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    RINGEN: OBERLIGA

    RSV-Ringer sind heiß auf den Start

    Hofft auf einen guten Saisonstart: RSV-Coach Marco Greifelt (rot), hier gegen Leonardo Quintero Torres (TSV Burgebrach). Foto: D. Großpietsch

    „Verdammt lang her“, heißt es in einem Lied der Rockband BAP. Wüsste man es nicht besser, könnte man glauben, die Kölner um ihren Frontmann Wolfgang Niedecken besingen in dem Song die lange Pause der Ringer des RSV Schonungen. Seit Dezember standen die Schonunger nicht mehr im gemeinsamen Wettkampf auf der Matte. Am Samstag hat das lange Warten ein Ende. „Die Jungs sind wirklich heiß darauf, nach der langen Pause und den vielen harten Trainingseinheiten“, meint Marco Greifelt, der mit Thomas Rösner das Trainerduo beim RSV bildet: „Jeder will wissen, wo er steht.“

    Zum Auftakt der Oberliga-Saison geht die Reise am Samstag zum Aufsteiger SC 04 Nürnberg (19.30 Uhr), einem Konkurrenten auf Augenhöhe, gegen den der RSV wohl realistische Siegchancen haben wird. Da sind sich Greifelt und Rösner sicher. Eine Woche später geht's dann in der Schonunger Paul-Karl-Mai-Halle beim ersten Heimkampf des Jahres gegen den amtierenden Vizemeister SV Johannis Nürnberg II. Gegen die Bundesliga-Reserve der „Grizzlys“ rechnen sich die Schonunger Ringer allenfalls Außenseiterchancen aus. Das wird in der anstehenden Runde manches Mal der Fall sein.

    Schließlich hat die Konkurrenz, allen voran der SV Johannis II, der TSV Burgebrach und der SC Oberölsbach, mal wieder ordentlich aufgerüstet – auch wenn Urgestein Rösner, der seit 37 Jahren als Trainer an der Matte steht, „nicht weiß, wie die das finanzieren.“ Aber damit hält sich der 56-Jährige nicht länger auf. „Wir bleiben – wie seit Jahrzehnten – unserem Weg treu und arbeiten mit Kämpfern, die sich mit unserem Verein identifizieren. Unsere Devise ist es, möglichst alle Gewichtsklassen mit eigenen Leuten zu besetzen und Ringer aus dem Nachwuchs an den Männerbereich heranzuführen. Jemanden für ein, zwei Jahre zu verpflichten, nur damit man mal oben mitmischen kann, würde nicht zu uns passen.“

    16 Mann stehen im Kader

    Dementsprechend sind die einzigen Neuzugänge der 15-jährige Willi Merz und der 16-jährige Kachik Gasparian aus dem eigenen Nachwuchs. Mit Max Wörtge musste der RSV einen Abgang verschmerzen, der aus privaten Gründen Schonungen in Richtung seiner alten hessische Heimat verlassen hat und nun für den SV Fahrenbach ringt. Die Saison 2019 in der Oberliga Nord, in der diesmal nur sieben Vereine an den Start gehen, will man in Schonungen mit einem Stamm von 16 Kämpfern bewältigen. In der Hinterhand haben Rösner und Greifelt freilich noch einige „Oldies“, die notfalls in die Bresche springen.

    Die beiden Coaches trauen der Mannschaft zu, die Vorjahresplatzierung (Rang fünf) zu wiederholen – vielleicht ist auch Platz vier drin. „Wir hatten die beste Saisonvorbereitung seit drei Jahren“, so Greifelt. Unter anderem stand ein Trainingslager mit den Ringern aus Unterdürrbach und Fahrenbach in Schonungen auf dem Programm. „Das war klasse“, schwärmt auch Rösner, „da waren 40 Ringer da. Die haben sich drei Tage lang richtig auf die Ohren gehauen.“

    Die RSVler scheinen also gerüstet für den Auftakt, bei dem sie auch unbedingt siegen wollen. Der letzte Erfolg ist nämlich auch schon „verdammt lang her“. Am 15. November 2018 verließen die Schonunger, nach dem Heimkampf gegen den ASV Hof, das letzte Mal jubelnd die Matte.

    Die Oberliga wird 2020 eingleisig

    Zum Ende der jetzt beginnenden Wettkampfrunde wird es wieder eine Ligenreform des Bayerischen Ringer-Verbands geben: Nach nur drei Jahren wird die Oberliga, die aktuell in einer Nord- und Südstaffel ausgetragen wird, zur Saison 2020 wieder eingleisig. Die Schonunger Ringer werden nach der Runde aller Voraussicht nach den Gang in die Bayernliga antreten müssen. Denn: Nur die ersten drei Vereine der zwei Staffeln bleiben auch in der kommenden Saison in der Oberliga. Zusätzlich kommen die Meister aus den Bayernligen Nord und Süd ins bayerische Oberhaus. „Ein Platz unter den ersten Drei ist nach aktuellem Stand der Dinge unrealistisch für uns“, sagt RSV-Trainer Marco Greifelt.

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