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    CRICKET

    Erster Heimsieg für die Warriors

    Jawoll! Nach dem Spiel wurde aus den Schweinfurter Akteuren eine große Jubeltraube. Foto: Steffen Krapf

    Nach fünf Stunden und 50 Minuten war es endlich soweit: Die Schweinfurt Warriors XI durften den ersten Heimsieg ihrer Teamgeschichte bejubeln. „Wir müssen heute gewinnen“, sagte Warriors-Spieler und -Teamchef Minto Mathew vor der Partie. Es war eine durchaus gewagte Ansage der erst neugegründeten Schweinfurter Cricket-Mannschaft.

    Der Gegner aus Ingolstadt war nämlich kein Geringerer als der Tabellenführer der Verbandsliga Süd, mit einer Bilanz von drei Siegen und nur einer Niederlage. Die Schweinfurter hingegen konnten bis dato auf ein ausgeglichenes Punktekonto blicken. Die beiden Siege wurden jeweils aus der Fremde entführt. Nur zuhause sollte es für den aufmüpfigen Cricket-Neuling noch nicht so recht klappen. Die Heimspiele gegen Arzberg und München wurden jeweils verloren. Seitdem gibt es für Mathew und seine Truppe nur noch ein Ziel: „Endlich den ersten Sieg auf heimischen Rasen einfahren.“

    Warriors beginnen stark

    Das Zuhause ist dabei die Sportanlage der TG Schweinfurt, wo man sich rührend um sein neuestes und wohl exotischstes Team kümmert. Zwar verirrten sich am Samstag kaum Zuschauer zum dritten Liga-Heimspiel der Warriors XI – die Stimmung war trotzdem bestens.

    Gleich zum Start des ersten Innings legten die Schweinfurter gegen den Tabellenführer aus Oberbayern einen vielversprechenden Start hin. „Es ist wichtig, dass die besten Schläger von Ingolstadt schnell rausmüssen“, erklärte Mathew den Interessierten am Spielfeldrand das Treiben auf dem vergrößerten Spielfeld. Ein Fußballfeld reicht nämlich nicht aus für ein Cricket-Spiel. Provisorisch wurden auch noch Teile der Leichtathletik-Bahn mit markiert. Nach Ende des ersten Innings hieß es 153/10 – als Schweinfurt quasi im Angriff spielte.

    Die erste Zahl galt es für Ingolstadt im zweiten Inning zu unterbieten. Die zweite zeigte an, wie viele Ingolstädter Schläger rausmussten. Zehn von Elf möglichen. Die Schweinfurter, die vor dem Spieltag Tabellenvierter waren, machten also einen sehr guten Job. Aber würde der Spitzenreiter zurückschlagen? Er versuchte es. Wie meist im Cricket, wurde es eine sehr lange und nervenaufreibende Schlacht.

    Jubeltänze nach Spielende

    Um 11.30 Uhr ging es los, um 17 Uhr zeichnete sich ab, dass es heute tatsächlich den ersten Warriors-Heimerfolg geben könnte und um 17.20 tanzten die Schweinfurter Spieler zu lauten Klängen von „Scooter“ aus den Boxen wie wild auf dem Spielfeld im Kreis.

    Der neue Spielstand hieß 154/6 – das Spiel war somit durch. Schweinfurt gewann mit vier Wickets. „Wir haben es geschafft“, schrie Mathew, ehe er auch in die Jubeltraube stürmte: „Der nächste Schritt ist gemacht.“

    „Unser Ziel ist es, irgendwann in die Bundesliga zu kommen“, sagte Minto Mathew noch am Rande des neuerlichen Triumphs. Die Fortschritte der Warriors sind bemerkenswert. Die Gäste aus München, Ingolstadt oder Nürnberg reiben sich regelmäßig verwundert die Augen über die tollen Bedingungen in Schweinfurt.

    Neuzugänge trumpfen auf

    Zum Spiel gegen Ingolstadt waren mit Darpan, Mayur und Nagarjun auch drei Neuzugänge dabei, die alle kürzlich für einen Job in der Großindustrie in Schweinfurt gelandet sind – und nun glücklich sind, auch in der neuen Heimat ihrer Passion Cricket nachgehen zu können. Eine Win-Win-Situation. Die Drei hatten einen großen Anteil am Sieg.

    „Mittlerweile haben wir so viele Spieler. Da fällt es richtig schwer, eine Spieltagself zusammenzustellen“, meint Mathew – der zum Mannschaftsrat gehört, der am Tag vor dem Spiel aus 19 Spielern die Elf für den Spieltag auswählen musste. „Das war eine harte Entscheidung“. Angesichts des Resultats aber augenscheinlich die goldrichtige.

    Die Statistik des Spiels

    Cricket, Verbandsliga Bayern Süd

    Schweinfurt Warriors XI – Ingolstadt Cricket Club 156/4/29,5 : 153/10/39,3

    Schweinfurt: Bilal Saleem, Venkatesha Reddy, Dixit, Asalzai, Kumar, Gill, Ammer, Dagar, Dardan, Nagarjun, Mayur.

    Ingolstadt: Narayan, Akshay, Pandya, Samkit, Bhaumik, Aravind, Danshan, Baldha, Mitesh, Parshwa, Sandip.

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