstieg aber nichts zu tun haben“, sagt der Schweinfurter Coach zwar. Schiebt aber nach: „Wir müssen dort bestehen und es wird sich zeigen, ob die Mannschaft dazugelernt hat und nach einem großen Gegner so ein Spiel auswärts zieht. Das ist schon ein Gradmesser.“ Dabei baut Klaus vor allem auf das Auftreten seiner Elf, schließlich könne man Zufriedenheit „nicht immer am nackten Ergebnis festmachen. Die Frage ist doch, wie man so ein Spiel annimmt. Ich freue mich aber darauf und vertraue der Mannschaft.“

    Auf welche Variante setzt Klaus?

    Gegen München hatte Klaus zur Pause mit Nicolas Görtler eine zweite Spitze eingewechselt und bei schwierigem Untergrund vermehrt auf lange Bälle gesetzt. Die Schlussfolgerung, bei ähnlichen Bedingungen im Allgäu automatisch auf die Zwei-Stürmer-Variante zu bauen, lässt Klaus aber nicht zu: „Das lasse ich mir offen. Es muss aber eigentlich auch egal sein, mit welchem System wir spielen. Wichtig ist, dass wir vom Kopf her voll da sind.“ Eine Auszeit werden Philip Messingschlager und Kevin Fery bekommen, beide fehlen gelbgesperrt.

    Dafür rücken Marco Janz und Lukas Kling zurück in den Kader, Michael Schlicht soll Spielpraxis bei der U 23 sammeln. „Es kann sein, dass Spieler direkt von der Tribüne in die Startelf kommen. Marco Janz hatte eine starke Vorbereitung, ich habe nur keine vier Innenverteidiger gegen die Bayern gebraucht“, sagt Klaus. Kling wäre nach langer Verletzungspause „in ein, zwei Wochen“ ein Kandidat für 90 Minuten.

    Simon Snaschel

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