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    STILBLÜTEN:

    Wenn Frauen 100 Meter Brust abspulen

    Hupps! So ein Malheur kann beim Frauen-Wasserball schon mal passieren. Aber eben auch an der Tatstatur . . . Foto: Uwe Seller, Imago

    Wieder ist ein Sportjahr vorüber. Und wieder gab es jede Menge zu berichten. Von Siegen, von Niederlagen. Von schönen Gesten, aber auch von unschönen Szenen. Ob Redakteur, ob Mitarbeiter, ob Vereinsberichterstatter – alle Schreiber haben versucht, das Geschehen in ein ordentliches sprachliches Gewand zu packen. Nur leider zwickte dieses hie und da ein wenig. Nicht immer wurde jeder auf der Suche nach der stilistischen Vollendung hundertprozentig fündig. Da kippte so manche Formulierung auf dem schmalen Grat zwischen Perfektion und Peinlichkeit. Da wurde schon mal ein Fremdwort verfremdwortet. Und so mancher weiße Schimmel geritten. Im Folgenden ein paar der nettesten Stilblüten.

    Den Frauen fehlen die Typen. (Na, dafür kann man doch parshippen)

    Großmeisterin Olga Babiy gab Leichtfiguren, um den König zu entblößen. (Hose runter, Majestät!)

    Einmal knallte die Latte ans Unterspiesheimer Tor, zweimal an Oberschwarzacher. (Mit einem Ball als Spielgerät hätten die Herrschaften vielleicht getroffen.

    )

    „Wir haben nur einheimische Spieler, oder solche, die hier verhaftet sind.“ (Letztere ziehen dann auch nicht so schnell weg.)

    „Wir wollen uns nicht schadlos aus der Affäre ziehen . . .“ ( . . ., sondern möglichst großen Schaden nehmen.)

    Die deutsche Sprache müsste nach diesem Hochspannungskrimi mit halb-dramatischem Ausgang für die Gastgeber um irgendein neues Wort ergänzt werden, welches den Begriff Spannung hoch zwei oder gar drei zum Ausdruck bringt. (Vielleicht Spannungsquadrat oder Spannungsterzett? Und eigentlich nur jeweils ein halbes davon . . .)

    Die Gäste holperten und stolperten dem sehnlichen Ende entgegen. (Und der Berichterstatter vergalopperte sich dabei sehnsuchtsvoll. Oder so . . .)

    Manche Kinder sind eben noch Kinder und sagen irgendwas zum Schiedsrichter. (Aha!)

    Die Norm hätte sie auch überboten, wenn sie die Bahn ganz gechillt entlang geschlendert wäre. (Aber so was von.)

    Dennoch waren die Zombies trotz leicht angezogener Handbremse immer noch ein zu starker Gegner, die es sich sogar leisten konnten, im Spiel gegen die TG die Bank aufs Feld zu schicken. (Passt doch: Die Bank ist so leblos wie die Zombies selbst – so kann man mal einen lebendigen Gegner überraschen.

    )

    Bamberg hat sich an einem Nasenring über den Schweinfurter Kunstrasen ziehen lassen. (Ganz Bamberg? An einem Nasenring?)

    Winkels versenkte das Tor im Nachschuss. (Ist der „Nachschuss“ ein See? Und ist das Tor jemals wieder aufgetaucht? Fragen über Fragen . . .)

    Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel zweier Mannschaften. (Donnerwetter!)

    Im gut funktionierenden Miteinander der Abteilungen sieht er ein Alleinstellungsmerkmahl. (Mahlzeit!)

    Es gibt noch ein paar Fragezeichen, wie beispielsweise David Thomas. (Man kennt ihn auch als Hauptdarsteller im Kinderkrimi „Die drei Fragezeichen“.)

    Neben seiner scherzenden Gelenke, nahm er viele interessante Eindrücke mit nach Hause. (Bester Laune, die Gelenke.)

    Kilian Ort hatte die Nummer 24 der Weltrangliste auf dem Rand der Pfanne, nur nicht drinnen. (Nummer 24, das neue halbgare Wok-Gericht beim Asiaten nebenan.)

    Die Gastgeber hatten stets die Nase vorn. (Die Gäste hatten sie hinten.)

    Das führte zu etlichen Unterbrechungen. Nach ausgeglichenem ersten Drittel gingen sie nach 24 Minuten erstmals in Führung. (Wer? Die Unterbrechungen?)

    Nach zwei schnellen Remis-Partien von Spielern, die zu Feiern eingeladen waren, wollten die Gastgeber ein 4:4 vermeiden.

    (Das kommt davon, wenn Gäste auf zwei Partys tanzen wollen.)

    Das waren zwei richtig schlechte Katastrophenspiele. (Doch die Mannschaft raffte sich auf und lieferte anschließend ein richtig gutes Katastrophenspiel ab.)

    Für die Basketballer stand das zweite inner-unterfränkische Duell in Folge an. (Nächste Woche geht es dann ins außer-unterfränkische Derby.)

    Aufgrund einiger Unkonzentriertheiten schmalz die Führung . . . (. . . während draußen, vor der Halle, der Schnee schmolzte.)

    Der Flügelspieler traf aus allen Lagen hochprozentig. (Was Wunder, nach all dem Zielwasser.)

    Die Frauen spulten problemlos die 100 Meter Brust ab. (also . . ., jetzt aber . . . Schluss!)

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