• aktualisiert:

    FUßBALL: BEZIRKSLIGA

    Jetzt will auch Forst die Turner ärgern

    Heiße Duelle im Tabellenkeller
    Nach ein paar verregneten Wochen mit etlichen Spielausfällen bleibt aus Fan-Sicht nur zu hoffen, dass es an diesem Wochenende in der Bezirksliga endlich wieder richtig losgeht. Interessante Begegnungen hat der Spieltag auf jeden Fall zu bieten – aber unter verschiedenen Vorzeichen. Teil eins: Abstiegskampf: Am Sonntag treffen ab 15 Uhr der TSV Bergrheinfeld (8. Platz/24 Punkte) und der formstarke FSV Krum (14./18) sowie eine Stunde später der TSV/DJK Wiesentheid und der SV-DJK Unterspiesheim (12./19) direkt aufeinander. Am anderen Ende der Tabelle kommt es – ebenfalls am Sonntag – ab 15 Uhr zum Verfolgerduell DJK Dampfach (6./32) gegen den TSV Gochsheim (4./34). „Es ist natürlich ein wegweisendes Spiel. Beide Mannschaften wollen unter die ersten Fünf kommen. Und alle, die da dabei sind, schielen meiner Meinung nach aufgrund der jüngsten Patzer noch ein wenig auf Platz zwei. Deswegen wird jeder versuchen, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen“, erwartet Gochsheims Coach Stefan Riegler einen heißen Tanz in Dampfach. Die personellen Sorgen der jüngsten Vergangenheit bleiben. Aber man hat beim TSV vergangene Woche in Wiesentheid auch gesehen, dass man trotzdem gewinnen kann. Der Coach jedenfalls ist froh über den breiten Kader. „Das war nicht einfach, aber wir wollen natürlich wieder drei Punkte holen. Wir wissen aber, wie schwer das in Dampfach ist. Im Hinspiel haben wir beim 0:3 unsere bisher schlechteste Leistung in dieser Saison gezeigt“, so Riegler weiter. In Bergrheinfeld fiebert man noch immer dem Start entgegen, das Wetter und ein Trauerfall verhinderten bisher ein Eingreifen. Nun kommt mit Krum eine Mannschaft, deren Formkurve steil nach oben zeigt. „Der FSV hat einen neuen Trainer und eine ganz andere Perspektive, da wird die Post abgehen – und sie werden uns richtig Dampf machen. Aber wir sind fokussiert. Es wird also ein heißes Spiel im Abstiegskampf“, so Gerstner. Krums Abteilungsleiter Marco Schorr will in jedem Fall nicht mit leeren Händen nach Hause fahren. Dass die Trauben in Wiesentheid sehr hoch hängen, mussten in der vergangenen Woche schon die Gochsheimer erfahren. Wenn Reinhard Seger und sein SV-DJK Unterspiesheim in den Landkreis Kitzingen reisen, haben sie die Chance, einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt hinter sich zu lassen. Eine knifflige Aufgabe hat auch der TSV Forst (3./35) in der Rhön beim SV Riedenberg (15./18) zu lösen. „Dass es bei Rhöner Mannschaften immer schwierig ist, wissen wir. Da kommt ein Brett auf uns zu. Die Riedenberger sind eine Einheit, die wir erst einmal brechen müssen, um drei Punkte zu holen“, sagt TSV-Coach Florian Hetzel. Die FT Schweinfurt (1./45) reist am Sonntag (15 Uhr) zum TSV Münnerstadt (10./22). Der hat sich nach einem enttäuschenden Start wieder ein bisschen rehabilitiert, weshalb FTS-Coach Adrian Gahn vor der Partie gegen seinen Ex-Verein eine gesunde Portion Respekt zeigt: „Sie sind jetzt ein ganz anderer Gegner als in der Hinserie.“ Den Ruf, ein unangenehmer Gegner zu sein, genießt der SV Rödelmaier (7./26) nicht erst seit gestern. Der Tabellenzweite SG Oberschwarzach/Wiebelsberg (38) will dennoch nach zwei Remis in Folge den ersten „Dreier“ des Jahres einfahren. „Die SVler haben uns schon im Hinspiel den Schneid abgekauft. Wir müssen unser Spiel auf den Platz bringen“, so Oberschwarzachs Coach Alexander Gress. (bar)

    Ein Spitzenspiel jagt das nächste in der Bezirksliga Ost. Nach dem Duell Erster gegen Zweiter vor zwei Wochen, fährt Tabellenführer FT Schweinfurt (1./45 Punkte) am Sonntag (15 Uhr) zum Dritten TSV Forst (3./35). Der lachende Dritte des Spieltages könnte der SV-DJK Oberschwarzach (2./38) sein, der vom samstäglichen Gegner (16 Uhr) TSV Bergrheinfeld (8./24) jedoch eine Kampfansage bekommt.

    „Keiner der Oberen ist wirklich gut gestartet. Grundsätzlich zählt natürlich, dass wir jedes Spiel, vor allem auch jedes Heimspiel, gewinnen wollen. Das Unentschieden gegen Oberschwarzach war ja auch ein Spitzenspiel und es wäre Wahnsinn, wenn sie jeden Gegner besiegen würden“, weiß Forsts Coach Florian Hetzel um die Stärke des Gegners. Auch das Unentschieden der FTS gegen Krum (14./18) will er nicht zu hoch hängen, haben die Forster doch vor zwei Wochen selbst Erfahrungen mit der neuen Stärke des FSV gemacht (3:4). „Gegen den Ersten ist es immer was Besonderes, ein paar von uns haben ja auch Turner-Vergangenheit und da ist man heiß“, so Hetzel weiter.

    Eine gehörige Portion Respekt bring auch Turner-Coach Adrian Gahn mit nach Forst: „Wir freuen uns wieder auf ein Spitzenspiel, das hat einen ganz anderen Wettkampfcharakter und da muss man auch ehrlich sein, dass es zwischen Oberschwarzach und Forst nicht so einfach ist, gegen Krum zu spielen. Da nehme ich die Jungs ein bisschen in Schutz, darf nicht passieren, aber ist menschlich. Das Hinspiel gegen die Forster war schon gut, wir haben in der letzten Minute einen Punkt geholt. Wir wissen aber auch um deren Situation, sie haben eine Riesenchance, sollten sie verlieren, wird es für sie schwer.“

    Unglücklich schenkten die Oberschwarzacher zwei Punkte gegen Münnerstadt her. Mit dem TSV Bergrheinfeld wird es kaum einfacher. „Ich erwarte einen heißen Tanz, wir haben Bergrheinfeld in der Hinrunde im Pokal und in der Liga geschlagen. Aber durch die Rückkehr einiger Verletzter und Neuzugänge haben die eine andere Qualität. Ich erwarte einen unangenehmen Gegner.“ Unangenehm sein ist auch das Ziel von TSV-Coach Thomas Gerstner, der ebenfalls an die vergangenen Partien erinnert: „Die Jungs haben etwas gutzumachen und die momentane Situation ist für uns ganz gut. Oberschwarzach hat gute Leute auf dem Platz. Ich denke aber, dass die Jungs wissen um was es geht und hoffe, dass sie nach dem Trauerfall ihren Kopf im Griff haben, das ist schon nicht ohne.“ Unter der Woche wurde ein ehemaliger Spieler beerdigt.

    Big Points könnte auch der SV-DJK Unterspiesheim (13./19) im Abstiegskampf sammeln (Sonntag, 15 Uhr). Gegner SV Rödelmaier (7./26) genießt allerdings den Ruf einer kampfstarken und unangenehmen Mannschaft. „Da müssen wir auch wieder hinkommen und eklig sein, wir müssen sie einfach schlagen. Auf die anderen schauen bringt nichts, wir müssen unsere eigenen Punkte machen und die können wir auch machen“, will Unterspiesheims Coach Rainhard Seger auf jeden Fall einen Dreier mitnehmen.

    Verletzungssorgen plagen den TSV Gochsheim (6./31) vor seinem Sonntagsgastspiel (15 Uhr) beim TSV/DJK Wiesentheid (11./20). Mit Moritz Pfister (Knie), Janosch Sommer (Patellassehne) und Nico Kummer (Bänderriss) fehlen drei Langzeitverletzte. „Wir wollen die Jagd auf Platz zwei angehen, aber das erste Spiel nach der Pause ist nie ganz einfach“, so Gochsheims Coach Stefan Riegler. (bar)

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!