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    EISHOCKEY

    Ein guter Beginn reicht dem ERV nicht

    Wird wohl auch in Ulm an der Bande stehen: Der derzeit angeschlagene Christopher Schadewaldt (Mitte). Foto: Wetterich

    Mit dem Ziel „Platz acht“ sind die Mighty Dogs nach dem langersehnten Aufstieg in die Hauptrunde der Bayernliga gestartet. Nach gutem Beginn wurde dieses Ziel am Ende jedoch krachend verfehlt. Nun müssen die Schweinfurter über die Verzahnungsrunde versuchen, den Klassenerhalt zu sichern.

    Natürlich ist nun vor allem die Mannschaft in der Pflicht, nachdem Trainer Zdenek Vanc kurz vor dem Jahreswechsel von seinen Aufgaben entbunden wurde.

    Fehler wiederholen sich 

    Gründe für das Verfehlen der Ziele gibt es sicherlich einige: Da sind vor allem die zuletzt schwachen Auftritte auf fremdem Eis. Dem Team gelang es nach anfänglichen starken Auswärtsspielen wie in Peißenberg oder Erding einfach nicht, in fremder Halle die gleiche Konzentration und das gleiche Eishockey auf die Fläche zu bringen wie in den überwiegend ordentlichen Heimspielen.

    Da wiederholten sich immer wieder die gleichen Fehler: Zu oft wurde der ERV in der Anfangsphase überrumpelt und musste immer wieder Rückständen hinterherlaufen. Zu oft kassierten die Schweinfurter Gegentore im Doppelpack, was die Aufgaben zusätzlich erschwerte.

    Und zu oft vernachlässigten die Mighty Dogs beim Versuch, dass Ergebnis noch zu drehen, zu schnell die Defensivarbeit – und wurden dann, wie zuletzt in Miesbach, gnadenlos ausgekontert.

    Sicherlich spielt aber auch die Verletztenmisere eine Rolle. Zwar hatten auch andere Teams immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen. Beim ERV erwischte es allerdings sehr häufig Spieler der ersten und zweiten Reihe – wie Alexander Andrusovich oder Jan Kouba.

    Verletzte kehren zurück

    Und auch die mehrwöchige Abwesenheit von Pascal Schäfer konnte nur schlecht kompensiert werden, was an den Ergebnissen in diesen Phasen abzulesen ist. Mit den ausbleibenden Erfolgserlebnissen ging dann auch ein Verlust des Selbstvertrauens einher, der vor allem in der Endphase der Hauptrunde immer stärker zu beobachten war.

    Auch wenn all diese Dinge sicherlich nur bedingt dem Trainer anzulasten sind, zog der Verein zum Jahresende die Reißleine, um mit frischem Personal an der Bande neue Akzente zu setzen.

    Keine weiteren Zugänge

    Nun soll also Josef Straka als Spielertrainer den ERV in der Verzahnungsrunde mit den Landesligisten zum Klassenerhalt führen. Wer ihn dabei an der Bande unterstützen wird, ist noch nicht klar. „Wir haben einige Kandidaten im Blick und auch schon entsprechende Gespräche geführt“, so Steffen Reiser, der dem Verein in beratender Funktion zur Seite steht und mithelfen möchte, verlorengegangene Strukturen im Verein wieder aufzubauen. Als Trainer wird er allerdings nicht zur Verfügung stehen – und auch sonst nicht wieder ins operative Geschäft bei den Mighty Dogs zurückkehren.

    Bis zum Beginn der "Abstiegsrunde" am Freitag sollte nach Möglichkeit eine Lösung gefunden werden. Doch die gab es nicht. So wird nochmals der sowieso angeschlagene Christopher Schadewaldt an der Bande stehen.

    Neues Personal für die Mission „Klassenerhalt“ wird es aber wohl eher nicht geben. Denn einerseits kehren Andrusovich, Marc Zajic und Daniel Tratz nach ihren Verletzungen wieder zurück und geben Straka somit wieder mehr Möglichkeiten. Zum anderen „müsste uns ein neuer Spieler sofort deutlich weiterhelfen“, macht ERV-Vorstandsmitglied Stefan Greier deutlich. 

    Glaube an die Mannschaft

    Solche Spieler sind aber derzeit schwer zu finden, zumal sich der Verein strikt an die Absprache halten wird, nicht mehr als zwei Kontingentspieler einzusetzen.

    Außerdem ist der Glaube an die Qualität des Kaders weiterhin da. Schließlich hat das Team in dieser Saison auch immer wieder gezeigt, wozu es im Stande ist. Nun müssen derartige Leistungen auch mal über einen längeren Zeitpunkt gezeigt werden.

    Es wäre ein guter Zeitpunkt für das erste Sechs-Punkte Wochenende der Saison. So könnten die ERVler erfolgreich in die Verzahnungsrunde starten, die pikanterweise so enden könnte wie die vergangene: Mit einem Showdown am letzten Spieltag in Pfaffenhofen.

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