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    Fußball: Regionalliga

    Der FC 05 will eine neue Serie starten

    Vor dem Heimstetten-Spiel sind es wieder neun Punkte Rückstand. Warum Trainer Timo Wenzel dennoch an Platz zwei glaubt und Torjäger Adam Jabiri auf die Architektur vertraut.
    Tor! Adam Jabiri in Siegerpose. Letzte Saison traf der Stürmer 27 mal für den FC 05 Schweinfurt, aktuell steht sein Konto bei zehn Treffern. 
    Tor! Adam Jabiri in Siegerpose. Letzte Saison traf der Stürmer 27 mal für den FC 05 Schweinfurt, aktuell steht sein Konto bei zehn Treffern.  Foto: foto2press/Frank Scheuring

    Gibt's den Treffer Nummer elf? Adam Jabiri zuckt mit den Schultern: "Das ist doch nicht wichtig, es kommt mir nicht auf Tore an. Wichtig ist, dass ich der Mannschaft insgesamt helfen kann." Und dass er davon überzeugt ist, zeigt seine vor dem Spiel gegen den SV Heimstetten (Samstag, 14 Uhr, Willy-Sachs-Stadion) verkündete Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr. Für einen 34-jährigen Stürmer in der Regionalliga nicht so ganz die Regel. Weiß auch Jabiri, mit zehn Treffern wieder einmal bester 05-Torschütze: "Wie lange es noch geht, kann ich nicht sagen, ich war ja bisher noch nicht in dem Alter." Sein Trainer Timo Wenzel hat ihm seine Beratungsdienste sicherheitshalber angeboten: "Ich habe ja drei Jahre länger als du gespielt" - o.k., als Verteidiger.

    Trotz allem ist es Jabiri schon aufgefallen, dass seine derzeitige Ausbeute längst nicht mit den 27 Treffern der Vorsaison Schritt halten kann. Tragisch nimmt er's aber nicht: "So ist Fußball, manchmal geht der Ball rein, obwohl du gar nicht weißt, warum. Und manchmal..." - steht eben, wie zuletzt beim 1:1 ein Memmingen ein Teufelskerl im Tor. Da helfen dann auch Berechnungen nichts. Immerhin ist Jabiri ja Architekt und überträgt seine außersportliche Profession auf's ganze Leben: "Es geht immer darum, ein ordentliches Fundament zu haben. Auch im Fußball: Da bilden Teamgeist, Fitness und Einstellung die Basis. Erst dann kommen die Tricks."

    Jabiris Bundesliga-Spiel gegen Schalke

    Tricks, die ihn neben sehr viel Akribie auch ausmachen, den ausgebufften Profi, der schon bei den Würzburger Kickers, Wormatia Worms, beim FC Heidenheim, Rot-Weiß Erfurt und dem TSV Großbardorf gespielt hat, sowie für die TSG Hoffenheim, bei der er es gegen Schalke 04 sogar zu einem Bundesliga-Einsatz gebracht hat. Da kann es durchaus vorkommen, dass er dem Torwart aus dessen Schatten kommend den Ball von der Hand köpft und anschließend lässig einschiebt.

    Mit zunehmendem Alter  hat Adam Jabiri seine Qualitäten als Vorbereiter entdeckt. Im vergangenen Heimspiel gegen Rosenheim war sein unermüdlicher Einsatz nach der Einwechslung zur Pause wegbereitend für den dritten 1:0-Sieg in Serie. Nun, gegen den Tabellenvorletzten SV Heimstetten,  soll der nächste Erfolg eingefahren werden. Denn das 1:1 in Memmingen bei tags darauf folgendem Last-Minute-3:2 des VfB Echstätt hat die Schweinfurter etwas zurückgeworfen: "Dass die in der 90. Minute noch treffen, war ein kleiner Schock für mich", so Wenzel. "Ich glaube immer noch felsenfest daran, dass wir Platz zwei schaffen können, wir müssen eben eine neue Serie starten. Aber die Chance wird mit jedem Spieltag, an dem wir nicht verkürzen können, minimaler." Es sind halt wieder neun Zähler Rückstand bei noch acht Partien.

    "Mit beleidigten Leberwürsten kann ich eh nichts anfangen."
    FC-05-Trainer Timo Wenzel sieht kein Neidverhalten länger pausierender Spieler

    Für Heimstetten stehen die Zeichen so schlecht nicht: Mittelfeldspieler Florian Trinks und Matthias Strohmaier sind wieder fit. Allerdings fehlen nun Stürmer Nicolas Görtler  (krank) und Mittelfeldmann Nikola Jelisic (Gelb-Sperre). Für Marco Fritscher und Steffen Krautschneider kommt ein Einsatz noch zu früh. Für Jelisic steht Kevin Fery parat und wohl auch von Beginn auf dem Platz. Durch dessen Gelb-Sperre war der zuvor lange die Bank drückende Jelisic erst ins Team gerückt, um sich fest zu spielen. Nun kann's wieder andersherum laufen. Wenzel kann kein Neidverhalten ausmachen und damit auch kein Problem: "Mit beleidigten Leberwürsten kann ich eh nichts anfangen. Die Spieler akzeptieren das."

    Trainer schweigt zum Thema Vertragsverlängerung

    Ob er wieder, wie in Memmingen, mit zwei Spitzen spielt, oder lieber im 4-2-3-1? Daraus machte Wenzel derweil ein ähnlich großes Geheimnis wie um die Entscheidung, ob er ein weiteres Jahr in Schweinfurt beschäftigt sein wird: "Es haben Gespräche stattgefunden, sie waren o.k. Aber zum jetzigen Zeitpunkt reden wir nicht über Verlängerungen, wir sind fokussiert auf das Heimstetten-Spiel." Nächste Woche könne es vielleicht schon Klarheit geben.

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