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    FUßBALL: LANDESLIGA NORDWEST

    Schwebenried kann sich auf Kühlinger verlassen

    Bissig: Marcel Kühlinger (Schwebenried/Schwemmelsbach, rot) setzt sich gegen Michael Söllner (Friesen) durch. Foto: Marion Wetterich

    DJK Schwebenried/Schwemmelsbach – SV Friesen 2:2 (1:1)

    Es war der erste gelungene Angriff des SV Friesen, der die DJK Schwebenried/Schwemmelsbach aus dem Tritt brachte. „An sich sind wir sehr gut ins Spiel gestartet“, sagte DJK-Trainer Dominik Schönhöfer. Doch dann marschierte Friesens Nikolai Altwasser plötzlich über die linke Seite auf und davon, passte in den Strafraum, wo er in Hannes Nützel einen dankbaren Abnehmer fand – 0:1 (8.). Am Ende waren die Schwebenrieder froh über ein 2:2 gegen die höchst unbequemen Oberfranken.

    Irgendwie konnten die DJKler diesmal mit dem Rückstand nicht recht umgehen. Ungewöhnlich viele Abspiel- und Leichtsinnsfehler gab es, die Nervosität war greifbar. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft und auch wieder zwei Umstellungen, das muss man erst mal verkraften“, erinnerte Schönhöfer. „Und Friesen war auch sehr aggressiv und körperlich, die haben das sehr gut gemacht.“ Zum Glück konnte sich die DJK aber auf ihren Angriff verlassen. Denn Marcel Kühlinger und Julian Hart griffen SV-Keeper Tobias Bauerschmidt an, als dieser den Ball nicht gleich wegschoss. Am Ende hatte Hart den Ball und schob rotzfrech ins leere Tor ein – die DJK war wieder in der Spur (31.).

    Doch gleich nach dem Kabinengang war es wieder vorbei mit der Herrlichkeit. Denn Rico Nassel hatte mit einem Freistoß flach an der schlecht postierten Mauer vorbei direkt zum 1:2 verwandelt (49.), ein vermeidbarer Treffer. Wieder wackelten die Gastgeber und hatten Glück, dass Keeper Leon Hartmann gegen Lukas Mosert das endgültige Aus verhinderte (51.). Und wieder mal galt dann: Wenn bei Schwebenried nichts geht, dann geht „Kühli“. Nach einer Freistoß-Flanke aus dem Halbfeld von Kevin Markert, schraubte sich der Torjäger am höchsten und köpfte gegen seinen fast einen Kopf größeren Bewacher zum erneuten Ausgleich ein (68.). „Kompliment an Marcel, auf den wir uns immer verlassen können, obwohl er es als Stoßstürmer sehr schwer hat und viel auf die Hölzer bekommt“, lobte Trainer Schönhöfer. Jubilar Felix Zöller, der bei seinem 100. Punktspiel in Folge auffallend oft nach vorne ging, hatte Kühlinger erfolgreich frei geblockt. (sel)

    Schwebenried: Hartmann – Zöller, Jazev, Wehner, Stürmer – Kummer, Reck (83. Maximilian Müller), Markert (85. Bayer), Lichtlein – Kühlinger, Hart (60. Paul). Schiedsrichter: Fatih Kerem Icli (Oberlauda). Zuschauer: 150. Tore: 0:1 Hannes Nützel (8.), 1:1 Julian Hart (31.), 1:2 Rico Nassel (49.), 2:2 Marcel Kühlinger (68.). Gelb-Rot: Rico Nassel (88./Friesen).

    FC Lichtenfels – FT Schweinfurt 2:6 (2:2)

    FTS-Trainer Adrian Gahn musste sich für den Spielbericht auf die Treppen des Bus-Ausstiegs setzen, um sich am Telefon halbwegs verständlich zu machen. Im Hintergrund war die Mannschaft in Partylaune. „Die besten Heimfahrten sind diejenigen, nach denen man gewonnen hat“, sagte ein entspannter Turner-Trainer. Kein Wunder, die FT Schweinfurt hatte beim FC Lichtenfels 6:2 gewonnnen, vor allem die zweiten Halbzeit diente der Frustbewältigung. Nach dem zweiten Saisonsieg ist die Welt bei den Turnern wieder in Ordnung. Wobei dieser deutlicher ausfiel, als er wirklich war, verdient aber aufgrund einer klaren Steigerung in der zweiten Halbzeit. „In den ersten 45 Minuten waren wir wirklich schlecht“, gab Gahn zu. Trotzdem gingen die Turner zweimal in Führung, Lichtenfels glich zweimal aus.

    In der Kabine fand Trainer Gahn die richtigen Worte, drehte an den Stellschrauben und hatte in Sachen Aufstellung eine ungewöhnliche Idee: Er wechselte Felix Lehfer, den Spielertrainer der FTS II als „Sechser“ sein. Landesliga hatte Lehfer bereits bei seinem ehemaligen Klub in Schwebenried gespielt. „Der Felix hat uns das Spiel gedreht, hat Sicherheit rein gebracht und die Bälle hervorragend verteilt“, so Gahn. So zeigten die Turner nach dem Wechsel ein ganz anderes Bild. Trotzdem wehrten sich die Lichtenfelser heftig. „Eine Mannschaft, die auch bei Rückstand nie aufgibt“, zollte Gahn dem Gegner Respekt. Entschieden war die Partie erst nach Fabian Reiths 5:2 (78.). (sel)

    Schweinfurt: Mai – Aydin, Reuß, Dietrich, Mock – N.Saal, Zeißner (46. Lehfer), Reith – Walton (68. Hochrein), Popp, Mosandl (84. Vidovic).

    Schiedsrichter: Moritz Fischer (Ebermannsdorf). Zuschauer: 250. Tore: 0:1 Maximiian Mosandl (18.), 1:1 Sebastian Zillig (29.), 1:2 Dominik Popp (37.), 2:2 Lukasz Jankowiak (39.), 2:3 Dominik Popp (51.), 2:4 Maximilian Mosandl (60.), 2:5 Fabian Reith (78.), 2:6 Niklas Saal (90.).

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