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    FUßBALL, LANDESLIGA NORDWEST

    Derbypleite: Euerbach/Kützberg geht erneut leer aus

    Euerbachs Nikos Bude wird im letzen Moment hier vom Schwebenrieder Jonas Wehner geblockt. Foto: Bastian Reusch

    SV Euerbach/Kützberg – DJK Schwebenried/Schwemmelsbach 1:2 (1:2)

    Am Ende hieß der Derbysieger DJK Schwebenried/Schwemmelsbach, die vor allem in der ersten Hälfte ihre Chancen äußerst effektiv nutzten. Die Gastgeber zeigten eine ordentliche zweite Halbzeit, belohnten sich jedoch nicht für den betriebenen Aufwand und tragen somit zumindest bis Freitag die rote Laterne in der Landesliga Nordwest.

    Dabei hätten die Gastgeber einen Blitzstadt hinlegen können. Nach ei-nem schönen Spielzug über Osama Alawami und Luis Hiltl schob Livinus Okorie das Leder jedoch völlig frei-stehend am Gäste-Kasten vorbei (10.). „Es war klar, dass wir nicht vie-le Chancen bekommen würden, und dann darf ich so eine Chance nicht liegenlassen“, ärgerte sich auch SV-Coach Ulli Baumann nach der Partie.

    In der Folge neutralisierten sich beide Teams mit viel Kampf und Krampf im Mittelfeld. Doch die erste Chance nutzten die Gäste: Marcel Kühlinger zog in den Strafraum, legte quer auf Fabian Lichtlein, der nur einzuschieben brauchte. Nur fünf Minuten später wurde erneut Kühlinger auf die Reise geschickt und versenkte ins lange Eck zum 2:0.

    „Das sind die persönlichen Fehler, die uns das Spiel kosten. Beim ersten kriegen wir den Kopfball nicht und beim zweiten diskutieren wir noch mit dem Schiedsrichter. Das darf uns so nicht passieren“, so Baumann.

    Dennoch versuchte seine Mannschaft weiter nach vorne zu spielen und belohnte sich praktisch mit dem Pausenpfiff. Yasir Aldijawi setzte sich gegen gleich zwei DJKler durch, legte quer auf Nikos Bude, der trocken ins lange Eck abschloss.

    Im zweiten Abschnitt erspielten sich die Gastgeber ein optisches Übergewicht, kamen allerdings kaum zum Abschluss. Die DJK hingegen wurde durch die frühen, verletzungsbedingten Auswechslungen von Marcel Kühlinger und Andreas Jazev um ihren Spielfluss gebracht.

    Am Ende blieb es trotz der ein oder anderen Chance für beide Seiten beim 2:1 aus Gästesicht. Schwebenrieds Coach Dominik Schönhöfer hatte ein an Lob für seine Mannschaft parat: „Wir wussten, dass es heute eine ganz enge Kiste werden würde und wollten vor allem defensiv gut stehen. Das haben wir vor allem in der ersten Hälfte gut gemacht und ich muss sagen, dass es toll war, wie sich die Spieler heute wieder füreinander aufgeopfert haben.“

    Euerbach/Kützberg: Husic – Helf-rich, Mekic, Popa, Alawami – Hiltl (82. Hahn), Stahl, Berisha, Okorie (54. Rogers) – Bude, Aldijawi.

    Schwebenried/Schwemmelsbach: Herold – Zöller, Jazev (54. Paul), Wehner, Stürmer – Kummer, Markert, Behr, Lichtlein – Kühlinger (49. Hart), Reck.

    Schiedsrichter: Martin Götz (Tütschengereuth). Zuschauer: 270.Tore: 0:1 Fabian Lichtlein (36.), 0:2 Marcel Kühlinger (41.), 1:2 Nikos Bu-de (45.). Gelb-Rot: Edisan Berisha (83., SV).

    FT Schweinfurt – FC Geesdorf 1:5 (1:1)

    „Ich weiß, das klingt bei 1:5 absolut blöd, aber das war fast unser bestes Heimspiel.“ Kurz nach Spielende versuchte Trainer Adrian Gahn immer noch zu ergründen, warum das Heimspiel der FT Schweinfurt so furchtbar schief laufen konnte. Ein Grund: Die unglaubliche „Heldenreise“ des Vincent Held ging weiter. Dreimal schoss der Geesdorfer aufs Tor, dreimal zappelte das Leder im Netz. „Noch nie habe ich erlebt, dass jemand so einen Lauf hat“, staunte Gahn nur noch.

    Grund Nummer zwei: Das alte Lied bei den Turnern in dieser Saison. Die Abwehr schwimmt teilweise bedenklich und im Angriff werden auch hochkarätige Chancen vergeben. So auch in der 62. Minute: Fabian Reith hatte Julius Herrmann steil geschickt, der schoss bei seinem Alleingang allerdings neben das Tor. „Den muss er machen“, sagte auch Gahn. Es wäre das 2:1 gewesen und vielleicht die spielentscheidende Szene. Denn bis dahin hatten die Turner nicht nur deutlich mehr Ballbesitz, sondern auch Geesdorf im Griff. So allerdings markierte Held im direkten Gegenzug seinen zweiten Treffer (63.).

    Ein Nebenaspekt, wenn auch wohl nicht direkt spielentscheidend, warum die FTS am Ende leer ausging, waren freilich auch vermeintliche Fehlentscheidungen. Beim 1:0 stand Goalgetter Held gut und gerne zwei Meter im Abseits, die Fahne blieb unverständlicherweise unten (31.). Das konnten die Schweinfurter aber noch verdientermaßen vor der Pause kompensieren: Herrmann hatte Pascal Rinbergas steil geschickt, der „durch die Hosenträger“ von Keeper Philipp Seufert das 1:1 erzielte (41.). Später mähte Seufert noch Dominik Schmitt um, dass der Elfmeterpfiff ausblieb, wunderte wohl auch die Gäste (80.). Da stand es allerdings schon 1:4.

    „Es war peinlich, was der Schiedsrichter alles gegen uns gepfiffen hat“, ärgerte sich Gahn. Selbst für enttäuschte FTS-Fans mag allerdings Vincent Helds Saisontor Nummer 16 das Eintrittsgeld wert gewesen sein: Ein Freistoß aus knapp 30 Metern, der deutlich über die Latte zu gehen schien, sich aber im letzten Moment genau in den Winkel zum 1:3 senkte (68.). Der Rest war dann Gessdorfer Schaulaufen.

    Schweinfurt: Mai – Dietrich (82. Hochrein), Zeißner, Mock, Reuß – Rinbergas, Reith, Herrmann (77. Walton) – Mosandl N.Saal, Popp (82. Will). Schiedsrichter: Christoph Wißerner (Laufamholz). Zuschauer: 140. Tore: 0:1 Vincent Held (31.), 1:1 Pascal Rinbergas (41.), 1:2, 1:3 Vincent Held (63., 68.), 1:4, 1:5 Simon Weiglein (70., 89.).

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