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    Fußball: Regionalliga

    FC 05 erwartet ganz andere Fürther

    Kämpfer-Typ: Neuzugang Sascha Korb (grün, im Zweikampf mit dem Saarbrückener Fanol Perdedaj) will mit dem FC 05 Schweinfurt bei der SpVgg Greuther Fürth auch das zweite Saisonspiel gewinnen. Foto: Frank Scheuring

    Gerade mal drei Wochen ist's her, da haben die Schweinfurter just gegen jenen Gegner getestet, der jetzt Gastgeber zum zweiten Spiel der noch jungen Regionalliga-Saison ist: die U23 der SpVgg Greuther Fürth. Mit 4:1 gewann der FC 05 den Zwischenstopp auf der Trainingslager-Heimreise - und erwartet am Samstag (14 Uhr, Sportpark Ronhof) eine ganz andere, viel stärkere Zweitliga-Reserve. "Sehr wahrscheinlich werden die Profis nach unten beordern", glaubt 05-Coach Timo Wenzel.

    Gut möglich, dass beispielsweise der in Nürnberg, Augsburg und Fürth schon mehrfach in der ersten und zweiten Bundesliga eingesetzte Shawn Parker fürs Kleeblatt stürmen wird. "Dass auch andere Spieler, die erst mittelfristig für die Erste geplant sind, bei den Greuthern auflaufen, kann ein Vorteil für die sein, aber auch für uns", zeigt sich der aus Worms gekommene Neu-Nullfünfer Sascha Korb recht unbeeindruckt. "Die meisten Gegner in der Liga werden gegen uns 110 Prozent geben und defensiv spielen. Die gut ausgebildeten Profi-Reserven eher weniger, das könnte uns entgegen kommen."

    Als Männermannschaft auftreten

    Das Rezept, wie man gegen Fürth agieren muss, scheint Korb schon mal bei seinem neuen Trainer gehört zu haben. "Wir müssen gegen diese jungen Spieler als Männermannschaft auftreten, gut in die Zweikämpfe kommen" - hat auch Wenzel letzte Saison schon so formuliert. Korb glaubt zudem, dass der 2:1-Sieg im Derby gegen Aubstadt am Montag der Mannschaft noch einmal einen zusätzlichen Schub gegeben hat, "auch wenn wir nach dem 2:0 cleverer hätten spielen müssen."

    Ein Nachlassen wie in den letzten 20 Minuten dürfte Fürth entschlossener bestrafen. Die Schweinfurter ihrerseits wollen Nutznießer der offeneren Spielweise der Greuther sein. Insbesondere Korb selbst, der schon gegen Aubstadt nicht nur mit Freistößen, sondern auch Distanzschüssen gefährlich war und ja auch zum 1:0 getroffen hatte. "Wenn wir Fußball spielen, der Gegner auch, dann gibt es Platz im Mittelfeld. Und ich bin einer, der dann seine Abschlüsse sucht." Ohne Ambitionen auf eine offensivere Rolle zu haben, der 26-Jährige fühlt sich als Sechser mit gelegentlichem Drang nach vorn pudelwohl.

    "Er verkörpert die Mentalität, die wir in Schweinfurt haben wollen."
    FC-05-Trainer Timo Wenzel über Sascha Korb

    Und sein Trainer hält große Stücke auf ihn. Man sei vor der letzten Saison schon an Korb dran gewesen. "Er verkörpert die Mentalität, die wir in Schweinfurt haben wollen", spielt Wenzel auf das Vereins-Motto "Wir arbeiten Fußball" an. Dieses Kämpfer-Gen gepaart mit der Ausstrahlung eines Leitwolfs habe in der vergangenen Runde gefehlt. "Sascha ist die Figur auf dem Platz, die unbedingt gewinnen will und die jungen Spieler mitziehen kann mit seiner Aggressivität." Angst, dass Korb davon hie und da ein bisschen überziehen könnte, hat er nicht. Gegen Aubstadt habe er nach seiner Gelben Karte gezeigt, dass er dosieren könne. "Ich vertraue ihm. Er ist 26, da erwarte ich, dass er nicht kopflos spielt."

    Noch angeschlagen: Der Schweinfurter Neuzugang Aaron Frimpong Manu. Foto: Michael Bauer

    In Fürth wird sich am Kader des FC 05 nicht viel ändern. Aaron Frimpong Manu wird noch fehlen, er hat zwar schon wieder mittrainiert, sein geprellter Zeh ist aber noch nicht hundertprozentig ausgeheilt. Lukas Ramser (Sprunggelenk) fällt ebenso aus wie Ronny Philp (Schulter). Beim Rest ist großes Stühlerücken nach dem erfolgreichen Auftakt nicht zwingend angesagt, die Startformation wird der vom Montag stark ähneln. Gut möglich aber, dass Tim Danhoff gegen seine Ex-Kollegen eine Chance erhalten könnte.

    Gespielt wird im Sportpark Ronhof

    Gespielt wird aus Sicherheitsgründen im Stadion Sportpark Ronhof und nicht, wie ursprünglich auf der Verbands-Homepage gemeldet, in Burgfarnbach. Im April hatten die Schweinfurter trotz 30-minütiger Unterzahl an gleicher Stelle mit 2:0 gewonnen. Doch der FC 05 ist gewarnt: Das für sie spielfreie Auftakt-Wochenende nutzten die Fürther zu einem letzten Test und gewannen beim Südwest-Regionalligisten Bayern Alzenau mit 3:2. Trainer Petr Ruman kann personell aus dem Vollen schöpfen, die Greuther haben keine Verletzten zu beklagen. Auch der spielende Co-Trainer und Ex-Profi Daniel Adlung ist einsatzbereit - ein Akteur, der 2018 noch auf der Schweinfurter Wunschliste gestanden hatte.

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