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    FUSSBALL: KREISLIGA SCHWEINFURT 1

    "Wir sind auf dem richtigen Weg"

    Angriffslustig: Gerolzhofens Spielertrainer Julian Göbel (rechts, hier gegen Wiesentheids Daniel Schmidt), will in der E... Foto: Andreas Stöckinger

    Die ersten beiden Ausrufezeichen sind gesetzt. Zwei deutliche Siege gelangen dem FC Gerolzhofen zum Start in die neue Spielzeit der Kreisliga Schweinfurt 1. Prompt steht die Elf von Julian Göbel an der Tabellenspitze – auf jenem Platz, auf dem sie der Großteil der Konkurrenz sieht – nur sie sich selbst nicht. Zumindest wenn man nach der abgegebenen Saisoneinschätzung der FC-Verantwortlichen geht. Doch dem widerspricht Göbel.

    Mächtig Bammel hatte Gerolzhofens Übungsleiter vor dem Start in die neue Runde, waren ihm doch die ersten Duelle der abgelaufenen Spielzeit noch sehr präsent. Damals setzte es drei Niederlagen zum Auftakt. Die Rot-Weißen hatten in der Folge Mühe, sich wieder in die obere Tabellenhälfte zu arbeiten. „In den ersten Spielen haben wir eine bessere Platzierung verspielt und mussten von Beginn an hinterherrennen“, erinnert sich der 29-Jährige, der im vergangenen Sommer vom Landesligisten ASV Rimpar zu seinem Heimatverein zurückkehrte.

    Ein ähnliches Szenario wollte er daher unbedingt vermeiden. Und das gelang eindrucksvoll: Denn am ersten Spieltag schlugen die Seinen den TSV Nordheim/Sommerach mit 5:1. Im Vorjahr hatten die Rot-Weißen – kurioserweise auch im Auftaktmatch – auf der Weininsel noch mit 0:2 verloren. „Ich war schon nervös“, gibt der Übungsleiter zu, obwohl sich seine Mannschaft bereits in guter Verfassung präsentierte. Im Pokal zogen die Rot-Weißen gegen Fahr und Untereisenheim zudem in dritte Runde ein.

    Trainer fühlt sich wohl

    Göbels Zweifel blieben unbegründet. Früh münzte seine Elf ihre spielerische Überlegenheit in Tore um und siegte verdient mit 5:1. „Wir haben gezeigt, dass wir weiter sind als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres“, so der Spielertrainer. Damals musste der Trainernovize einen kleinen Umbruch bewältigen und der Mannschaft seine eigenen Ideen vermitteln. Diese hat sein Team, das mit Daniel Herzog (SG Oberschwarzach/Wiebelsberg), Florian Späth (ASV Rimpar), Dimitry Martynow (SG Sennfeld) und Shendrit Mehmeti (Oerlenbach/Ebenhausen) Qualität dazugewonnen hat, mittlerweile verinnerlicht. Neben dem Spielerischen lobt der 29-Jährige auch den Teamgeist und das Drumherum: „Ich habe mich in einer Mannschaft noch nie so wohl gefühlt wie in dieser. Die Altersstruktur und das Miteinander, im Team und im Verein, sind einfach perfekt.“

    Kein Grund zur Beunruhigung also vor dem zweiten Spieltag. Aber auch vor dem ersten Auswärtsauftritt spielten die Nerven dem früheren Rimparer einen Streich.

    Das Team ist reifer

    Denn in der Vorsaison holten die Gerolzhöfer in der Fremde lediglich 17 Punkte und damit deutlich weniger als die Spitzenteams der Liga. Doch auch diesmal zeigten ihm seine Jungs, wozu sie in dieser Saison im Stande sein könnten. Mit 4:1 siegten sie locker in Grafenrheinfeld und ließen den Gastgebern bis zum vierten Treffer nicht den Hauch einer Chance. Erst danach schaltete sein Team einen Gang zurück und kassierte, wie schon im ersten Spiel, spät den Gegentreffer. „Das hat mir missfallen. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Jungs bis zum Ende konzentriert bleiben und die Spiele sauber zu Ende spielen“, übte Göbel dennoch leichte Kritik.

    Im Großen und Ganzen zeigten seine Schützlinge aber zwei respektable Auftritte und stehen bereits früh in der Saison an der Tabellenspitze – warum die Verantwortlichen im Vorfeld der Saison mit einem Platz unter den ersten Fünf tiefstapelten, ist Göbel noch immer nicht ganz klar. „Vielleicht wollten sie Druck von uns nehmen“, mutmaßt der 29-Jährige, „für mich sind wir auf dem richtigen Weg und heuer reif für die Bezirksliga.“

    Alexander Rausch

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