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    FUSSBALL: KREISKLASSE 4

    Florian Riegel gelingt das Meisterstück

    Klare Anweisungen: Spielertrainer Florian Riegel (Mitte) führte den TV Jahn Schweinfurt auf Anhieb in die Kreisliga, obwohl es nach der Hinrunde und der Winter-Vorbereitung nicht danach aussah. Foto: Bastian Reusch

    Hätte jemand im November vergangenen Jahres Florian Riegel, dem Spielertrainer des TV Jahn Schweinfurt, gesagt, dass seine Elf am Saisonende mit zehn Punkten Vorsprung Meister der Kreisklasse Schweinfurt 4 wird, hätte er das sofort unterschrieben. Abzusehen war eine sofortige Rückkehr in die Kreisliga nach der Hinserie 2018/19 nämlich nicht unbedingt.

    Zwischenzeitlich betrug der Abstand auf den damaligen Spitzenreiter SC Hesselbach sieben Punkte. „Die Hinrunde deckte sich überhaupt nicht mit meinen Erwartungen. Es war von Anfang an klar, dass wir eine starke Mannschaft haben. Die Ergebnisse passten nicht. Da war die Niederlage gegen Üchtelhausen-Zell und einige vermeidbare Unentschieden“, meint Riegel rückblickend, der in der abgelaufenen Saison seine Premiere als Trainer feierte.

    Der Spielertrainer rechnete mit dem Schlimmsten

    Zu allem Überfluss lief die Winter-Vorbereitung dann auch alles andere als nach dem Geschmack des 34-Jährigen: „Schon im November und am Anfang der Vorbereitung im Februar war die Trainingsbeteiligung katastrophal. Da hatte ich schon das Schlimmste befürchtet.“ Irgendwann im Februar raufte sich „der Jahn“ dann doch noch zusammen und spielte sich, im besten Sinne des Wortes, in einen Rausch.

    Nach sechs Siegen zum Jahresabschluss 2018 wurde im Kalenderjahr 2019 nur noch gewonnen: Zehn Spiele, zehn Siege. Am 18. Spieltag übernahmen die Schweinfurter Platz eins und wurden unaufhaltsam Meister – mit 67 Punkten, bei einem Torverhältnis von 87:30. Zudem war man mit nur 28 Verwarnungen und nur einer Roten Karte die – glaubt man der Statistik – mit Abstand fairste Elf der Liga. Mit Marcel Krug (33 Treffer) stellte der Turnverein außerdem den Torschützenkönig.

    „Es macht mich stolz, wenn ich sehe, wie die Mannschaft sich nach meinen Vorstellungen entwickelt.“

    Florian Riegel, Spielertrainer des TV Jahn Schweinfurt

    Der TV Jahn ist also ab Juli zurück in der Kreisliga, wo er schon von 2012 bis 2018 durchgehend spielte. Der „Betriebsunfall“ mit dem Abstieg in die Kreisklasse wurde nun unter Führung des neuen Trainers korrigiert, der zugleich als Königstransfer durchgehen konnte. Bei der FT Schweinfurt spielte er einst jahrelang in der Landesliga, beim TSV Forst dann Bezirksliga.

    „Trainer zu sein ist schon ganz anders. Als Spieler kickst du halt etwas und gehst danach wieder nach Hause. Als Trainer machst du dir über alles Mögliche Gedanken“, erklärt der Meister-Coach. „Ich muss mir nicht nur ständig Gedanken über das nächste Training oder Spiel machen, sondern mich auch ständig mit meinen Spielern befassen. Im Team muss es stimmen. Das ist ganz wichtig.“ Das tut es offenbar. Ansonsten wäre eine derartige Siegesserie wohl kaum möglich gewesen. „Was die Mannschaft spielerisch im Verlauf der Rückrunde gezeigt hat, war schon gut. Es macht mich natürlich stolz, wenn ich sehe, wie die Mannschaft sich immer mehr nach meinen Vorstellungen entwickelt.“

    Drei externe Zugänge haben schon zugesagt

    Damit soll auch in der Kreisliga nicht Schluss sein. Zwar steht noch nicht fest, ob die Baumgart-Brüder Stefan (private Gründe) und Niko (Rückenprobleme) weiterspielen. Ihre Abgänge würden qualitativ schwer ins Gewicht fallen. Dennoch haben die Verantwortlichen mit sechs Neuzugängen bereits vorgesorgt, dass man hinsichtlich der Kaderbreite etwas zulegt. „Das ist wichtig. Das wird den Konkurrenzkampf anheizen“, freut sich Riegel, der auf eine Situation wie im vergangenen Winter gerne verzichten möchte.

    Neben drei Spielern aus der eigenen Jugend kommen mit Hasan Torun (SG Üchtelhausen-Zell), Rückkehrer Robert Bauer vom TSV Gochsheim, der bereits in der Jugend für den TV Jahn spielte - und Nasir Bayat (TSV Reiterswiesen) noch drei externe Zugänge. „Ziel in der Kreisliga ist natürlich erst einmal der Klassenerhalt. Wichtig wird es sein, gleich einen guten Start zu erwischen“, so Riegel.

    Aller guten Dinge sind drei bei Ettleben/Werneck
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